Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
James Brandon Lewis Quartet beim Enjoy Jazz Festival am 24. Oktober 2025 im Karlstorbahnhof Heidelberg – ein Konzert voller Energie und Intensität.
Spiritual Jazz, der das Publikum begeisterte. Ein Review von Sarah Seidel
Am 10. Oktober 2025 feierte am Tiroler Landestheater Innsbruck der neue Tanzabend „Verlockung“ mit Choreografien von Douglas Lee und Francesca Frassinelli Premiere – zwei Uraufführungen, die Publikum und Presse gleichermaßen begeisterten. Unser Münchner Korrespondent Robert Fischer war bei der Generalprobe am Vortag als Fotograf dabei und teilt uns hier auch einige seiner Eindrücke mit. Ein Bericht von Robert Fischer
Mit Anthony Jackson (1952-2025) ist einer der stilprägendsten E-Bassisten der letzten Jahrzehnte gestorben. Sofort in Sound und Spielweise erkennbar, tief verwurzelt im Groove, locked in mit den Drums und trotzdem frei im Spiel verzierte er Aufnahmen von Madonna bis Donald Fagen, von Michel Petrucciani bis Hiromi. Ein Nachruf von Angela Ballhorn
Definiere: Musikalität? – Ganz einfach, und dafür braucht es gar nicht viele Worte. Am besten besucht man ein Konzert von Camille Bertault, wie es gerade am 16. Oktober 2025 im Alten Kino in Ebersberg zu erleben war. Wer nach dem energiegeladen-sympatischen, rundum gelungenen Festivalauftritt der 1986 in Paris geborenen Sängerin noch immer nicht weiß, was er sich unter diesem Wort vorzustellen hat, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Ein Bericht von Robert Fischer
Drei Tage, ein Ort und eine Idee, die aus der Musikgeschichte Wuppertals nicht mehr wegzudenken ist: Das Festival INSEL BROEtz 2025 brachte vom 10. bis 12. Oktober in spontan gebildeten Formationen Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa zusammen – im Zeichen des freien Spiels, der Neugier und des Muts zum Risiko.
Klaus Doldinger ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Saxophonist, Komponist und Bandleader prägte mit „Passport“, „Das Boot“ und der „Tatort“-Melodie über sechs Jahrzehnte den deutschen Jazz und die Filmmusik. Ein Nachruf von jazz-fun.de.
Die sechste Ausgabe des in zweijährigem Turnus in Grafing und Ebersberg stattfindenden Festivals EBE-JAZZ ist inzwischen, wie der Festivalleiter Frank Haschler es kürzlich in einem Interview mit dem Merkur ausdrückte, etwas „ganz Seriöses geworden“ – dabei habe man doch anfangs „nur ein wenig Spaß haben wollen“. Ein Bericht von Robert Fischer
Ein Lieblingsteil der aktuellen CD „Stimmen“ der Schlagzeugerin Eva Klesse und ihrer Band war der gesungene Teil: „Unsere Chöre! Das haben wir noch nie gemacht und es hat uns total Spaß gemacht, obwohl es manchmal schief und krumm klang!“ Zum Auftritt des fantastischen Quartetts mit Evgeny Ring am Saxophon, Philip Frischkorn am Klavier und Marc Muellbauer am Bass plus den SängerInnen Michael Schiefel und Zuza Jasinska suchte die Schlagzeugerin in den Messehallen nach Besuchern, die zu ihrem Showcase kommen und beim Flashmob Choir mitmachen wollten. Ein Interview von Angela Ballhorn
Der Trompeter Maik Krahl konnte in Bremen sein neues Projekt vorstellen, ein akkordinstrumentloses Quartett mit Trompete, Saxophon, Bass und Schlagzeug. Das Album in der interessanten Besetzung heisst „The Magic of Consistency“ (Challenge Records). Nach einem gut besuchten Konzert im Bremer Schlachthof kam der Musiker am nächsten Morgen am jazz-fun-Stand vorbei: „Ich habe im Schlachthof gespielt, es war supervoll, das Publikum war toll, die Musik war toll. Es hat alles gut geklappt, die Energie war gut, ich bin auf den Mitschnitt gespannt.“ Ein Interview von Angela Ballhorn
Orange ist die Farbe der Niederlande, die Farbe des Königshauses und zu Zeiten von Fussballturnieren auch die vorherrschende Farbe in Kneipen und auf den Strassen. Orange kann auch eine Lebenseinstellung oder ein Gefühl sein. Die Orange Jazz Days Anfang Oktober in Utrecht gaben einen wunderbaren Einblick in die farbige niederländische Jazzszene.. Ein Bericht von Angela Ballhorn
Die Berliner Jazzsängerin Anna Margolina startet eine Startnext-Kampagne für ihr neues Album Song of a Girl. Das Projekt ist mehr als nur die Fortsetzung ihres Debüts One Endless Night – es ist eine poetische Spurensuche, eine Hommage an eine vergessene Stimme und zugleich ein selbstbewusstes künstlerisches Statement.
