Johannes Käsbach Klanglys-Projekt - Vom Klang ins Licht
Der Komponist, Gitarrist und Sänger Johannes Käsbach über sein Klanglys-Projekt.
Johannes Käsbach und Angela Ballhorn, Foto: Erik Brun
Auf jazzahead! trafen wir Johannes Käsbach – Komponist, Gitarrist, Produzent und Sänger. Im Interview spricht er über sein Klanglys-Projekt, das nordische Klangästhetik, lyrische Melodien und moderne Jazz-Elemente miteinander verbindet. Käsbach gibt Einblicke in seine musikalische Vision, erzählt von der Entstehung seiner Kompositionen und von der Suche nach dem perfekten Gleichgewicht zwischen Emotion, Atmosphäre und klanglicher Offenheit.
jazz-fun.de: Johannes, erzählt mir etwas zu deinem Klanglys-Projekt!
Johannes Käsbach: Ich bin jetzt das dritte Jahr hier an der Jazzahead. Es ist schön, altbekannte Gesichter zu treffen, Musiker und Verbände. Das gibt mir ein Gefühl von zuhause. Was hast du neues, was ist alles passiert in dem Jahr, sind die Fragen. Man kann sich austauschen.
Dann ist es auch schön, dass ich hier mit Marita Goga, meiner Promoterin, bin und gleichzeitig auch mit Jazz Denmark. Mittlerweile wohne ich ja in Kopenhagen, als Deutscher ursprünglich aus Köln, jetzt in Kopenhagen sesshaft.
jazz-fun.de: Ich kannte dich vorher nicht, und es war ein bisschen schwierig, Infos über dich zu finden, die über deine Band Klanglys hinausgehen.
Johannes Käsbach: Ich bin ursprünglich aus Köln, habe in Hamburg studiert und bin dann nach Kopenhagen weitergezogen
jazz-fun.de: Also immer weiter in Richtung Norden?
Johannes Käsbach: Dann war ich allerdings drei Jahre in Paris, bin aber nach Kopenhagen zurückgekehrt. Wer weiss, was dann noch kommt. Meine Besonderheit ist, dass ich Jazz studiert habe, aber auch Akustik. Ich mache beides, deswegen habe ich verschiedene Wege eingeschlagen. In Hamburg habe ich sozusagen ein Grund-Ingenieurswesen studiert, habe dann am Konservatorium in Hamburg bei Bernhard Fichtner studiert, der war mein Gitarrenlehrer. Weiter ging es nach Kopenhagen, da habe ich meinen Master in Akustik gemacht und nebenher immer noch Jazzunterricht genommen. Dann habe ich einen Doktor in Psycho-Akustik gemacht.
jazz-fun.de: Was ist das?
Johannes Käsbach: Das geht es um die Wahrnehmung von Sound, sozusagen die physikalische Welt in die Wahrnehmungswelt zu übertragen. Wie man räumlich hört und so.
jazz-fun.de: Das ist ja spannend.
Johannes Käsbach: Schliesslich bin ich nach Frankreich gegangen und habe zwei Jahre am Centre des Musiques Didier Lockwood Jazzgitarre und Komposition studiert. Jetzt arbeite ich als Akustik-Ingenieur und Musiker.
jazz-fun.de: Das ist, glaube ich, eine ganz interessante Kombination, da kann man viel ausbalancieren!
Johannes Käsbach: Ja, auf jeden Fall, deswegen schreibe ich auch auf meiner Visitenkarte Sound-Architekt, das ist es, was ich auch zusammen mit Marita den Leuten anbieten möchte.
jazz-fun.de: Und was bedeutet Klanglys?
Johannes Käsbach: Das bedeutet Klanglicht, im Französischen ist es die Lilie, und das Konservatorium in Paris war in der Lilienstrasse. Der Name ist quasi das Programm der Band. Mittlerweile sind wir ein Sextett, wir haben als Quartett damals angefangen, das erste Album „In Hindsight“ mit dem Element Gitarre, Geige und Vocals. Da hatten wir schon zwei Gastmusiker, einen Pianisten und einen Trompeter, dabei. Die sind dann fest dazu gekommen. Das erste Album war 2021, das neue Album erscheint jetzt im Herbst. Die erste Single heisst „Sua Calma“ und ist schon als Single erschienen, das heisst „Your Calmness“, deine Ruhe. Das ist portugisiesisch.
jazz-fun.de: Jetzt komme ich mit den Ländern nicht mehr hinterher. Wir hatten Deutschland, Frankreich und Dänemark, wie kommt das portugiesische jetzt ins Spiel?
