Axel Fischbacher Trio - normal.

Axel Fischbacher Trio - normal.

Axel Fischbacher Trio (feat. Ohad Talmor)
normal.

Erscheinungstermin: 27.02.2015
Label: JazzSick Records, 2014

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Normalerweise gibt es zuerst die CD und dann die Tour. Bei Axel Fischbachers neuem Projekt ist es dieses Mal andersherum, denn noch bevor es Mitte Dezember ins Studio ging, war die Konzerttournee in Deutschland bereits gebucht.

normal. heißt das neue Album des Gitarristen Axel Fischbacher. “Contemporary Guitar Jazz“, aufgenommen in New York zusammen mit drei der wichtigsten Protagonisten der dortigen Szene: Adam Nussbaum (drums), Ohad Talmor (sax) und Johannes Weidenmüller (bass). „Eine wahre Traumbesetzung, für die ich nun auch ein ganz neues Programm geschrieben habe. Natürlich ist es für einen deutschen Jazzmusiker wie mich immer etwas Besonderes in New York mit den Protagonisten der dortigen Szene aufzunehmen. Der New Yorker Jazzszene haftet schon etwas fast mythenhaftes an. Aber am Ende zählen nur die Musik und die Arbeit daran.“

Abgesehen von "Adam´s Parrot Cake", ein Stück, das Fischbacher bereits vor zwei Jahren geschrieben hatte und das dem Kollegen Adam Nussbaum gewidmet ist, entstanden alle weiteren Stücke des Albums und der Sound des Quartetts ohne eine einzige Probe im Kopf von Fischbacher. „Ich kenne Adam schon ewig. Zuerst aus der Zeit des ursprünglichen John Scofield Trios in den achtziger Jahren. Da hab ich ein wenig Unterricht bei John gehabt und am Rand der Konzerte Adam kennengelernt. Mitte der Neunziger haben wir dann – was eine große Ehre für mich war - zusammen gespielt und mit meiner damaligen Band das Album Mysterious Princess aufgenommen. Von Adam kam dann auch der Vorschlag Ohad Talmor als Saxophonisten für dieses neue Projekt mit ins Boot zu holen.“

Als Orientierung beim komponieren dienten Fischbacher seine bisherigen Erfahrungen mit den jeweiligen Mu-sikern und deren individuellen Spielweisen. „Der Sound des Quartetts entstand bereits vor den Aufnahmen in meinem Kopf und sollte allen Musikern auf den Leib geschrieben sein. Wie gesagt, ich kannte Ohad vorher zwar noch gar nicht, aber er ist einer der ganz hippen Player in New York. Ich habe beim Komponieren dann mit ihm Kontakt aufgenommen und wir haben uns ausgetauscht und eine Menge Gemeinsamkeiten entdeckt. Als wir uns dann gegenseitig unsere Musik geschickt haben war wir gleich Feuer und Flamme.“ Bei der Wahl des Bassisten konnte Fischbacher dann wieder eigene Wege gehen und seine erste Wahl fiel auf Johannes Weidenmüller mit dem er in New York bereits eine CD als Sideman aufgenommen hatte. „Johannes ist ein Wahnsinnsmusiker und Solist mit einem beeindruckenden Gesamtüberblick über Bandgeschehen und Produktion und daher nicht nur als Bassist ein genialer Wurf für dieses Projekt. Er hat lange Zeit als MD bei Madeleine Peyroux gearbeitet und außerdem natürlich mit den ganz Großen gespielt. Brad Mehldau, George Benson, Wynton Marsalis, Joshua Redman, John Scofield, Hank Jones,…“

Doch wie gestaltet sich letztendlich die Zusammenarbeit zwischen Jazzmusikern, die zum ersten Mal an Ideen und Kompositionen arbeiten, die sie vorher nicht kannten? „Es war faszinierend, wie sich Adam, Ohad und Johannes meiner Musik genähert haben. Wir haben sehr wenig geredet darüber, wie man die Musik spielen soll. Sie haben einfach gewusst was ich meine und die meisten Stücke schon beim ersten Mal so gespielt, als ob sie sie bereits seit Jahren kennen.“ Brüder im Geiste, die Improvisation steht im Mittelpunkt und so gelang es sich den durchaus Komplexen Kompositionen mit großer Leichtigkeit zu nähern und sehr schnell einen gemeinsamen Stil zu entwickeln. Balladen von sanfter Schönheit, rockige Grooves, swingende Bebop Soli und auch mal abstrakteres machen den unverkennbaren Sound von Fischbacher/Talmor/Weidenmüller/Nussbaum aus.