Gefunden haben sich die beiden in München: Dorthin verschlug es die Mongolin Shuteen Erdenebaatar im Alter von 20 Jahren. Bis dahin hatte sie in ihrer Heimat klassisches Klavier und Komposition studiert. Durch ein Projekt des Goethe-Instituts entdeckte sie für sich den Jazz und entschied sich für den Wechsel nach Deutschland. An der Musikhochschule in München lernte sie den Kontrabassisten und Klarinettisten Nils Kugelmann kennen. Hier geht es zum Video dieses besonderen Livekonzerts (mit Interview).
Den Kölner Jazzmusiker Clemens Orth nur auf Pianist und vielleicht noch Hammondorgelspieler zu reduzieren, greift zu kurz. Der Musiker ist mit eigenen Projekten, aber auch als Sideman beschäftigt, hat den Salon de Jazz in Köln, in dem er regelmässig Konzerte und Sessions veranstaltet. Die Räumlichkeiten fungieren auch als Studio, eine Handvoll Produktionen erscheinen pro Jahr. Die wiederum teilweise auf seinem eigenen Label erscheinen. Ein vielbeschäftigter Musiker in vielen Funktionen! Von Angela Ballhorn
Mit „ism“ veröffentlicht Jens Düppe sein mittlerweile viertes Album beim Label Enja – diesmal erweitert zum Quintett mit dem italienischen Saxophonisten Francesco Bearzatti. Im Interview spricht der Schlagzeuger über sein besonderes Konzept des „Rein- und Rauszoomens“, über Strukturen, Freiräume und die Bedeutung von Klangfarben. Ein Gespräch über Komposition, Formbewusstsein und die Kraft des Moments im modernen Jazz. Von Angela Ballhorn
Mit einem fulminanten Konzert des französisch-libanesischen Trompeters Ibrahim Maalouf wurde am 2. Oktober 2025 das 27. Enjoy Jazz Festival eröffnet. Vor 1.300 Zuhörer:innen im restlos ausverkauften BASF-Feierabendhaus Ludwigshafen verwandelte Maalouf gemeinsam mit seinem elfköpfigen Ensemble die Bühne in ein pulsierendes Klanglabor zwischen Jazz, Rock, arabischer Musik und orchestraler Kraft.
Sich in den Musikarchiven der Shetland-Inseln tummeln auf der Suche nach verschollenen Melodien - auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Für Norman Willmore ist diese Suche gar nicht einmal so ungewöhnlich, stammt der Altsaxofonist doch von der zu Schottland gehörenden Inselgruppe, ist dort aufgewachsen und zieht bald wieder dorthin zurück. Ein Bericht von Christoph Giese
Die Insel aus Feuer und Eis zeigt sich in der letzten Augustwoche ausserordentlich freundlich, schönes Wetter und für Island erstaunlich sommerliche Temperaturen liessen das Konzerthaus Harpa mit seiner von Olafur Eliasson entworfenen Glasfassade in der Sonne glitzern, das Meer in der Bucht leuchtete blau mit dem Himmel um die Wette. Im kleineren Saal der Harpa, Hauptveranstaltungsort des Festivals, strahlte die Musik ebenfalls. Ein Bericht von Angela Ballhorn
Die Musik des Snyder x Dudar Quartet knüpft an die großen Traditionen des Jazz an, ohne sie einfach zu kopieren. Vielmehr zeigt sie eine eigenständige, moderne Perspektive, die in Richtung Third Stream deutet und sich durch eine feine Balance zwischen Komposition und Improvisation auszeichnet.
Der Schlagzeuger und Komponist Srdjan Ivanovic (1983) vermischt Modern Jazz mit dem musikalischen Erbe des Balkans. Das lässt er in seine verschiedensten Projekte einfliessen. Vom Trio bis zur kompletten Bigband hat der Serbe alle Besetzungen anzubieten. Aktuell zur jazzahead! brachte er sein aktuelles Album „Modular“ (Rue Des Balkans) mit. Von Angela Ballhorn
Vier Tage, zehn Spielorte, 14 Konzerte: Das New Colours Festival in Gelsenkirchen zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Jazz klingen kann – von intimen Duo-Momenten bis zu energiegeladenen Grooves, eingebettet in spektakuläre Orte des Ruhrgebiets. Ein Bericht von Angela Ballhorn und Elmar Petzold
Heute sprechen wir darüber, wie die Welt zu einem besseren Ort wird, wenn Du Musik machst! Denn sie ist ein kommunikatives Element, bringt die Menschen zusammen - ist aber auch nervenberuhigend beim Hören (oder Spielen), fördert die Entwicklung der Intelligenz...
„Ballade“ ist die zweite Single und gleichzeitig das letzte Stück auf der Debüt-CD von Eleanna Pitsikaki. Als intimes Duo aus Qanun und Klavier versinnbildlicht „Ballade“ einerseits die Begegnung des uralten Qanuns, des Wegbereiters des Klaviers, mit dem Flügel. Andererseits vermittelt das Stück Raum bewegende und emotional tief besinnliche Momente.