Johannes Käsbach: Ich bin mit einer Brasilianerin verheiratet, deswegen. Ich liebe Sprachen und Kulturen. Für Klanglys schreibe ich Texte auf englisch. Es werden aber auch noch Stücke erscheinen, die ich auf französisch oder portugiesisch geschrieben habe. Deutsche Texte gibt es auch, aber das ist noch nicht aufgenommen.
jazz-fun.de: Muttersprachen ist ein bisschen mein Thema: Im deutschen Jazz ist es eher untypisch, Texte in deutsch zu schreiben, das muss immer alles auf englisch sein. Im Baltikum oder in Island sieht man das anders, oder in Frankreich und den südeuropäischen Ländern.
Johannes Käsbach: Ich arbeite an einem Familienalbum, da habe ich für jeden aus der Familie ein Stück geschrieben, das ist dann mit deutschen Texten. Mit deutschem Jazz habe ich an der Jazzahead Max Mutzke gehört, das fand ich ganz gelungen.
Es gibt auch noch die Möglichkeit, dass Vokalisten dabei sind, es aber gar keine Texte gibt, die Stimme wird als Instrument verwendet. Da finde ich Michael Mayo richtig gut. Da gibt es Vocals ohne Text. Ich bin Gitarrist in der Band, singe aber auch, und wir haben noch eine Jazzvokalistin, die noch Geige spielt. Das ist in dem Stück rein instrumental mit der Stimme als Klangfarbe. Das passt ja wieder perfekt zu Klanglys und seiner Bedeutung.
Es gibt Trompete, Geige, die Gitarre dazwischen, manchmal harmonisiere ich die drei auch zusammen. Dazu kommt das Klavier. Das gibt einen sehr breiten Klang, in den ich alles integrieren möchte.
jazz-fun.de: Das ist ja spannend! Vor ewigen Zeiten, als es die Pat Metheny Group noch gab, hatten viele Freunde und ich gemutmasst, dass er die beiden Sänger in der Band hatte, weil diese im Klangspektrum oder dieses Frequenzen noch fehlten. Das hatte ich Pat dann tatsächlich in einem Interview gefragt. Er fand die Frage absurd und lustig. So was würde er nicht machen, dass er Musik nach sowas auscheckt
Johannes Käsbach: Die Pat Metheny Group Sachen habe ich natürlich auch gehört, das prägt einen als Gitarristen natürlich auch. Dann hört man diese Welt, die er da aufspannt. Das liebe ich. Wenn du davon erzählst, dann habe ich den Klang schon im Ohr! Ich weiss ganz genau, was du meinst und welche Stücke du meinst.
jazz-fun.de: Ich fand die Frage berechtigt, ich hätte mir vorstellen können, dass er grundsätzlich mit den Stücken zufrieden war, ihm aber spezielle Frequenzen noch fehlten. Aber nö, die Sänger waren aus musikalischen nicht aus klangspezifischen Gründen dabei. Wann wird dein Album konkret erscheinen?
Johannes Käsbach: Im Herbst, bis dahin werden auch noch mehrere Singles erscheinen. Wir versuchen, jeder Single eine andere Klangfarbe zu geben, aber auch eine andere Farbe im Visuellen. Das Ziel mit dem Album ist, den Zuhörer auf eine Reise mitzunehmen, verschiedene Blickwinkel zu zeigen. Meine Musik ist sehr dadurch inspiriert, dass ich wandern gehen liebe. In der Natur zu sein, wo ich auch immer Bilder mache. Manchmal kommen mir schon musikalische Ideen, wenn ich unterwegs bin, dann singe ich die vor mich hin und nehme sie mit dem Handy auf. So ergeben sich Bruchstücke, die vielleicht ein ganzes ergeben.
