Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Er ist Bandleader, Pianist, Komponist und eine Musiklegende in allen Bereichen. Auf seinem neuen Album Piano dreht sich nun alles um jenes Instrument, das seit gut und gern 50 Jahren seine große Liebe darstellt. Auf 18 Instrumentaltracks präsentiert er das Piano in unterschiedlichsten Stilen und ebenso unterschiedlichen Klängen.
Jazz meets Electricity. Er spielt und schreibt nicht nur Musik, Markus Wienstroer lebt sie. Er hat schon Hunderte deutsche und internationale Künstler als Instrumentalist auf Tourneen begleitet und bei mehr als drei Dutzend Alben mitgewirkt. Nur eines hat er bisher noch nicht gemacht: eine Platte unter eigenem Namen. Das hat er mit „8 PM“ nachgeholt.
Das Jazz-Quartett NYConnection um den finnischen Drummer Jaska Lukkarinen und den israelischen Pianisten Roy Assaf legt mit „Urban Griot“ sein Debut-Album vor. Inspiriert von den westafrikanischen Griots verstehen sich NYConnection als Geschichtenerzähler des Jazz.
Der international renommierte Saxofonist Rain Sultanov vertont auf „Inspired by Nature - Seven Sounds of Azerbaidjan“ sieben Landschaften seiner Heimat. Auf einer Exkursion durch das Land sammelte er Klänge und Eindrücke, die er in meisterhafte Kompositionen zwischen Jazz und Weltmusik einfließen lässt. So zeigt er nicht nur die Vielseitigkeit Aserbaidschans, sondern auch seine eigene musikalische Wandelbarkeit und beweist, dass Musik der beste Reiseführer ist.
Wie eine Zauberin, deren Werk eine poetische Magie entfacht, zaubert uns die kanadische Singer-Songwriterin Emily Millard ein Lächeln aufs Gesicht. Nur annähern kann man sich der Beschreibung ihrer Musik. Originell, eindringlich und zutiefst bewegend erscheint sie. Emily spielt mit der Mischung aus ästhetischer Poesie, Vintagepianos und anderen traditionellen Instrumenten und schafft es jede Note dort hin zu bewegen, wo sie hin gehört. Dabei nutzt sie ihre unverwechselbare Stimme um auch das letzte magische Potential auszukosten.
Als bisher jüngster Musiker in der Geschichte des Jazzfestivals Saalfelden erhielt der Kontrabassist und Komponist Lukas Kranzelbinder 2016 den Auftrag, mit seiner Band Shake Stew das Eröffnungskonzert zu spielen. Publikum und Presse reagierten begeistert. Der Standard aus Wien beschrieb den Auftritt des Septetts als eine „magische Eröffnungsstunde“, für den Kurier klingt Shake Stew „wie ein intergalaktisches Roadmovie für die Ohren“.
Mit SLEEPWALKERS präsentiert der in Israel geborene „Meisterpianist” (Süddeutsche Zeitung) Omer Klein sein siebtes Album und sein Debüt bei Warner Music. Klein, dessen Musik „grenzenlos“ (New York Times) sowie „fließend und sinnlich“ (Bayerischer Rundfunk) genannt wurde, spielte sein neuestes Album mit seinem bewährten Trio, bestehend aus Haggai Cohen-Milo am Bass und Amir Bresler am Schlagzeug, ein.
Von Andrea Motis’ unschuldigem Blick auf dem Coverfoto von “Emotional Dance” sollte man sich nicht täuschen lassen: Die 21-jährige Katalonin versteht es, mit soviel Charme aber auch Reife zu swingen, als wäre sie schon Jahrzehnte im Jazzgeschäft. Ein “alter Hase” ist sie allerdings - schließlich spielt sie schon seit ihrem siebten Lebensjahr Trompete und hat den Kanon der Jazzstandards der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts seitdem hoch und runter gespielt und gesungen. Wobei sie selbst den ältesten “Jazzkamellen” stets eine erfrischend lockere, jugendliche Note verleiht.
