Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Die Sängerin verbindet lateinamerikanische Rhythmen mit Songwriting und betörender Stimme zu einem Album voller Energie und Poesie. Mitreißende, fröhliche und vor allem optimistische Musik! „al andar“ überzeugt nicht nur durch seine Schönheit, sondern auch durch spannende musikalische Ideen. Die warme, klare Stimme von Holly Holden, ihre Ausdruckskraft und ihre Art, Emotionen zu gestalten, faszinieren schon in den ersten Takten dieses Albums.
Am 29.08.2025 ist die Single „FARAGGI” der „Qanunkönigin” Eleanna Pitsikaki erschienen. Mit „Faraggi” eröffnet die transkulturelle Jazzmusikerin Eleanna Pitsikaki, die als „Qanunkönigin” gefeiert wird, eine Reihe von Singles zu ihrem Album, das am 31. Oktober bei Timezone Records erscheinen wird.
Der Saxophonist Óskar Guðjónsson ist oft auf deutschen Bühnen zu erleben, meist mit dem Quartett ADHD, das in Deutschland eine treue Fanbase hat. Zudem unterstützte der Saxophonist die isländische Superband Mezzoforte bei ihrem Neustart vor bald 20 Jahren. An der jazzahead! spielte er mit dem Pianisten Magnús Jóhann im Duo, die beiden haben das aktuelles Album „Fermented Friedship“.
Diese Perspektive aus der Lerntheorie ist ein guter Maßstab, um sich bewusst zu machen, wie gut man ein Thema beherrscht. Außer, dass wir wie immer zusammen viel Spaß haben und ein bisschen “aus dem Nähkästchen” plaudern, besprechen wir in der achten Folge unseres Podcasts.
Róberta Andersen ist eine isländische Gitarristin, die in den letzten 20 Jahren mit einer Vielzahl von Künstlern der heimischen Musikszene zusammengearbeitet hat. Dazu gehören Múm, Ólöf Arnalds, Sin Fang, Julianna Barwick und Pascal Pinon. Dann ist sie auch Mitglied der Band Hist Og, die unter isländischen Jazz-Enthusiasten für Aufsehen sorgte.
Sunna Gunnlaugs ist eine Jazzpianistin aus Island und ein umtriebiger Eckpfeiler der Szene dort, aber auch in ganz Europa und den USA unterwegs. Ihr neuestes Projekt „Ástin, Bjartsýnin Og Andskotans Blaðrið Í Fólkinu“ (sunny sky / galileo) hat – trotz Vertonung isländischer Gedichte von Jón úr Vör – mittlerweile Nachfragen aus anderen Ländern erfahren.
Shuteen Erdenebaatar ist eine der spannendsten Stimmen der jungen europäischen Jazzszene. In Ulaanbaatar geboren, in München ausgebildet und längst auf internationalen Bühnen zuhause, verbindet sie in ihrer Musik mongolische Einflüsse, klassische Ausbildung und zeitgenössischen Jazz zu einer ganz eigenen Sprache. Ihre Kompositionen sind tiefgründig, lyrisch und gleichzeitig voller Energie und Überraschungen. Im Gespräch mit jazz-fun.de erzählt Shuteen über ihre künstlerischen Wurzeln, die Bedeutung von kultureller Identität im Jazz und über die Balance zwischen Tradition und Innovation.
Bobby Rausch zählt zu den spannendsten Formationen der Berliner Szene. Mit einem Instrumentarium, das zunächst ungewöhnlich wirken mag – Baritonsaxophon, Bassklarinette und Schlagzeug – schaffen sie einen Sound, der kompromisslos, energetisch und tanzbar ist. Ihre Musik bewegt sich mühelos zwischen Hip-Hop, Jazz, Elektro und improvisierten Klangwelten. Wir haben uns mit Lutz Streun (Bassklarinette) und Nico Stallmann (Drums) unterhalten, um mehr über ihre künstlerische Vision, ihre Live-Power und die kreative Freiheit von Bobby Rausch zu erfahren. Ein Interview von Angela Ballhorn
Auf dem diesjährigen Festival JazzBaltica hatten wir die Gelegenheit, mit Michael Wollny, einem der kreativsten und einflussreichsten Pianisten des zeitgenössischen Jazz, zu sprechen. Im Interview gibt er spannende Einblicke in seine Herangehensweise an das Spiel und die Improvisation im Zusammenspiel mit seinen Trio-Partnern. Er erzählt, wie musikalische Ideen im Moment entstehen und sich im Dialog zwischen den Musikern weiterentwickeln – eine faszinierende Reise durch die Kunst des gemeinsamen Musizierens.