Ein Stück heisst „Sketch 2“, das ist wie ein Neuanfang. Wie in einer Berglandschaft. Ich finde, wenn man wandern geht, denkt man über Dinge nach und kommt in einen meditativen Zustand. Man denkt darüber nach, was wichtig für einen ist. Da kann es schon mal sein, dass alles auf das Essentielle runtergebrochen ist. Du gehst Schritt für Schritt, hast vielleicht ein Brötchen dabei, das wars. Das ist das Wesentliche, das Leben ist einfach. So kann man sehr einfach Zufriedenheit herstellen. Das kann anregen, zu überlegen, ob man etwas verändern möchte in seinem Leben, eine neue Skizze? Einen neuen Sketch. Wie kann ich es schaffen, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren?
Das ist ein bisschen der Hintergrund für dieses Stück. Singen ist da etwas Erdendes, wenn man den eigenen Körper als Instrument nutzt. Wenn ich zum Beispiel gearbeitet habe, komme ich nach Hause und bin müde, will aber eigentlich noch üben und fange an zu singen. Dann merkt man, dass man auf einmal wieder wacher wird, es lockert sich alles, es tut einem gut, es ist wie eine Massage für den Körper. In einem Chor zu stehen und von Klang umgeben zu sein, ist auch etwas sehr wohltuendes.
Klanglys besteht aus: Johannes Käsbach (D) – guitar, vocals, compositions, arrangements, production Wojciech Morelowski (PL) – trumpet Aleksandra Raczyńska (PL) – violin and vocals Alejandro Gispert (CU) – bass Jan Kadereit (DE) – drums and percussion Featuring musician:Sebastian Zawadzki (PL) – piano
Das Gespräch führte Angela Ballhorn Foto: Erik Brun
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Während der jazzahead! 2025 in Bremen trafen wir den Berliner Pianisten und Komponisten Matti Klein – einen der profiliertesten Vertreter des modernen Groove-Jazz in Deutschland. Bekannt durch seine Arbeit mit dem Mo’ Blow-Quartett sowie zahlreichen Kollaborationen (u.a. mit Nils Landgren, Ed Motta und Jakob Manz), hat Klein mit seinem eigenen Matti Klein Soul Trio eine unverwechselbare Klangsprache entwickelt – irgendwo zwischen Jazz-Funk, Soul, Vintage-Vibes und urbaner Eleganz.
Der in Dakar geborene Gitarrist Hervé Samb ist ein Brückenbauer zwischen Kontinenten und Klangwelten. Seit seiner Ankunft in Frankreich 1998 arbeitete er mit Größen wie Marcus Miller, Pharoah Sanders oder Somi zusammen und entwickelte sich zu einer prägenden Stimme des internationalen Jazz. Mit seinem neuen Album „Jolof“ widmet er sich den Traditionen seiner senegalesischen Herkunft und verbindet sie in seinem Stil des Jazz Sabar mit der Freiheit und Energie zeitgenössischer Improvisation. Im Gespräch erzählt Samb über seine Inspirationen, die Bedeutung von „Jolof“ und warum Musik für ihn immer auch eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln ist.
Der Saxophonist Óskar Guðjónsson ist oft auf deutschen Bühnen zu erleben, meist mit dem Quartett ADHD, das in Deutschland eine treue Fanbase hat. Zudem unterstützte der Saxophonist die isländische Superband Mezzoforte bei ihrem Neustart vor bald 20 Jahren. An der jazzahead! spielte er mit dem Pianisten Magnús Jóhann im Duo, die beiden haben das aktuelles Album „Fermented Friedship“.
Mit „ism“ veröffentlicht Jens Düppe sein mittlerweile viertes Album beim Label Enja – diesmal erweitert zum Quintett mit dem italienischen Saxophonisten Francesco Bearzatti. Im Interview spricht der Schlagzeuger über sein besonderes Konzept des „Rein- und Rauszoomens“, über Strukturen, Freiräume und die Bedeutung von Klangfarben. Ein Gespräch über Komposition, Formbewusstsein und die Kraft des Moments im modernen Jazz. Von Angela Ballhorn
Auf jazzahead! trafen wir Johannes Käsbach – Komponist, Gitarrist, Produzent und Sänger. Im Interview spricht er über sein Klanglys-Projekt, das nordische Klangästhetik, lyrische Melodien und moderne Jazz-Elemente miteinander verbindet. Käsbach gibt Einblicke in seine musikalische Vision, erzählt von der Entstehung seiner Kompositionen und von der Suche nach dem perfekten Gleichgewicht zwischen Emotion, Atmosphäre und klanglicher Offenheit. Ein Interview von Angela Ballhorn
Róberta Andersen ist eine isländische Gitarristin, die in den letzten 20 Jahren mit einer Vielzahl von Künstlern der heimischen Musikszene zusammengearbeitet hat. Dazu gehören Múm, Ólöf Arnalds, Sin Fang, Julianna Barwick und Pascal Pinon. Dann ist sie auch Mitglied der Band Hist Og, die unter isländischen Jazz-Enthusiasten für Aufsehen sorgte.
