Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

Trallskogen - Trollskogen

Kommt mit in den Zauberwald! Trallskogen spielt eigene Songs angelehnt an vielseitige Musik der Trallsänger. Angefangen in der schwedischen Folklore, komponiert und singt Annika Jonsson zusammen mit Steffen Lang (Gitarre), Martin Jäger (Piano), Felix Hubert (Kontrabass) und Kevin Nasshan (Schlagzeug) Musik die rockt, groovt und jazzt.

Charles Pasi - Bricks

Als in Frankreich vor anderthalb Jahren die Nachricht die Runde machte, dass Charles Pasi einen Plattenvertrag über drei Alben bei dem renommierten Jazzlabel Blue Note ergattert habe, war die Jubelstimmung in Paris groß. Pasi ist der erste französische Sänger, der von dem traditionsreichen US-amerikanischen Label unter Vertrag genommen wurde. Bevor Pasi die Blue-Note-Offerte erhielt, tourte der mittlerweile 33-Jährige mit den Songs seines letzten Albums “Sometimes Awake” durch die Welt.

Bugge Wesseltoft - Everybody Loves Angels

Kaum ein Musiker kann die Stille so eindringlich hörbar machen, wie der Norweger Bugge Wesseltoft in seinen Solopiano-Einspielungen. Die erfolgreichste, „It’s Snowing On My Piano“, ist seit nun genau 20 Jahreneine Insel der Ruhe und Einkehr für die Zeit zwischen Ende November bis Neujahr. Ein zeitloses Album, das für Menschen in ganz Europa zu einem festen Teil ihres Lebens geworden ist.

Jeff Cascaro - Love & Blues In The City

Der in Weimar an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ lehrende Gesangsprofessor hat bereits in der Vergangenheit stilbildende Alben herausgegeben. Im Puls von „Love & Blues in the City“ hat er nun sein Herzblut vergossen, auf dass der urbane Sound des Albums in die Herzen der Städte vordringe und sie mit dringend benötigter musikalischer Liebe fülle – it´s a classy love affair.

Alexandre Tharaud - Barbara

Er spielt meisterhaft Haydn, Mozart, Bach und andere große Klassiker. Doch hin und wieder entdeckt der Pianist Alexandre Tharaud auch die Grenzgebiete zum Jazz oder – wie in seinem neuesten Album – zum Chanson. Barbara ist eine faszinierende musikalische Verbeugung vor einer der größten französischen Chanson-Legenden.

Das Gonzervatory öffnet seine Türen

Der Grammy-Gewinner, Entertainer und Komponist Chilly Gonzales ruft ALLE MUSIKER ZUR BEWERBUNG AUF! Trefft Gonzales in Paris und studiert dort am Gonzervatory, einem achttägigen Musik-Performance-Workshop. Sechs ausgewählte Studenten gewinnen eine all-inclusive Reise nach Paris und verleben gemeinsam eine Woche in musikalischer Versenkung, mit intensivem Coaching, Meisterkursen und Proben – gekrönt von einem öffentlichen Konzert unter der Leitung von Chilly Gonzales höchstpersönlich.

radio.string.quartet - In Between Silence

Das sechste Album des Wiener Streichquartetts, co-produziert von Bugge Wesseltoft, widersetzt sich jeder Genre-Zuschreibung. Diese Musik hat viele Namen. Musik, kreiert von zwei Violinen, Viola, Cello und der menschlichen Stimme. Künstler machen ungern Schubladen auf, um ihr Schaffen zu kategorisieren, aber das radio.string.quartet hat es getan. Als CrossoverJazzClassicPopFusionRockNewMusicElectronic”-Ding bezeichnen die vier Wiener ihr neues Werk „In Between Silence“.

Nenad Vasilic - Live in Theater Akzent 2016

Seit 20 Jahren prägt der serbische Kontrabassist Nenad Vasilic das Genre des Balkan Jazz. Von Musikkritikern wurde bereits als "Pate des Balkan Jazz" und "The key figure in Balkan Jazz" betitelt. Was aber macht ihn im Balkan Jazz zu einer Schlüsselfigur? Vielleicht sein permanentes Streben einen runden “Band Sound“ zu kreieren, wie ihn etwa Rock und Alternative Bands haben. Oder die Selbstverständlichkeit, mit der er ungerade Rhythmen in modernen Jazz einbindet. Eine Antwort findet man sicherlich auf seinem neuen Album "Live in Theater Akzent". 