Karl Ratzer begeistert mit seinem Trio nicht nur durch brillante Technik und subtile solistische Einlagen. Auf diesem Album begegnen wir einer Qualität, die nur den ganz Großen vorbehalten ist – Meistern ihres Instruments, charismatischen Persönlichkeiten und Künstlern mit unverwechselbarer Handschrift. Es ist diese Aura, die sich nicht imitieren lässt. Zwar sind Virtuosität und Erfahrung unüberhörbar präsent, doch im Mittelpunkt steht etwas noch Wichtigeres: die Fähigkeit, eine musikalische Geschichte zu erzählen, uns durch Klangwelten zu führen und mit Melodien immer wieder aufs Neue zu berühren.
Ja, Schwaz ist klein. Knapp 15.000 Einwohner. Aber der 30km östlich von Innsbruck gelegene und vom Karwendelgebirge eingerahmte Ort hat eine lange Geschichte und zählte zur Blüte des Bergbaus im 16. Jahrhundert zu einer der größten Bergbaumetropolen der Zeit, war nach Wien die zweitgrößte Ortschaft im Habsburgerreich. Ein Bericht von Christoph Giese.
Auf jazzahead! trafen wir Johannes Käsbach – Komponist, Gitarrist, Produzent und Sänger. Im Interview spricht er über sein Klanglys-Projekt, das nordische Klangästhetik, lyrische Melodien und moderne Jazz-Elemente miteinander verbindet. Käsbach gibt Einblicke in seine musikalische Vision, erzählt von der Entstehung seiner Kompositionen und von der Suche nach dem perfekten Gleichgewicht zwischen Emotion, Atmosphäre und klanglicher Offenheit. Ein Interview von Angela Ballhorn
„Ein wärmender, inspirierender Kosmos, eine Insel der Kultiviertheit“, schreibt das Jazzportal nrwjazz.net über das New Colours festival und bringt damit die besondere Atmosphäre dieses Events auf den Punkt. 2025 präsentiert sich das Festival als vielschichtiges Gesamtkunstwerk. Verschiedene Spielarten des Jazz verbinden sich mit besonderen Locations. Mehrere international bekannte Headliner sowie neue Stimmen der Szene sorgen für musikalische Highlights.
Beim diesjährigen Festival JazzBaltica trafen wir die katalanische Posaunistin, Sängerin und Komponistin Rita Payés. In unserem Gespräch erzählt sie von ihrem musikalischen Werdegang, ihren prägenden Einflüssen und den besonderen Momenten, die ihre Karriere geformt haben. Außerdem spricht sie über aktuelle Projekte und gibt Einblicke in ihre künstlerische Vision, die von lyrischem Jazz bis zu mediterranen Klangfarben reicht.
Mit „Lights On A Satellite“ landet das Sun Ra Arkestra aus der freien Spielhaltung heraus mit vollem Groove mitten im Herzen des Swing. Die Einspielung würdigt das Lebenswerk von Marshall Allen, der am 25. Mai 2024 seinen 100. Geburtstag gefeiert hat. Das am 16. Juni 2024 in Studio A der New Yorker Power Station aufgezeichnete Album zelebriert die Meisterschaft des Ausnahmemusikers als Multiinstrumentalist, Arrangeur, Bandleader, Lehrer und Bewahrer von Sun Ras Erbe.
Hier geschieht auf allen Ebenen sehr viel. Anna Sophia Defant präsentiert mit ihrem Ensemble eine dichte, kompakte und zugleich vielschichtige musikalische Erzählung. Einen Bass sucht man hier vergeblich – Gitarre und Klavier schaffen in ihrer besonderen harmonischen Wechselwirkung überraschende Klangräume, in denen das Saxophon glänzt und das Schlagzeug nicht nur für den rhythmischen Unterbau sorgt, sondern sich aktiv in die klanglichen Geschichten und Dialoge des gesamten Ensembles einbringt.