„Playground“ ist das brandneue Bandprojekt des Kölner Gitarristen Markus Segschneider, aus dessen Feder die Kompositionen des Quartetts stammen. Segschneider steht vor allem als akustischer Fingerstyle-Gitarrist in der öffentlichen Wahrnehmung und erfüllt sich nun den langgehegten Wunsch, sein Ausdrucksspektrum parallel dazu auch wieder in einer größeren Besetzung umzusetzen.
Pianist Baptiste Trotignon und der Perkussionist Minino Garay geben mit europäischen, afro-amerikanischen und südamerikanischen Elementen Songs von Bernstein, Charlie Parker bis Paul McCartney Feuer.
ELBJAZZ gibt bekannt, an welchen Tagen die bereits bestätigten Künstler auftreten. Alle Gregory Porter-Fans können sich für den 3. Juni 2017 ein fettes Kreuz in ihren Kalender machen und sich auf seinen Festivalauftritt freuen. Die Musiker des Künstlerkollektivs Snarky Puppy entern einen Tag früher, am 2. Juni 2017, die Bühne und bringen das Publikum zum Tanzen.
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Der US-Amerikaner und Wahl-Berliner Kurt Rosenwinkel ist einer der einflussreichsten und profiliertesten Jazz-Gitarristen seiner Generation. Auf seinem neuesten Werk »Caipi«, welches auf dem künstlereigenem Label »Heartcore Records« erscheint, hat der Musiker im Laufe von 10 Jahren Produktionszeit sämtliche Instrumente (Vocals, Gitarre, Drums, Bass, Piano, Synthesizer, Percussion) selbst eingespielt.
Es erscheint, als die natürlichste Sache der Welt, wenn die niederländische Sängerin Fay Claassen mit ihrer berührenden Stimme Standards, Eigenkompositionen oder Popsongs zum Leben erweckt, wenn phänomenale Improvisation und perfekte Intonation wie ein Kinderspiel daher kommen und sich mit emotionaler Tiefe und einer großen Portion musikalischer Erfahrung vereinen.
Nomfusi Gotyana ist klein, nur 1,50 Meter, aber trotzdem eine große Soul-Diva aus Südafrika. Aus ihrem zierlichen Körper bricht sich eine mal strahlende, mal grollende, mal schwebende Soul-Stimme Bahn, ihr Charisma und die absolute Hingabe an ihre Musik sind betörend, ihre Bühnenpräsenz fesselnd. Kein Wunder, dass sie in den letzten Jahren zu Festivals wie Lugano Jazz oder als Support für Lionel Richie beim Stimmen Festival in Lörrach eingeladen war.
Das australische Trio Trichotomy macht bei Challenge Records mit seinem neuen Album The Known and the Unknown auf sich aufmerksam. In einem deutlichen Schritt in neues Gebiet verschmelzen elektronische Klänge mit akustischen Improvisationen, während die Komplexität der Kompositionen und Gruppenimprovisationen sorgfältig mit eleganten Melodien und vollen Harmonien ausgewogen wird. Lebendig und strahlend bietet dieses Album ein packendes Hörerlebnis.
Nach dem ECHO Jazz nominierten Debutalbum "Absent" (2014 FRUTEX TRACKS) präsentiert sich mit Share This Room ein gewachsenes Trio. Wie schon bei Absent arbeitete die Band mit Recording- und Mixing-Engineer Phil Kullmann zusammen, der es durch sein feines Handwerk und die langjährige Zusammenarbeit mit Busch versteht, das Trio akustisch ins rechte Licht zu rücken.
Joss, Josefine und Mike Turnbull überzeugen mit einem sensiblen und überraschend mehrdimensionalen Sound. Was vorher in kleiner Runde im Familienwohnzimmer begann, hat nun eine detaillierte und feingliedrige Form angenommen. Es treffen pulsierende Perkussion und elektroakustische Erweiterungen auf die klare, anmutige Stimme von Josefine Turnbull. Ein kammermusikalisches Experiment zwischen Nujazz und Pop das unter die Haut geht.
