Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Dieses Album ist ein Juwel. Allein schon die Besetzung ist hinreißend: Am Klavier sitzt Fred Hersch, einer der großen Postromantiker der Jazzmoderne, der wie kaum ein anderer die gestalterische Feinheit von Bill Evans in einen eigenen fließenden, schweifenden Personalstil überführt hat. Am Bass hört man Marc Johnson, auch er ein Weggefährte von Evans und in diesem Fall vor allem ein melodisch feinsinniger Impulsgeber, der sich auf die rhythmische Noblesse und Präsenz von Schlagzeuger Joey Baron verlassen kann.
Was auf "Oracle" ungeschliffen passiert, ist der erste Output einer deutschen Jazz Supergroup. Zunächst wollte man ein unperfektes Spiritual Jazz Album aufnehmen, das Vorbildern aus den Siebzigern fröhnt (Strata East, Black Jazz et cetera), einfach mal der Leidenschaft nachgehen. Und man wollte eine fiktive Band erfinden, die es nicht gab, und rausposaunen, es handelt sich um ein unveröffentlichtes Album von namhaften und beseelten Typen aus den 70ern.
Songs der legendären britischen Band, mit vielen treuen Fans auch in Polen, haben neue, ausgehende energetische Klang gewonnen. Es ist ein Projekt, bei dem zwei scheinbar entfernte Welten - Rock und Symphonie - zusammenkommen, um auch die anspruchsvollsten Zuhörer zufrieden zu stellen. Das Projekt "Dire Straits Sinfonisch" wurde geschaffen durch die Zusammenarbeit und Beteiligung seiner drei Urheber: Krzysztof Herdzin - der Autor brillanter orchestrale Arrangements, Kuba Badach - Sänger mit außergewöhnlicher Stimme und Marek Napiórkowski - ein ungewöhnlicher Gitarrist.
Einfacher gesagt: die Pianistin spielt im Duo mit Jan von Klewitz und stellt ihr neues Album „Poems without Words“ im Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin vor - 31. 08.2017. Ein Bericht von Cosmo Scharmer.
»Another Time: The Hilversum Concert« ist eine seltene und niemals zuvor veröffentlichte Aufnahme des legendären Bill Evans Trios – live eingefangen bei einem Radio-Konzert in Hilversum am 22. Juni 1968.
Drei plus Eins – mit der Sängerin Melane Nkounkolo haben Three Fall Zuwachs bekommen. Neue Klangwelten tun sich auf. Der ohnehin schon vielfältige Sound des Trios wird um weitere Facetten reicher. Neben Jazz, Funk und Hip Hop stecken auf „Four“ ganz neue Pfeile im Köcher: Soul, Reggae und Afrobeat.
Lyambiko ist Deutschlands erfolgreichste Jazzsängerin. Zufällig wiederentdeckte Liebesbriefe aus der Familie inspirierten sie zu neuen eigenen Songs und einer frischen Sicht auf Jazzklassiker wie »Close Your Eyes« und »Stardust«. Nicht zuletzt ihre beiden jüngsten Alben »Sings Gershwin« (2012) und »Muse« (2015) haben gezeigt, dass es die ECHO-Preisträgerin liebt, einen roten Faden durch die Songs ihrer Alben zu spinnen.
„Kind of Spain“ ist, nach den 50s-Cool Jazz- und Bop-Exkursionen auf „Kind of Cool“, Wolfgang Haffners zweites ACT-Album mit einer akustischen Band. Traditionelle spanische Musik meets Jazz – ein über 500 Jahre altes Kulturgut des alten Kontinents trifft auf Blue Notes aus der Neuen Welt, Flamenco und Folklore auf brandneue Kompositionen des Bandleaders.
Seelenvolle Balladen, kammermusikalische, atmosphärische Klänge und Jazzrock-Anmutungen kreieren auf »Far Into The Stars« eine einzigartig schwebende, dabei geradezu kinematographisch wirkende Stimmung.
„Bridges“ hieß das letzte Album des polnischen Geigers Adam Bałdych. In der Tat gehört der trotz seiner zahlreichen Auszeichnungen bis hin zum ECHO Jazz erst 31-Jährige zu den führenden Brückenbauern des europäischen Jazz: Polnische Volksmusik, Klassik und Jazz jeder Couleur finden bei ihm zusammen, gespielt mit einer technischen Bandbreite, bei der sich klassischer Strich mit wirbelnder Improvisation und wuchtiger Rock-Dynamik verbinden.
Abdullah Ibrahim & Ekaya, Sun Ra Arkestra, Idris Ackamoor & the Pydamids. Berliner Festival Wassermusik X im Haus der Kulturen der Welt am 04.08.2017.