Dieses Album fühlt sich an wie eine Rückkehr in die Vergangenheit – eine Vergangenheit, die jedoch noch immer in uns weiterlebt. Es ist wie die Erinnerung an einen lauten, energiegeladenen Musikabend, dessen Echo am nächsten Tag leise in unserer Vorstellung nachklingt, Sehnsucht nach Vergangenem weckt und uns zugleich die Gewissheit gibt, etwas Großartiges erlebt zu haben.
Vom 31. August bis 5. September 2025 feiert die Cologne Jazzweek ihre fünfte Ausgabe. Über 10.000 Besucher:innen erwartet ein innovatives Programm mit großen Ensembles, urbanen Spielorten und führenden Stimmen des europäischen Jazz. Unter dem Motto Stadt.Klang.Orte wird Köln zur Bühne für klangliche Experimente und kollektive Improvisation von Künstler:innen wie Marta Warelis, Kit Downes, Fabian Dudek und Gard Nilssen’s Supersonic Orchestra.
Die 31. Ausgabe des Kristupo Festivalis (Christopher Summer Festival) bietet in jedem Sommer über zwei Monate lang ein buntes, genreübergreifendes Programm, das fast jeden Geschmack ansprechen dürfte. Angefangen von kostenlosen Konzerten im Park über den ebenfalls kostenlosen Konzertzyklus Sacred Music Hours in der St. Casimir´s Kirche, wo die Kirchenorgel zwar im Mittelpunkt steht, aber oft mit Solisten oder Chören erweitert wird. Ein Bericht von Christoph Giese.
„SKETCH 2“, ein Neustart: Klanglys setzt mit dem Singlerelease am 8. August 2025 einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum neuen Album. Nach der Single „SUA CALMA“, die KLANGLYS zur Jazzahead veröffentlichte, hält die Band mit einer weiteren Single unter dem Titel „SKETCH 2“ Kurs auf ihr neues Album, welches im Herbst als Vinyl erscheinen wird.
Der Schweizer Gitarrist und Klangvisionär Christy Doran spricht im Interview mit jazz-fun.de über sein kürzlich veröffentlichtes Album Same But Different, das auf Aufnahmen aus dem Jahr 1995 basiert – mit einer außergewöhnlichen Besetzung rund um Herb Robertson, Fredy Studer, Urs Leimgruber und andere. Ein Interview von Jacek Brun
„Sorrow“ ist ein stilistisch geschlossenes Werk, das fest im Jazz verwurzelt ist. Dank der musikalischen Erudition aller Beteiligten erleben wir hier eine Fülle großartiger Soli und ausgedehnter musikalischer Erzählungen. Vor allem aber spürt man in jeder Note, dass diese Musik aus innerem Bedürfnis heraus entstanden ist – voller Energie, Leidenschaft und unverfälschtem Ausdruck.
Colin Steele ist ein Musiker, der seinen eigenen Weg geht und stets auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten ist. Seine Musik wirkt kontemplativ und aufmerksam, konzentriert auf Details und gleichzeitig frei von Pathos. Er hat einen unverkennbaren Personalstil entwickelt, in dem sich traditioneller Klang und zeitgenössische Elemente zu einer stimmigen Einheit verbinden.
Die Welt swingender Impressionen existiert neben jener der expressiven Ausdruckskraft – und Chris Hopkins bewegt sich meisterhaft in ersterer. Er gehört zu den Musikern, die Farbe, Klang und – entscheidend – das Ausschwingen jedes Tons in den Mittelpunkt stellen. In all seinen Projekten hinterlässt er einen unverkennbaren klanglichen Fingerabdruck. Sein Stil ist unverwechselbar – und allein diese Wiedererkennbarkeit ist in der heutigen Musiklandschaft ein hohes Gut.
Der griechische Trompeter Andreas Polyzogopoulos zählt zu den spannendsten Stimmen des europäischen Jazz. Auf der jazzahead! 2025 trafen wir den Musiker zum Gespräch über sein künstlerisches Selbstverständnis, aktuelle Projekte und seine musikalischen Wurzeln zwischen Jazz, Rock und traditioneller griechischer Musik. Sein Klang ist lyrisch, durchdrungen von Weite und emotionaler Tiefe. Im Interview spricht er über Improvisation als Ausdruck innerer Bilder, über Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern und über das ständige Suchen nach musikalischer Wahrhaftigkeit.