Die für den März gebuchte Konzerttournee in Deutschland findet zum großen Teil mit Unterstützung und im Rahmen der jüdischen Kulturtage im Rheinland statt. Das Motto der jüdischen Kulturtage "ANGEKOMMEN" lässt sich mit der zeitgenössischen Jazzmusik in besonders ausgeprägter Art darstellen. Der Jazz, eine ursprünglich amerikanische Musik, wurde in den USA bereits früh maßgeblich von jüdischen Musikern geprägt. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich diese Musikrichtung zu einem wunderbar verbindenden, weltweiten Phä-nomen entwickelt. Verbindend in künstlerisch-musikalischer Hinsicht, denn der Jazz grenzt keine Musikrichtung aus. Verbindend vor allem in nationaler, kultureller und menschlicher Hinsicht. Auf der internationalen Jazzsze-ne gibt es schon längst eine Normalität im Zusammenleben und Arbeiten aller Kulturen.

Adam Nussbaum gehört mit zu den bedeutendsten Musikern des "Contemporary Jazz". Bereits 1988 ist ihm Grammy für das Michael Brecker Quintet Album "Don't Try This At Home" verliehen worden. Nussbaum spielte mit ungezählten Stars der Jazzwelt wie z.B. Stan Getz, Sonny Rollins, John Scofield, Randy Brecker, Gary Burton, Lee Konitz und Charles Lloyd zusammen.

Ohad Talmor ist ein israelischer Jazzsaxophonist, Komponist und Arrangeur, der seine Jugend in Europa ver-bracht hat und nun in New York lebt. Als Musiker ist er auf mehr als 50 CD-Aufnahmen zu hören. 2012 wurde er mit dem Jazzpreis der SUISA-Stiftung für Musik für sein „innovatives und kreatives Jazzschaffen“ ausgezeichnet. Er spielte bereits mit Musikern wie Joe Lovano, Chris Potter, Billy Hart, Carla Bley, Josh Redman und Kurt Ro-senwinkel.

Johannes Weidenmüller lernte in der Kindheit Cello und später Kontrabass, von 1989 bis 1991 studierte er an der Hochschule für Musik Köln. Er gehörte den Ensembles von Hank Jones, Ray Barretto, Carl Allen und Vincent Herring, John Abercrombie und Joe Lovano an und arbeitete als Sideman u.a. mit Eddie Henderson, Dewey Redman, Randy Brecker, Kenny Wheeler, Toots Thielemans, George Benson, Wynton Marsalis, Joshua Redman, Gary Bartz, Johnny Coles, Clifford Jordan und Joe Chambers. Unter anderem wurde er 1996 mit dem Hennessey Jazz Prize ausgezeichnet. “One of the most interesting and explosive bass players to come along in a long time” (Le Monde)

Axel Fischbacher selbst gehört schon seit vielen Jahren mit zu den großen Namen unter den europäischen Jazzgitarristen und hat in den letzten Jahrzehnten die Jazzszene durch sein Schaffen maßgeblich mitbestimmt. Er arbeitete in New York, Kanada und sämtlichen europäischen Ländern und lebte in Spanien, Österreich und in der Schweiz. Er wirkte bei mehr als fünfzig CD -Aufnahmen mit, veröffentlichte sechs Alben als Bandleader, spielte zahlreiche Tourneen in Europa, Kanada und den USA, spielte mit so gut wie allen zeitgenössischen deut-schen Jazzgrößen und diversen internationalen Stars wie zum Beispiel Danny Gottlieb, Mark Egan, Adam Nuss-baum, Marc Johnson, Michael Urbaniak, Annie Whitehead, Joe Haider, Michael Urbaniak, Barney Willen, Steve Grossman, Curt Cress, Stu Goldberg, Hermeto Pascoal, Ronnie Burrage.

  1. Normal
  2. Der Kleine
  3. Downhouse pennt
  4. La Chanson de la Roulerue
  5. Northern Lady
  6. Adams Parrot Cake
  7. The Nosehorn Speaks
  8. Latimo

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