Der in Dakar geborene Gitarrist Hervé Samb ist ein Brückenbauer zwischen Kontinenten und Klangwelten. Seit seiner Ankunft in Frankreich 1998 arbeitete er mit Größen wie Marcus Miller, Pharoah Sanders oder Somi zusammen und entwickelte sich zu einer prägenden Stimme des internationalen Jazz. Mit seinem neuen Album „Jolof“ widmet er sich den Traditionen seiner senegalesischen Herkunft und verbindet sie in seinem Stil des Jazz Sabar mit der Freiheit und Energie zeitgenössischer Improvisation. Im Gespräch erzählt Samb über seine Inspirationen, die Bedeutung von „Jolof“ und warum Musik für ihn immer auch eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln ist.
Der Saxophonist Óskar Guðjónsson ist oft auf deutschen Bühnen zu erleben, meist mit dem Quartett ADHD, das in Deutschland eine treue Fanbase hat. Zudem unterstützte der Saxophonist die isländische Superband Mezzoforte bei ihrem Neustart vor bald 20 Jahren. An der jazzahead! spielte er mit dem Pianisten Magnús Jóhann im Duo, die beiden haben das aktuelles Album „Fermented Friedship“.
Róberta Andersen ist eine isländische Gitarristin, die in den letzten 20 Jahren mit einer Vielzahl von Künstlern der heimischen Musikszene zusammengearbeitet hat. Dazu gehören Múm, Ólöf Arnalds, Sin Fang, Julianna Barwick und Pascal Pinon. Dann ist sie auch Mitglied der Band Hist Og, die unter isländischen Jazz-Enthusiasten für Aufsehen sorgte.
Sunna Gunnlaugs ist eine Jazzpianistin aus Island und ein umtriebiger Eckpfeiler der Szene dort, aber auch in ganz Europa und den USA unterwegs. Ihr neuestes Projekt „Ástin, Bjartsýnin Og Andskotans Blaðrið Í Fólkinu“ (sunny sky / galileo) hat – trotz Vertonung isländischer Gedichte von Jón úr Vör – mittlerweile Nachfragen aus anderen Ländern erfahren.
Shuteen Erdenebaatar ist eine der spannendsten Stimmen der jungen europäischen Jazzszene. In Ulaanbaatar geboren, in München ausgebildet und längst auf internationalen Bühnen zuhause, verbindet sie in ihrer Musik mongolische Einflüsse, klassische Ausbildung und zeitgenössischen Jazz zu einer ganz eigenen Sprache. Ihre Kompositionen sind tiefgründig, lyrisch und gleichzeitig voller Energie und Überraschungen. Im Gespräch mit jazz-fun.de erzählt Shuteen über ihre künstlerischen Wurzeln, die Bedeutung von kultureller Identität im Jazz und über die Balance zwischen Tradition und Innovation.
Bobby Rausch zählt zu den spannendsten Formationen der Berliner Szene. Mit einem Instrumentarium, das zunächst ungewöhnlich wirken mag – Baritonsaxophon, Bassklarinette und Schlagzeug – schaffen sie einen Sound, der kompromisslos, energetisch und tanzbar ist. Ihre Musik bewegt sich mühelos zwischen Hip-Hop, Jazz, Elektro und improvisierten Klangwelten. Wir haben uns mit Lutz Streun (Bassklarinette) und Nico Stallmann (Drums) unterhalten, um mehr über ihre künstlerische Vision, ihre Live-Power und die kreative Freiheit von Bobby Rausch zu erfahren. Ein Interview von Angela Ballhorn
Auf dem diesjährigen Festival JazzBaltica hatten wir die Gelegenheit, mit Michael Wollny, einem der kreativsten und einflussreichsten Pianisten des zeitgenössischen Jazz, zu sprechen. Im Interview gibt er spannende Einblicke in seine Herangehensweise an das Spiel und die Improvisation im Zusammenspiel mit seinen Trio-Partnern. Er erzählt, wie musikalische Ideen im Moment entstehen und sich im Dialog zwischen den Musikern weiterentwickeln – eine faszinierende Reise durch die Kunst des gemeinsamen Musizierens.