Dieses Album darf keinesfalls nur als historisches Dokument verstanden werden. Die Musik klingt nicht nur modern und frisch – sie ist zugleich ein beeindruckendes Zeugnis der künstlerischen Reife eines außergewöhnlichen Musikers und Komponisten, eingefangen vor über drei Jahrzehnten. Christy Doran begeistert seit vielen Jahren mit originellen Ideen, einem unverwechselbaren Zugang zu Komposition und Improvisation sowie mit dem Mut, immer wieder neue musikalische Herausforderungen anzunehmen. Jedes seiner Werke bringt frische Impulse und neue Werte hervor – und „Same But Different“ bildet da keine Ausnahme, auch wenn es bereits vor mehr als 30 Jahren aufgenommen wurde.
Die Musik von Lunar X bewegt sich an der spannenden Schnittstelle zwischen Jazz und Rock. Eine der größten Stärken dieses Ensembles ist die kompositorische Geschlossenheit: Die Stücke sind kompakt ohne unnötige Längen und frei von selbstzweckhaften, überbordenden Virtuosenexzessen. Trotz ihrer frei wirkenden, offenen Form halten die Musiker die expressive Kraft im Zaum und erzielen damit eine weitaus packendere und suggestivere Wirkung.
Beim diesjährigen Festival JazzBaltica hatten wir die Gelegenheit, den vielfach ausgezeichneten Pianisten, Komponisten und Arrangeur John Beasley zu treffen. In unserem Gespräch erzählt er von seinem künstlerischen Werdegang, seinen prägenden musikalischen Erfahrungen und von der besonderen Zusammenarbeit mit der Latvian Radio Big Band. Beasley gibt spannende Einblicke in seine Arbeitsweise, seine Inspirationen und in die Magie des gemeinsamen Musizierens über Länder- und Stilgrenzen hinweg.
Daniel Erdmann ist ein umtriebiger Saxophonist mit den unterschiedlichsten Projekten. Seine neueste Formation ist klanglich neu ausgerichtet, für die sein langjähriger musikalischer Partner Jim Hart vom Vibraphon zum Drumset wechselt. Neu dabei ist der Hammondorgelspieler Antonin Rayon. Der deutsch-französische Saxophonist wollte die klangliche Herausforderung der Jazzgeschichte erforschen, aber auch nach Unbekanntem suchen. Ein Interview von Angela Ballhorn
In München steht (nicht nur) ein Hofbräuhaus. Vom weltbekannten Biertempel ist es ein Katzensprung zum Marienplatz, dem Herz der Stadt, und von da sind es nur noch ein paar Schritte zum international renommierten Luxushotel Bayerischer Hof, das alljährlich im Juli Schauplatz des Festivals „Jazzsommer“ ist. Leitmotiv der von Oliver Hochkeppel gewohnt souverän kuratierten und moderierten Ausgabe 2025 waren „Voices“ – schließlich hatten die deutschen Landesmusikräte gerade eben die menschliche Stimme zum „Instrument des Jahres“ gewählt. Ein Bericht von Robert Fischer.
Kann man noch leiser und behutsamer Klavier spielen und dabei doch ganz große, vielschichtige und spannende Geschichten erzählen als Gonzalo Rubalcaba das an diesem Abend im Teatro Pérez Galdós im Herzen der historischen Altstadt von Las Palmas de Gran Canaria tut? Man wundert sich vielleicht auch dass das Trio d´Été des kubanischen Tastenkünstlers bis auf die Ausnahme des verstärkten Kontrabasses von Matt Brewer rein akustisch spielt in dem großen Saal. Ein Bericht von Christoph Giese.
Kasiva Mutua gehört zu den aufregendsten Percussionistinnen Afrikas. Die aus Kenia stammende Musikerin verbindet traditionelle ostafrikanische Rhythmen mit Elementen aus Jazz, Funk und Spoken Word – mit klarer Haltung, tiefer Verwurzelung und internationaler Strahlkraft. Im Interview auf der jazzahead! 2025 spricht sie über den Stellenwert von Rhythmus in afrikanischen Kulturen, ihre Rolle als Frau in der Percussion-Welt und darüber, wie Musik für sie zu einem Werkzeug für Empowerment und kulturellen Dialog wird.