Girls In Airports - Live

Den Status als Geheimtipp dürften die "Girls in Airports" mittlerweile verloren haben. Nicht aber den Ruf, eine der interessantesten Bands der aktuellen Dänischen Szene zu sein. Wer jedoch singende Blondinen erwartet, wird von den fünf Herren aus Dänemark höchst angenehm enttäuscht.

Franco Ambrosetti & Friends - Cheers

“Cheers” in der Tat! Am 10. Dezember 2016 feierte Franco Ambrosetti seinen 75ten Geburtstag. Und gibt es eine schönere Art diesen Anlass zu feiern, als mit einer Recording Session? Das Ergebnis ist Ambrosettis 15. Album, das er seit 1979 für das Label Enja eingespielt hat – für sich genommen schon ein viel versprechendes Ereignis. „Alle Musiker auf diesem Album waren an vorhergehenden Projekten mit Enja beteiligt“, sagt der in der Schweiz geborene Trompeter.

Laurent Coulondre - Gravity Zero

Laurent Coulondre wurde als die Entdeckung in der Kategorie Jazz des französischen Kultusministeriums  gefeiert. Der „Victoire de la Musique“ in der Kategorie ist die größte Auszeichnung, die in Frankreich zu gewinnen ist. Coulondre  verkörpert dieser neue Generation im Jazz, in der kein Schubladendenken vorhanden ist. Im Fokus steht der Sound, der durch erfrischend neue Kompositions- und Arrangementideen, und einer guten Portion verspielter Leichtigkeit humorvoll umgesetzt wird.

Yelena Eckemoff - In The Shadow Of A Cloud

Die in Moskau geborene Pianistin und Komponistin Yelena Eckemoff bezeichnet sich selbst als eine altmodische Romantikerin. Auf In The Shadow Of A Cloud zeigt sie erneut eine ungewöhnliche Lyrik und eine Gabe für Melodie, ihrem bisher optimistischsten und versiertesten Album. Mit einem makellosen Ansatz und einem raffinierten Sinn für Form verbindet sie klassische Elemente mit Jazzimprovisationen in ihren eindrucksvollen Stücken. 

Union Deutscher Jazzmusiker stellt Parteien auf den Prüfstand

Berlin, 19. September 2017 | Kurz vor der Bundestagswahl veröffentlicht die Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) die Antworten der Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke zu Fragen rund um Jazz und Improvisierte Musik. In den Wahlprüfsteinen hatte die UDJ Themen wie Arbeitsbedingungen für Musiker, Mindestgage, öffentliche Förderung, Spielstätten, Bildung oder House of Jazz abgefragt.

Götz Alsmann - In Rom

Zum dritten Mal unter der Regie des französischen Produzenten Régis Ceccarelli und mit seiner Band erweckt Götz Alsmann hier nun die italienische Schlagergeschichte zu neuem Leben, mit ureigener Sound-Note und eben in deutscher Sprache. Insgesamt 18 Lieder werden auf "In Rom" zu hören sein u.a. "Arrivederci Roma", "Azzuro", "Quando, quando, quando" oder "Nel blu dipinto di blu (Volare)". Titel, die schon bei der bloßen Nennung Melodien auf die Zunge legen. Auch der "Mambo Italiano", "Come prima" und "Marina" (in einer Instrumentalversion) verzaubern.

David Virelles - Gnosis

Mit diesem lebendigen und aufregenden Projekt blickt der in Santiago geborene und in New York lebende Pianist und Komponist David Virelles auf einen Schmelztiegel aus dem Blickwinkel eines anderen. Gnosis, eine weit ausgreifende Arbeit mit tiefen kulturellen Wurzeln, erzählt von Transkulturationsprozessen und Traditionen, und vom komplexen Reichtum der kubanischen Musik – der sakralen, der weltlichen und der rituellen. 