Auf jazzahead! trafen wir Johannes Käsbach – Komponist, Gitarrist, Produzent und Sänger. Im Interview spricht er über sein Klanglys-Projekt, das nordische Klangästhetik, lyrische Melodien und moderne Jazz-Elemente miteinander verbindet. Käsbach gibt Einblicke in seine musikalische Vision, erzählt von der Entstehung seiner Kompositionen und von der Suche nach dem perfekten Gleichgewicht zwischen Emotion, Atmosphäre und klanglicher Offenheit. Ein Interview von Angela Ballhorn
Beim diesjährigen Festival JazzBaltica trafen wir die katalanische Posaunistin, Sängerin und Komponistin Rita Payés. In unserem Gespräch erzählt sie von ihrem musikalischen Werdegang, ihren prägenden Einflüssen und den besonderen Momenten, die ihre Karriere geformt haben. Außerdem spricht sie über aktuelle Projekte und gibt Einblicke in ihre künstlerische Vision, die von lyrischem Jazz bis zu mediterranen Klangfarben reicht.
Der Schweizer Gitarrist und Klangvisionär Christy Doran spricht im Interview mit jazz-fun.de über sein kürzlich veröffentlichtes Album Same But Different, das auf Aufnahmen aus dem Jahr 1995 basiert – mit einer außergewöhnlichen Besetzung rund um Herb Robertson, Fredy Studer, Urs Leimgruber und andere. Ein Interview von Jacek Brun
Der griechische Trompeter Andreas Polyzogopoulos zählt zu den spannendsten Stimmen des europäischen Jazz. Auf der jazzahead! 2025 trafen wir den Musiker zum Gespräch über sein künstlerisches Selbstverständnis, aktuelle Projekte und seine musikalischen Wurzeln zwischen Jazz, Rock und traditioneller griechischer Musik. Sein Klang ist lyrisch, durchdrungen von Weite und emotionaler Tiefe. Im Interview spricht er über Improvisation als Ausdruck innerer Bilder, über Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern und über das ständige Suchen nach musikalischer Wahrhaftigkeit.
Beim diesjährigen Festival JazzBaltica hatten wir die Gelegenheit, den vielfach ausgezeichneten Pianisten, Komponisten und Arrangeur John Beasley zu treffen. In unserem Gespräch erzählt er von seinem künstlerischen Werdegang, seinen prägenden musikalischen Erfahrungen und von der besonderen Zusammenarbeit mit der Latvian Radio Big Band. Beasley gibt spannende Einblicke in seine Arbeitsweise, seine Inspirationen und in die Magie des gemeinsamen Musizierens über Länder- und Stilgrenzen hinweg.
Daniel Erdmann ist ein umtriebiger Saxophonist mit den unterschiedlichsten Projekten. Seine neueste Formation ist klanglich neu ausgerichtet, für die sein langjähriger musikalischer Partner Jim Hart vom Vibraphon zum Drumset wechselt. Neu dabei ist der Hammondorgelspieler Antonin Rayon. Der deutsch-französische Saxophonist wollte die klangliche Herausforderung der Jazzgeschichte erforschen, aber auch nach Unbekanntem suchen. Ein Interview von Angela Ballhorn
Kasiva Mutua gehört zu den aufregendsten Percussionistinnen Afrikas. Die aus Kenia stammende Musikerin verbindet traditionelle ostafrikanische Rhythmen mit Elementen aus Jazz, Funk und Spoken Word – mit klarer Haltung, tiefer Verwurzelung und internationaler Strahlkraft. Im Interview auf der jazzahead! 2025 spricht sie über den Stellenwert von Rhythmus in afrikanischen Kulturen, ihre Rolle als Frau in der Percussion-Welt und darüber, wie Musik für sie zu einem Werkzeug für Empowerment und kulturellen Dialog wird.
Nils Kugelmann zählt zu den spannendsten Stimmen der jungen deutschen Jazzszene. Auf der jazzahead! 2025 hatten wir die Gelegenheit, mit dem Bassisten und Komponisten über seine musikalische Vision, sein neues Album sowie seine Herangehensweise an Klang, Struktur und Emotion zu sprechen. Seine Musik ist tief, voller Energie und zugleich durchdacht und offen – ein Wechselspiel aus rhythmischer Spannung, lyrischer Tiefe und überraschender Leichtigkeit.
Während der Internationalen Jazzwoche Burghausen 2025 hatten wir die Gelegenheit, mit dem Pianisten Lawrence Fields zu sprechen. In diesem Interview gibt er persönliche Einblicke in seinen musikalischen Werdegang, seine Inspirationen und die Stationen, die ihn zu einem der gefragtesten Jazzpianisten seiner Generation gemacht haben. Ein offenes, inspirierendes Gespräch mit einem Künstler, der sowohl auf internationalen Bühnen als auch als Sideman großer Namen überzeugt.