Lennart Meyer & PEACE: Worldmusic-Jazz aus Hamburg live bei NDR Kultur EXTRA Lennart Meyers erstes Instrument war die Gitarre. Weil er beim Spielen ständig mitsang, legte der Lehrer seinen Eltern nahe, auch dieses Talent zu fördern. Später kamen noch E- Bass und Kontrabass dazu. Eine ausgezeichnete Grundlage für den jungen Jazzmusiker aus Lüneburg, der ständig auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten ist. Hier geht es zum Video dieses besonderen Livekonzerts (mit Interview).
Der 3. September 2025 wird in Köln in die Geschichte eingehen – sowohl in die der Stadt als auch in die des Doms. Diese großartige gotische Kathedrale, deren Bau 1248 begann und die 1880 nach mehr als 600 Jahren vollendet wurde, zählt zu den berühmtesten Wahrzeichen Europas. Noch nie zuvor hat hier ein Jazzmusiker ein offizielles, improvisiertes Konzert gespielt. Bis zu diesem Abend.
Vor zwei Jahren hat der deutsch-irische Gitarrist und Sänger nach langer Pause endlich wieder ein Album vorgelegt. Der Nachfolger ließ nicht lange auf sich warten: Am 12. September erschien „Soul Deep“, sein achtes Studioalbum. Und wieder tritt Torsten Goods mit einer erstklassigen Band an. Hier geht es zum Video dieses besonderen Livekonzerts (mit Interview).
Es gibt Musik, die immer aufs Neue fasziniert – und die des Guttenberger Gypsy Projekts gehört zweifellos dazu. Jan Jankeje und seine musikalischen Weggefährten bleiben ihren Idealen treu, ohne Kompromisse, ohne Abkürzungen. Ihre Art des Musizierens begeistert durch Authentizität, Leidenschaft und eine Intensität, die tief berührt.
Warum sollte man mal nach Chur fahren? Nun, die beiden weltberühmten Kurorte Davos und St. Moritz sind nicht weit entfernt, bekannte Skigebiete wie Arosa Lenzerheide auch nicht. Und nach Italien dauert es ebenfalls nicht mehr so lange. Und das Alpenpanorama – einfach bezaubernd. Ein paar Tage in der ältesten Stadt der Schweiz zu verbringen, das ist einfach sehr schön. Wenn man dann noch ein Event wie das JazzChurFestival dabei entdecken kann, macht das die Reise nach Chur perfekt. . Ein Bericht von Christoph Giese
Eine europäische Supergroup, die mit Eleganz, Energie und Kollektivgeist überrascht. Im Gespräch während der jazzahead! erzählen Airelle Besson, Sebastian Sternal und Jonas Burgwinkel von ihrer besonderen Chemie und dem Album „Surprise!“. Von Sarah Seidel
Von Dave Holland bis Catherine Russell, von intimen Klavierkonzerten bis zur Bohuslän Bigband: Das Ystad Sweden Jazz Festival 2025 zeigte die ganze Bandbreite des Jazz – und verwandelte die Stadt in eine sommerliche Bühne voller Farben und Musik. Ein Bericht von Angela Ballhorn
Im Jazz-Fun-Festival-Podcast: Rainer Kern, künstlerischer Leiter von Enjoy Jazz, dem Festival für Jazz & Anderes. 2025 findet das Festival vom 2. Oktober bis zum 8. November statt. Anfang August 2025 hat Sarah Seidel mit Rainer Kern im Online Call gesprochen, knapp zwei Monate vor dem Start des Festivals. Die diesjährige Ausgabe beginnt mit einem Konzert des französisch-libanesischen Trompeters Ibrahim Maalouf in Ludwigshafen. Von Sarah Seidel
Ob legendäre Größen ihres Fachs wie Julian Lage und Wolfgang Muthspiel, um nur diese beiden zu nennen, oder junge Gipfelstürmer wie Teis Semey, Rob Luft, Ant Law & Co.: Dass der 1994 in Dinkelsbühl geborene Gitarrist und Komponist Philipp Schiepek unbedingt in diese Liga gehört, zeigte sich bei seinem gestrigen Auftritt im Münchner Jazzclub Unterfahrt. Ein Bericht von Robert Fischer
Der in Deutschland lebende italienische Gitarrist und Komponist Enrico Olivanti bewegt sich mühelos zwischen Solo-Gitarre, Jazz-Quartett und Kompositionen für große sinfonische Besetzungen. Seine Musik ist geprägt von einem tiefen Gespür für Klang, Stille und Emotion – ebenso wie von Einflüssen altchinesischer Philosophie und den Erfahrungen eines Lebens im Ausland. Im Gespräch mit Angela Ballhorn spricht Olivanti über seine künstlerische Bandbreite, seine Inspirationsquellen und die Suche nach neuen Ausdrucksformen jenseits stilistischer Grenzen. Von Angela Ballhorn