Ein Bericht von Cosmo Scharmer
Poems without Words - Widersinniger Versuch den “Poems without Words” Sprache zu verleihen. Die Musik, die Poems sprechen zwar nicht für sich selbst, aber sie klingen für sich selbst. Warum dann Worte suchen? Eine Antwort findet sich am Ende dieses Textes, zumindest der Versuch einer Antwort.
Cecile McLorin Salvant - Konzerttemine in Deutschland
Die GRAMMY®-preisgekrönte Sängerin Cécile McLorin Salvant hat in ihrer beruflichen Laufbahn einen bemerkenswerten Aufstieg erfahren und mit ‚Dreams and Daggers‘ (ihrem 3. Album für Mack Avenue Records) macht sie einen weiteren großen Sprung. Diese Veröffentlichung wird zweifellos ein Meilenstein in der Geschichte Mack Avenues sein.
John Pizzarelli würdigt auf Sinatra & Jobim @ 50 zwei Musiker, welche ihn am stärksten beeinflusst haben. Mit dieser Veröffentlichung feiert John Pizzarelli den 50. Jahrestag des berühmten 1967er Albums ‚Francis Albert Sinatra & Antonio Carlos Jobim‘.
Jazz trifft Rock. Neue Supergroup benannt nach dem Hudson River Valley, das sie alle ihre Heimat nennen, präsentieren sie 2017 ihr selbstbetiteltes Debütalbum »Hudson«. Wo, wenn nicht hier, trifft der Begriff Jazzsupergroup genau in Schwarze. Eigene Kompositionen treffen auf legendäre Songs von Bob Dylan, Joni Mitchell, Jimi Hendrix und The Band.
Im Mai 2017 ist nun das dritte Soloalbum von Frank Woelfer erschienen. Es trägt den Titel »Multiverse« und ist wie der Vorgänger »The Human Factor« rein instrumental geworden, bedient sich unterschiedlicher Stile wie dem Jazz, dem Blues, der Elektronischen Musik oder der Minimal Music und verbindet diese auf ein- zigartige Weise miteinander.
Die Band CONEXAO BERLIN positioniert sich zwischen der reichen musikalischen Tradition brasilianischer Instrumentalmusik und modernem europäischen Jazz. Gegründet wird das Projekt im Sommer 2013 von dem Berliner Perkussionisten Andreas Weiser, der sich seit vielen Jahren mit den zahlreichen Varianten brasilianischer Musik beschäftigt und schon mit etlichen großen Namen der mpb (wie z.B. Paulo Moura, Dom um Romão, Marcos Suzano, Jorge Degas, Roberto Mendes, Bocato u.v.a.) gearbeitet hat. Andreas hegt schon lange den Traum eine Band auf die Beine zu stellen, die das Beste aus beiden Kulturbereichen vereint.
Besser als "Best of": Hellmut Hattlers neues Album "BASSBALL II". Happy birthday Hellmut Hattler! Der Ausnahmebassist und Songwriter wird 65. Zeit für einen schönen, ausgiebigen Rückblick und dann die Rente genießen? Unvorstellbar!
Berlin, 14. August 2017 | Der neue Musikfonds fördert in seiner ersten Förderrunde 86 Projekte aus allen Bereichen der zeitgenössischen Musik mit insgesamt rund 900.000 Euro. Mehr als ein Drittel der bewilligten Projektanträge entstammen den Bereich des zeitgenössischen Jazz und der Improvisation oder sind als sparten- und genreübergreifende Projekte konzipiert.
Der Pianist Jussi Fredriksson, einer von Finnlands führenden Jazzmusikern, hat sich für sein neues Album mit Bassist Jori Huhtala und Schlagzeuger Mika Kallio zusammen geschlossen. Der CD Ausgabe des neuen Albums „!“ folgt eine Doppel-LP aus Vinyl, die das neue Album gemeinsam mit dem Vorgänger „?“ vereint. Pianist und Komponist Jussi Fredriksson, eine Schlüsselfigur in der aktiven finnischen Jazzszene, bringt sein neues Album „!“ über seinen eigenes Label Fredriksson Music im August in Deutschland und während des Herbstes dann weltweit heraus. Das Trio präsentiert sechs von Fredrikssons Originalkompositionen.
Seitwärts Avantgarde Jazz Festival Hannover
Fremde Klangwelten, freies improvisieren und Fusion-Jazz in vielfältiger Gestalt, virtuose Fingertechnik, elektronisches Experimentieren und traditionsbefreite Spielfreude: Der Avantgarde-Jazz zählt zu den expressivsten und aufregendsten Stilen der Gegenwartmusik. Auf internationalen Jazz-Festivals ist er breit vertreten und auch in Hannover etabliert sich gerade eine lebendige Szene. Als programmatischer Festival-Leitfaden jedoch ist der Avantgarde-Jazz bislang unterrepräsentiert.