Die Musik des Trios ist geprägt von klarer Form, lyrischen Melodien und offener Improvisation – manchmal zart und zerbrechlich, dann wieder voller Energie und rhythmischer Tiefe. Im Interview sprechen die Musiker über ihren kompositorischen Ansatz, über Einflüsse aus der klassischen Musik und Volksmusiktradition Skandinaviens, sowie über die Bedeutung von Raum, Stille und Klang in ihrer Musik.
Auf der jazzahead! 2025 trafen wir die junge Band hilde, ein Kollektiv aus vier Musikerinnen, das sich mit beeindruckender Konsequenz dem freien, experimentellen und intuitiven Musizieren widmet. Die Musik von hilde lebt vom Zusammenspiel, vom Zuhören, vom Ausloten von Klang und Form – stets offen, emotional und kompromisslos ehrlich. Ihre Stücke entstehen oft im Moment und sind Ausdruck einer musikalischen Haltung, die sich bewusst von Erwartungen löst.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 trafen wir die junge Sängerin Lucía (Lucía Gutiérrez Rebolloso) aus Veracruz, Mexiko. Die 23-Jährige gilt als eine der spannendsten Stimmen der neuen Generation – eine Künstlerin, die mühelos zwischen Jazz, lateinamerikanischer Musik und Pop balanciert und dabei eine ganz eigene Klangsprache entwickelt. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, tiefem musikalischem Verständnis und einer starken Verbindung zu ihrer kulturellen Herkunft bringt Lucía frischen Wind in die internationale Jazzszene.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 sprachen wir mit Thorsten Hesse, dem Gründer und Leiter von PINC Music – einer Plattform, die sich dem Booking, der Künstlerförderung und der Sichtbarmachung von kreativen Jazzprojekten verschrieben hat. Mit einem klaren Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und internationale Zusammenarbeit unterstützt PINC Music eine Vielzahl spannender Musiker*innen – nicht nur als Agentur, sondern auch als Partner in Sachen Strategie, Netzwerk und Entwicklung.
Piotr Damasiewicz ist ein unruhiger Geist, ein Suchender im besten Sinne. Er ist Komponist, Trompeter, Multiinstrumentalist, Pädagoge und Kurator internationaler Musikplattformen. Der polnische Musiker studierte Trompete, aber auch Kontrabass, Klavier und klassischen Gesang – einschließlich Gregorianik –, Chor- und Kammerensembleleitung, Arrangement und Komposition. Seine Sprachen sind Jazz, klassische Musik des 20. Jahrhunderts, ethnische Musik sowie europäische improvisierte Musik und experimentelle Musik.
Während der jazzahead! 2025 sprachen wir mit der Flötistin Isabelle Bodenseh, die mit ihrer beeindruckenden Bühnenpräsenz und virtuosen Spieltechnik neue Maßstäbe für das Flötenspiel im Jazz setzt. Ob mit klassischer Querflöte, Alt- oder Bassflöte – Bodenseh bringt das oft unterschätzte Instrument in den Mittelpunkt des musikalischen Geschehens. In ihren Projekten verbindet sie kraftvollen Groove, komplexe Improvisation und südamerikanische Einflüsse mit einer unbändigen Spielfreude.
Auf der jazzahead! 2025 trafen wir den Pianisten und Komponisten Evgenij Zelikman, dessen musikalische Sprache sich durch tiefe emotionale Nuancen, kompositorische Klarheit und feinsinnige Improvisation auszeichnet. Zelikman, in Russland geboren und heute in Deutschland aktiv, verbindet in seinem Spiel klassische Einflüsse mit zeitgenössischem Jazz, osteuropäischen Klangfarben und einer ganz persönlichen Erzählhaltung.
Bei der jazzahead! 2025 trafen wir den britischen Trompeter, Komponisten und Bandleader Henry Spencer, der mit seinem Projekt Henry Spencer & Juncture neue Maßstäbe im modernen europäischen Jazz setzt. Seine Musik verbindet cineastische Weite mit emotionaler Tiefe, expressiver Improvisation und einem bemerkenswerten Gespür für Dynamik und Melodie. In seinem Spiel vereinen sich technische Brillanz, kontrollierte Intensität und ein ganz eigener kompositorischer Zugang.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 trafen wir die Berliner Sängerin Anna Margolina, die mit ihrem aktuellen Album „One Endless Night“ tief unter die Oberfläche klassischer Jazz-Songs taucht. Zwischen Jazz, Chanson, jüdischer Musiktradition und persönlichen Geschichten entwickelt sie eine poetische Klangwelt voller Gefühl, Tiefe und feiner Melancholie. Margolina – klassisch ausgebildet und gleichzeitig in der Jazzszene verwurzelt – überzeugt durch eine kraftvolle Stimme und eine erzählerische Ausdrucksstärke, die berührt.