Björn Meyer - Provenance

Es gibt eine starke Tradition von Solo-Bass-Alben bei ECM, allerdings ist Provenance das erste, das der elektrischen Bassgitarre gewidmet ist. Björn Meyer, in Schweden geboren und in der Schweiz lebend, hat über die Jahre eine unverwechselbare Stimme auf seinem Instrument entwickelt, und das in höchst unterschiedlichen Kontexten: mit der persischen Harfenistin und Sängerin Asita Hamidi, dem schwedischen Nyckelharpa-Spieler Johan Hedin oder dem tunesischen Oud-Meister Anouar Brahem. 

Stefano Battaglia - Pelagos

Stefano Battaglia spielt sowohl Klavier als auch präpariertes Klavier (teils sogar simultan) – in einem hoch attraktiven Doppelalbum-Programm, das sowohl Eigenkompositionen und Spontanimprovisationen als auch zwei Versionen der traditionellen arabischen Weise »Lamma Bada Yatathanna« enthält.

Timucin Sahin - Nothing Bad Can Happen

´Flow`, in der positiven Psychologie auch als ´The Zone` bekannt, ist der geistige Zustand, in dem eine Person, die einer bestimmten Aktivität nachgeht, ganz darin versinkt. Damit bringt es Timuçin Sahin eigentlich schon auf den Punkt: Bei jedem seiner Projekte will er tief in seine Musik eintauchen und eigentlich darin versinken. Doch für den türkischen Gitarristen, der 1992 in die Niederlande ging, an den Konservatorien von Hilversum sowie Amsterdam Jazzgitarre studierte und dann an der Manhattan School of Music in New York klassischen Komposition erlernte, geht der Terminus Flow noch weiter.

Fred Frith - Storytelling

Alles was man über Fred Frith wissen muss, kann man auf dieser CD finden. Man hört es in der Musik, in jeder einzelnen improvisierten Note, die live im Theater Gütersloh am 18. März 2018 gespielt wurde, im Trio mit der dänischen Saxophonistin Lotte Anker und dem Schlagzeuger und Percussionisten Samuel Dühsler aus der Schweiz. Improvisation ist ein kompliziertes Unterfangen, das der 68-jährige Gitarrist und Komponist aus Yorkshire, der in Oakland/U.S.A. und in Basel/Schweiz lebt, geradezu verkörpert.

VEIN - Vein Plays Ravel

Es gibt sicherlich kaum noch erwähnenswert, dass heute die meisten Jazz-Klaviertrios eng an ein musikalisches Zusammenspiel gebunden sind (diese Tatsache jedoch ist niemals selbstverständlich!). Aber auch in dieser subtilsten, vornehmsten Form des Zusammenspiels gibt es immer eine Person im Trio, die den Part des Primus Inter Pares spielt - der Pianist, natürlich (meist und per definitionem Führer der Gruppe).

Hornung Trio - Spieler

Das Hornung Trio, dessen erste CD am 18 August 2017 bei der rennomierten Reihe 'Jazz thing - Next Generation' veröffentlicht wurde, hat viele Gesichter. Mal wild, mal lyrisch, mal frei spielend, mal rhythmische Gerüste auslotend, jedoch immer intensiv und um ein Höchstmass an Kommunikation bemüht, interpretieren die drei Musiker die Kompositionen des Pianisten mit viel Energie und Verve.

New Meeting Quartet - Lusitania

Kaiser Augustus teilte die iberischen Gebiete des Römischen Reiches in die südöstliche Provinz Hispania Baetica und die nordwestliche Hälfte Lusitania, die im Wesentlichen aus dem heutigen Portugal und Teilen Westspaniens bestand. Die Macht der antiken Herrscher verblasste, die Bezeichnung aber blieb erhalten und inspiriert bis heute Literaten, Maler, Musiker. „Lusitania“, erklärt Xavier Triviaux, Pianist und Komponist des New Meeting Quartets, „dieser Name ruft Portugal und damit Brasilien in Erinnerung. Lusitanien ist ein Kulminationspunkt Europas, von wo aus man Brasilien sehen, fühlen, hören kann“.