„Liquid“ ist ein wildes Sammelsurium aus Ideen und Eindrücken der Band „2gegen3. Man hört die Sehnsucht nach Meer, wie man nach langer Suche endlich ein Zuhause findet, und wird zum Schluss, völlig sorgenfrei, musikalisch zur Ruhe gebettet. Völlig überzogen, aber voller Überzeugung werden für den Zuschauer Klangbilder gemalt. Auch wenn die musikalische Grundidee im Jazz verortet ist, klingt es für den einen für Pop, für manch anderen wie moderner Jazz oder Filmmusik.
Manfred Krug Band, Deutsches Filmorchester Babelsberg, Jan Josef Liefers, Axel Prahl, Jan Plewka u.v.m. Anlässlich seines 80.Geburtstages am 8.Februar 2017 wollte der charismatische Künstler sein generationsübergreifendes Publikum mit einer ganz persönlichen Werkschau überraschen. Die Songs waren ausgewählt, die Arrangements geschrieben, das Filmorchester Babelsberg verpflichtet – doch Manfred Krug starb überraschend am 21.Oktober 2016.
So wie zahlreiche Kollaborationen mit anderen berühmten Jazzmusikern, sind auch Soloalben ein fester Bestandteil von Ralph Towners beeindruckender Diskografie. Nach mehreren musikalischen Zusammenarbeiten in jüngster Vergangenheit präsentiert der legendäre Gitarrist 2017 eine neue Platte in Eigenregie – die erste nach über zehn Jahren. Hier ist »My Foolish Heart«.
Elf Jahre lang hatte das Duo The OhOhOhs mit seinem eklektischen Mix aus E-Piano, Sampling, Drums, Percussion schon den Underground ihrer Heimatstadt Frankfurt am Main gehörig aufgemischt und dank spektakulärer Live-Auftritte auch weit über die regionale Elektroszene hinaus für Furore gesorgt. Dann aber beschlossen der examinierte Pianist Florian Wäldele und sein autodidaktischer Namensvetter Florian Dreßler am Schlagwerk, im Herbst 2014 zwar keinen radikal anderen, aber radikal breiteren Weg zu gehen.
Drei Kennzeichen unterscheiden den Jazz von allen anderen Musikarten. Da ist zunächst einmal der hohe Stellenwert der Improvisation: Das Stegreif-Spiel, das Ad-hoc-Erfinden neuer Musikmotive gilt sozusagen als Königsdisziplin im Jazz. Als Zweites wäre das ganz spezielle Rhythmusgefühl “aus dem Bauch heraus” zu nennen, das man häufig auch als “Swing” oder “Groove” bezeichnet und das mit den Mitteln der gängigen Musiknotation allenfalls annähernd dargestellt werden kann.
Daylight Ghosts ist das dritte ECM-Album des in Minneapolis geborenen New Yorker Keyboarders Craig Taborn. Es folgt auf die Soloaufnahme Avenging Angel und das Trio-Album Chants. Beide Projekte waren auf breite Anerkennung gestoßen, der britische ›Guardian‹ schrieb, »Taborns Musikalität und seine Liebe zum Detail sind hypnotisch, ebenso sein bemerkenswerter Sinn für kompositorische Erzählung in einer improvisierten Performance.«
Als im Frühjahr 2014 das erste Duo-Album von Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt erschien, löste es bei Presse und Publikum begeisterte Reaktionen aus. Die weitgehende Reduktion auf Gesang und Gitarre lassen die Songs von Lifelover ungewöhnlich transparent, direkt und intim klingen, gleichzeitig begeistert das Duo mit einer stilistischen Spannweite von Jazz bis zu kunstvollen Popfacetten. Vor allem aber fesselt Harcsas ungewöhnlich variable Stimme.