Nils Kugelmann zählt zu den spannendsten Stimmen der jungen deutschen Jazzszene. Auf der jazzahead! 2025 hatten wir die Gelegenheit, mit dem Bassisten und Komponisten über seine musikalische Vision, sein neues Album sowie seine Herangehensweise an Klang, Struktur und Emotion zu sprechen. Seine Musik ist tief, voller Energie und zugleich durchdacht und offen – ein Wechselspiel aus rhythmischer Spannung, lyrischer Tiefe und überraschender Leichtigkeit.
Während der jazzahead! 2025 sprachen wir mit der Flötistin Isabelle Bodenseh, die mit ihrer beeindruckenden Bühnenpräsenz und virtuosen Spieltechnik neue Maßstäbe für das Flötenspiel im Jazz setzt. Ob mit klassischer Querflöte, Alt- oder Bassflöte – Bodenseh bringt das oft unterschätzte Instrument in den Mittelpunkt des musikalischen Geschehens. In ihren Projekten verbindet sie kraftvollen Groove, komplexe Improvisation und südamerikanische Einflüsse mit einer unbändigen Spielfreude.
Im Interview sprechen Daniela Neumayer und Mario Steidl, die Leitung des renommierten Jazzfestivals Saalfelden, über Visionen, Herausforderungen und Highlights des kommenden Festivals. Zwischen alpiner Kulisse, innovativem Programm und internationaler Strahlkraft bleibt das Festival ein Ort der musikalischen Entdeckungen. Ein spannender Blick hinter die Kulissen eines der bedeutendsten Jazzereignisse Europas.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 trafen wir die junge Sängerin Lucía (Lucía Gutiérrez Rebolloso) aus Veracruz, Mexiko. Die 23-Jährige gilt als eine der spannendsten Stimmen der neuen Generation – eine Künstlerin, die mühelos zwischen Jazz, lateinamerikanischer Musik und Pop balanciert und dabei eine ganz eigene Klangsprache entwickelt. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, tiefem musikalischem Verständnis und einer starken Verbindung zu ihrer kulturellen Herkunft bringt Lucía frischen Wind in die internationale Jazzszene.
Der griechische Trompeter Andreas Polyzogopoulos zählt zu den spannendsten Stimmen des europäischen Jazz. Auf der jazzahead! 2025 trafen wir den Musiker zum Gespräch über sein künstlerisches Selbstverständnis, aktuelle Projekte und seine musikalischen Wurzeln zwischen Jazz, Rock und traditioneller griechischer Musik. Sein Klang ist lyrisch, durchdrungen von Weite und emotionaler Tiefe. Im Interview spricht er über Improvisation als Ausdruck innerer Bilder, über Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern und über das ständige Suchen nach musikalischer Wahrhaftigkeit.
Der Trompeter Maik Krahl konnte in Bremen sein neues Projekt vorstellen, ein akkordinstrumentloses Quartett mit Trompete, Saxophon, Bass und Schlagzeug. Das Album in der interessanten Besetzung heisst „The Magic of Consistency“ (Challenge Records). Nach einem gut besuchten Konzert im Bremer Schlachthof kam der Musiker am nächsten Morgen am jazz-fun-Stand vorbei: „Ich habe im Schlachthof gespielt, es war supervoll, das Publikum war toll, die Musik war toll. Es hat alles gut geklappt, die Energie war gut, ich bin auf den Mitschnitt gespannt.“ Ein Interview von Angela Ballhorn
Manon Mullener, 1997 im schweizerischen Fribourg geborene Jazzpianistin, ist eine Weltenbummlerin. Aus einer musikalischen Familie stammend, verbrachte sie als Kind Zeit in Kuba und war so fasziniert, dass sie als 17jährige zurückging, um Sprache und Musik zu lernen.
