Liebe Jazz-Promoterin, lieber Jazz-Promoter,
dieses Thema interessiert Dich garantiert brennend. – Falls Du mit genau diesem Satz Deine Anrufe beginnst, weckst Du bei dem angerufenen Journalisten überhaupt kein brennendes Interesse. Du verstärkst damit viel mehr genau jene Abwehrhaltung, die Du mit Deiner Gesprächseröffnung eigentlich überwinden wolltest.
Es geht immer noch schlimmer: „Auf dieses Album hat die Fachwelt schon lange gewartet.“ – Bitte nenne mir mindestens drei Fachleute, die mehrere Wochen lang im strömenden Regen vor den Toren des Tonträger-Presswerks gestanden haben und auf die erlösende Nachricht warteten: Die Platte kann endlich veröffentlicht werden.
Einen weiteren Tiefpunkt der KI-generierten Promotion-Arbeit markiert diese Floskel: „Die Kritik war begeistert!“ – Wie soll ich mir diese Begeisterung vorstellen? Sprangen meine Kolleginnen und Kollegen vor Begeisterung auf ihre Schreibtische und tanzten wild zappelnd und schreiend zu dieser Musik?
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