In den Siebzigerjahren war Richard Pinhas der musikalische Kopf der französischen Space-Rock-Pioniere Heldon, die insgesamt sieben einflussreiche Alben veröffentlichten. Danach folgten weitere fünf Soloalben, bis er sich ab 1982 eine sechsjährige Auszeit von der Musik nahm. Doch seit den Neunzigerjahren ist er wieder im Geschäft, produktiv und kreativ wie eh und je. Koryphäen wie Merzbow, Yoshida Tatsuya, Oren Ambarchi, Barry Cleveland und Wolf Eyes arbeiten oft und gerne mit ihm zusammen.
Das Joscho Stephan / Helmut Eisel Quartett entstand "rein zufällig", weil das Joscho Stephan Trio aus Mönchengladbach eingeladen war, das Saarland in der Reihe "Jazz in den Ministergärten" in Berlin zu vertreten. Kurzerhand wurde Helmut Eisel als "Quotensaarländer" dazugepackt - geplant war ein einziges Konzert. Doch der vitale Mix aus Gypsy Swing und Klezmer begeisterte die Zuhörer so sehr, dass bereits aus diesem ersten Konzert spontan drei neue Engagements entstanden.
Helmut Eisel hört nicht auf zu überraschen! Nach einer Einspielung seiner ganz eigenen Version des Klarinettenkonzerts von Wolfgang Amadeus Mozart (TIME CHANGE, 2011), hat er nun mit seinem Trio Helmut Eisel & JEM erneut den klassischen Meister unter die Lupe genommen - mit einer sehr persönlichen Version der bekanntesten Melodien aus dessen Oper „Don Giovanni“.
Es sind die bewegenden Gedichte der englischen Poetin Christina Rossetti, die das Fundament zu Eva Mayerhofes neuen musikalischen Projekt „Life And Death“ bildern. Welch eine Aufgabe, die viktorianische Wortkunst Rossettis, deren Motive die Liebe, der Tod und das Jenseits sind, musikalisch zum Leben zu erwecken! Dieser Aufgabe ist Eva Mayerhofer ohne Frage gewachsen. Ihre reife Stimme nimmt sich der Texte sensibel und ausdrucksstark an, setzt haarfeine Akzente und lässt die Inhalte nicht in überschwänglichen Interpretationen untergehen.
Als Jimmy Scott 2014 starb, betrauerten duzende Musiker, hunderte Journalisten und tausende von Fans das Hinscheiden einer Jazz-Legende. Nicht nur, dass damit eine Verbindung zu der zurückliegenden Ära von Billie Holiday, Charlie Parker und Lionel Hampton verloren ging. Verpasst wurde auch die Chance, Scott den Ruhm und Respekt zu bringen, der ihm in seinem langen und ereignisreichen Leben versagt blieb.
Wie bei seinem GRAMMY-Debüt bedient sich Nathan East für »Reverence« der Hilfe einiger sehr bekannter Freunde, darunter Yolanda Adams, Philip Bailey, Eric Clapton, Phil Collins und Mitglieder von Earth Wind & Fire, um nur einige zu nennen. Die Sammlung von Originalen und Covern umfasst R&B, Pop, Rock und Jazz.
Theo Bleckmann ist nicht nur ein Sänger von seltener Reinheit und Kühnheit des Stils, sondern auch ein Klangmaler, der erschafft, was das Magazin JazzTimes treffend als »leuchtende Bahnen« in der Musik beschrieben hat.
Mandolinist/Sänger Chris Thile und Pianist Brad Mehldau sind Nonesuch-Labelkollegen und langjährige Bewunderer ihrer gegenseitigen Arbeit. 2013 tourten beide erstmals als Duo, Ende 2015 gaben sie an zwei aufeinanderfolgenden Abenden ein Gastspiel im New Yorker Bowery Ballroom. Anschließend begaben sie sich ins Studio, um Chris Thile & Brad Mehldau aufzunehmen, eine Mischung aus Covern und Originalsongs, die Nonesuch am 27. Januar 2017 auf 2CDs / LPs veröffentlicht.