Was macht die jazzahead! so einzigartig? Und wie sieht die Zukunft der internationalen Jazzszene aus? Im Gespräch mit Götz Bühler, dem künstlerischen Leiter der jazzahead!, erfahren wir mehr über die Ideen, Herausforderungen und Visionen hinter Europas wichtigstem Branchentreffen für Jazz. Ein Interview über Leidenschaft, Programmgestaltung und die Kraft der Vernetzung.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 haben wir mit Hannes Möller (Projektleitung Deutscher Jazzpreis) und Johanna Schneider (Sängerin, Komponistin und Vorstandsmitglied der Deutschen Jazzunion) ein gemeinsames Interview geführt. Im Mittelpunkt stehen die Ziele, Entwicklungen und Herausforderungen rund um den Deutschen Jazzpreis. Das Gespräch beleuchtet die Rolle des Preises in der Szene, den Wunsch nach mehr Sichtbarkeit für Jazz in Deutschland und die Bedeutung eines transparenten, wertschätzenden Auswahlverfahrens. Ein aufschlussreicher Dialog über kulturpolitische Verantwortung, künstlerische Vielfalt und den Wandel in der deutschen Jazzlandschaft.
Bei der jazzahead! 2025 trafen wir die polnische Band Unleashed Cooperation – ein Ensemble, das sich der kreativen Freiheit, emotionaler Tiefe und einem sehr modernen Verständnis von Jazz verschrieben hat. Die Musik des Kollektivs bewegt sich zwischen Improvisation, Komposition, Groove und Atmosphäre – mit Einflüssen aus Jazz, Avantgarde, Ambient und zeitgenössischer Musik. Die Band bestehend aus einigen der spannendsten Musiker der jungen polnischen Szene, versteht sich Unleashed Cooperation als offenes Projekt, in dem die persönliche Ausdruckskraft jedes Mitglieds im Vordergrund steht.
Auf der jazzahead! 2025 trafen wir den Pianisten und Komponisten Evgenij Zelikman, dessen musikalische Sprache sich durch tiefe emotionale Nuancen, kompositorische Klarheit und feinsinnige Improvisation auszeichnet. Zelikman, in Russland geboren und heute in Deutschland aktiv, verbindet in seinem Spiel klassische Einflüsse mit zeitgenössischem Jazz, osteuropäischen Klangfarben und einer ganz persönlichen Erzählhaltung.
Kasiva Mutua gehört zu den aufregendsten Percussionistinnen Afrikas. Die aus Kenia stammende Musikerin verbindet traditionelle ostafrikanische Rhythmen mit Elementen aus Jazz, Funk und Spoken Word – mit klarer Haltung, tiefer Verwurzelung und internationaler Strahlkraft. Im Interview auf der jazzahead! 2025 spricht sie über den Stellenwert von Rhythmus in afrikanischen Kulturen, ihre Rolle als Frau in der Percussion-Welt und darüber, wie Musik für sie zu einem Werkzeug für Empowerment und kulturellen Dialog wird.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 haben wir den Schlagzeuger und Komponisten Diego Piñera zum Video-Interview getroffen. Im Gespräch erzählt er offen von seinem musikalischen Werdegang zwischen Uruguay und Deutschland, seiner künstlerischen Entwicklung und den Herausforderungen, die ein kreatives Musikerleben mit sich bringt. Dabei spricht er über seinen Umgang mit Risiko, seine persönliche Klangsprache und was es für ihn bedeutet, als improvisierender Musiker authentisch zu bleiben. Ein intensives, ehrliches Porträt eines Künstlers, der seinen ganz eigenen Weg geht.