Die Musik dieses Kölner Ensembles gehört in die Ohren von Genießern. No Tango – ist das eher Jazz oder Tango? Es ist Jazz, keine Frage. Aber auch ein ganz klein wenig Tango mit einer großen Portion Improvisation. Seit über 11 Jahren spielt und touren No Tango in dieser fantastischen Besetzung, die sich musikalisch wie menschlich wunderbar ergänzt, durch Europa, Marokko und Australien.
Piano Trios gibt es weltweit viele, die klassische Basisformation des Jazz hat in den letzten Jahres ein fulminantes Revival erlebt. Doch wenn man nach der Essenz aller derzeit tourenden Trios dieser Bewegung sucht, sticht, wenn es um die Akzeptanz beim Publikum und den unverwechselbaren, eigenständigen Sound geht, aus internationaler Perspektive das Tingvall Trio aus Hamburg hervor.
Trompeten-Urgestein Herb Alpert widmet sich auf seinem neuen Album „Music Vol. 1“ den großen Hits der Pop- und Jazzgeschichte. Fröhliche und romantische Klänge, die die Seele berühren: Das ist das übergeordnete Thema von Herb Alperts neustem Album „Music Vol. 1“, das am 28. Juli auf seinem Label Herb Alpert Presents und bei ADA im Vertrieb erscheinen wird.
Mit Public Jazz Lounge ist Joo Kraus abermals einem neuen Sound auf der Spur. Musikalisch verbirgt sich hinter der Public Jazz Lounge die Grundidee "Classic Tracks" aus Jazz, Pop und R&B mit dem vielschichtigen Klangkörper der Bigband zusammenzubringen. Hier eine 180g, Limited-Edition, exklusiv für jpc!
Das Hamburger Label SKIP RECORDS hat gemeinsam mit dem Mailorder Service JPC eine exklusive LP Edition mit Juwelen aus dem Katalog des 1999 gegründeten Labels zusammengestellt. Ab Juni bringen die Partner jeden Monat ein Album in 180g Pressqualität in einer Auflage von 500 Stück auf den Markt, die exklusiv bei JPC zu bestellen sind.
Mit “Sings Shakespeare Sonnets 3” setzt Caroll Vanwelden ein magisches und vollkommenes Ausrufzeichen hinter eine musikalische Trilogie die spannender nicht sein könnte. Die mutige Herangehensweise und künstlerische Verarbeitung der Sonette gelingt fast spielerisch. Entstanden ist ein Album für den klassischen Jazzfan, Freunde der Lyrik oder den schlichten Musikgenießer. Vom ersten bis zum letzten Stück oder auch von Vers zu Vers eine wahre Wonne.
Mit „Nature's Songs“ legt die junge Band FRÉ ein erstaunlich erwachsenes und abwechslungsreiches Debütalbum vor, das musikalisch voll in der Jetztzeit steht und konzeptuell die Gegenwart und Zukunft im Hinblick auf uns und unsere Umwelt hinterfragt. Vor allem aber strotzt es vor Liebe zur Natur mit ihren kleinen und großen Wundern.
Ekkehard Wölk hat mit seinem Trio ein Programm entwickelt, das Kompositionen aus der Zeit von Martin Luther als Ausgangspunkt für zeitgenössische Jazzimprovisationen nimmt.
Poetisch ist auch der Titel des nunmehr sechsten Soloalbums von Michael Rodach, das nun acht Jahre nach dem letzten Album „Seltsam erscheint unsere Lage“ erscheint. Ein Bild das schillert, vom Anschwellen und Abrunden, von Aufbruch und Vollendung erzählt. So erscheint ihm die Zeit einerseits als eine Runde Sache, bei der nichts fehlt und nichts vermisst wird, andererseits aber auch als zyklisch in dem Sinne, dass sie uns immer wieder an den Anfang zurückkehren lässt.
Flirrend bahnt es sich an, mit leichten Winden, tänzelnden Melodien, aber ihre Schuldigkeit tun die altbekannten Isothermen und Isotheren schließlich doch: Blitze zucken durch die vertonte Einträchtigkeit, ungeahnte Energien entladen sich, rollen rhythmisch wie Urgewalten über die Klanglandschaft hinweg. Indem sie inmitten der sich entfaltenden Dramatik mit vereinten Kräften nach wiederkehrenden Harmoniemomenten suchen, Schutzräume aufmachen, bricht das 18-köpfige Großensemble um Leiter und Komponist Daniel Glatzel auf ins vierte Album: „Vula“!
Mit seinem neuen Album »Passin’ Thru« feiert Charles Lloyd 2017 den zehnjährigen Geburtstag seines »New Quartet«, das neben dem US-amerikanischen Tenorsaxofonisten und Flötisten außerdem aus Pianist Jason Moran, Bassist Reuben Rogers und Schlagzeuger Eric Harland besteht.