Bei der jazzahead! 2025 trafen wir die polnische Band Unleashed Cooperation – ein Ensemble, das sich der kreativen Freiheit, emotionaler Tiefe und einem sehr modernen Verständnis von Jazz verschrieben hat. Die Musik des Kollektivs bewegt sich zwischen Improvisation, Komposition, Groove und Atmosphäre – mit Einflüssen aus Jazz, Avantgarde, Ambient und zeitgenössischer Musik. Die Band bestehend aus einigen der spannendsten Musiker der jungen polnischen Szene, versteht sich Unleashed Cooperation als offenes Projekt, in dem die persönliche Ausdruckskraft jedes Mitglieds im Vordergrund steht.
Svante Söderqvist ist Kontrabassist und Cellist, der aus dem Schatten seines Sideman-Daseins nach vorne tritt und mit THE ROCKET sein eigenes Bandprojekt vorstellt. Das besticht durch einprägsame, schlichte Melodien, die sein Trio zusammen mit Tuulikki Bartosik am Akkordeon wunderbar transparent vorträgt. Der Einsatz seiner eigenen Stimme, mit der der schwedische Musiker seine Bass- oder Cellostimmen mitsingt, gibt der Band einen ganz eigenen Sound.
Während der jazzahead! 2025 in Bremen trafen wir den Berliner Pianisten und Komponisten Matti Klein – einen der profiliertesten Vertreter des modernen Groove-Jazz in Deutschland. Bekannt durch seine Arbeit mit dem Mo’ Blow-Quartett sowie zahlreichen Kollaborationen (u.a. mit Nils Landgren, Ed Motta und Jakob Manz), hat Klein mit seinem eigenen Matti Klein Soul Trio eine unverwechselbare Klangsprache entwickelt – irgendwo zwischen Jazz-Funk, Soul, Vintage-Vibes und urbaner Eleganz.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 sprachen wir mit Christina Fuchs und Caroline Thon, den beiden Gründerinnen und musikalischen Leiterinnen des Fuchsthone Orchestra. Seit 2019 steht das groß besetzte Ensemble für einen innovativen, genreübergreifenden Sound im Bereich des zeitgenössischen Jazz. Im Interview geben Fuchs und Thon Einblicke in ihre kompositorische Arbeit, die Herausforderungen und Chancen eines solchen Großprojekts – und sprechen über die Notwendigkeit, neue Strukturen im Jazz mutig zu gestalten. Ein Gespräch über Klangvisionen, Gleichberechtigung und die Kraft kollektiver Kreativität.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 haben wir mit Hannes Möller (Projektleitung Deutscher Jazzpreis) und Johanna Schneider (Sängerin, Komponistin und Vorstandsmitglied der Deutschen Jazzunion) ein gemeinsames Interview geführt. Im Mittelpunkt stehen die Ziele, Entwicklungen und Herausforderungen rund um den Deutschen Jazzpreis. Das Gespräch beleuchtet die Rolle des Preises in der Szene, den Wunsch nach mehr Sichtbarkeit für Jazz in Deutschland und die Bedeutung eines transparenten, wertschätzenden Auswahlverfahrens. Ein aufschlussreicher Dialog über kulturpolitische Verantwortung, künstlerische Vielfalt und den Wandel in der deutschen Jazzlandschaft.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 haben wir den Schlagzeuger und Komponisten Diego Piñera zum Video-Interview getroffen. Im Gespräch erzählt er offen von seinem musikalischen Werdegang zwischen Uruguay und Deutschland, seiner künstlerischen Entwicklung und den Herausforderungen, die ein kreatives Musikerleben mit sich bringt. Dabei spricht er über seinen Umgang mit Risiko, seine persönliche Klangsprache und was es für ihn bedeutet, als improvisierender Musiker authentisch zu bleiben. Ein intensives, ehrliches Porträt eines Künstlers, der seinen ganz eigenen Weg geht.
Auf der jazzahead! 2025 in Bremen haben wir die Gitarristin Mareille Merck zum Interview getroffen. Sie spricht mit uns über ihren Zugang zum Klang, das Zusammenspiel mit ihrer Band „Larus“, neue musikalische Einflüsse und ihren Weg als improvisierende Musikerin zwischen Tradition und Aufbruch. Ein persönliches Gespräch über kreative Prozesse, das Leben auf Tour und die Zukunft des Jazz aus der Sicht einer der spannendsten Stimmen der jungen europäischen Szene.