Mit Schubert NOW! führen die Harfenistin Anastasia Razvalyaeva, die Sängerin Veronika Harcsa und der Komponist und Elektronikkünstler Bálint Bolcsó das musikalische Erbe Franz Schuberts in eine neue Klangdimension. Ihr neues Album auf dem Label BMC ist nicht nur eine Hommage an den großen Romantiker, sondern auch ein künstlerisches Statement für die Gegenwart: Improvisation, experimentelle Klangfarben und genreübergreifende Gesangstechniken verbinden sich zu einer faszinierenden Neuinterpretation klassischer Lieder. Im Interview sprechen die drei Künstler:innen über kreative Prozesse, musikalische Grenzgänge und die Suche nach zeitgenössischer Ausdruckskraft.
Der Schlagzeuger und Komponist Srdjan Ivanovic (1983) vermischt Modern Jazz mit dem musikalischen Erbe des Balkans. Das lässt er in seine verschiedensten Projekte einfliessen. Vom Trio bis zur kompletten Bigband hat der Serbe alle Besetzungen anzubieten. Aktuell zur jazzahead! brachte er sein aktuelles Album „Modular“ (Rue Des Balkans) mit. Von Angela Ballhorn
Svante Söderqvist ist Kontrabassist und Cellist, der aus dem Schatten seines Sideman-Daseins nach vorne tritt und mit THE ROCKET sein eigenes Bandprojekt vorstellt. Das besticht durch einprägsame, schlichte Melodien, die sein Trio zusammen mit Tuulikki Bartosik am Akkordeon wunderbar transparent vorträgt. Der Einsatz seiner eigenen Stimme, mit der der schwedische Musiker seine Bass- oder Cellostimmen mitsingt, gibt der Band einen ganz eigenen Sound.
Sunna Gunnlaugs ist eine Jazzpianistin aus Island und ein umtriebiger Eckpfeiler der Szene dort, aber auch in ganz Europa und den USA unterwegs. Ihr neuestes Projekt „Ástin, Bjartsýnin Og Andskotans Blaðrið Í Fólkinu“ (sunny sky / galileo) hat – trotz Vertonung isländischer Gedichte von Jón úr Vör – mittlerweile Nachfragen aus anderen Ländern erfahren.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 sprachen wir mit Christina Fuchs und Caroline Thon, den beiden Gründerinnen und musikalischen Leiterinnen des Fuchsthone Orchestra. Seit 2019 steht das groß besetzte Ensemble für einen innovativen, genreübergreifenden Sound im Bereich des zeitgenössischen Jazz. Im Interview geben Fuchs und Thon Einblicke in ihre kompositorische Arbeit, die Herausforderungen und Chancen eines solchen Großprojekts – und sprechen über die Notwendigkeit, neue Strukturen im Jazz mutig zu gestalten. Ein Gespräch über Klangvisionen, Gleichberechtigung und die Kraft kollektiver Kreativität.
Sie war erste Flötistin im renommierten Metropole Orkest, leitete Jazzabteilungen an Hochschulen und bringt heute ihre Erfahrung als künstlerische Projektmanagerin in die Talentförderung beim Metropole Orkest ein.
Auf der jazzahead! 2025 in Bremen haben wir die Gitarristin Mareille Merck zum Interview getroffen. Sie spricht mit uns über ihren Zugang zum Klang, das Zusammenspiel mit ihrer Band „Larus“, neue musikalische Einflüsse und ihren Weg als improvisierende Musikerin zwischen Tradition und Aufbruch. Ein persönliches Gespräch über kreative Prozesse, das Leben auf Tour und die Zukunft des Jazz aus der Sicht einer der spannendsten Stimmen der jungen europäischen Szene.
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Kommentar von Benedikt |
Danke für dieses Interview. Ich finde, da steckt viel Schönheit und Wahrhaftigkeit in dem Gesagten. Ich freue mich für Johannes, dass er einen Weg gefunden zu haben scheint, der es ihm ermöglicht, in tiefe Verbindung mit sich selbst und der Welt zu treten und die Welt auf musikalische Weise daran teilhaben zu lassen. Stark!!!
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Kommentar von Benedikt |
Danke für dieses Interview. Ich finde, da steckt viel Schönheit und Wahrhaftigkeit in dem Gesagten. Ich freue mich für Johannes, dass er einen Weg gefunden zu haben scheint, der es ihm ermöglicht, in tiefe Verbindung mit sich selbst und der Welt zu treten und die Welt auf musikalische Weise daran teilhaben zu lassen. Stark!!!