Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Die große Stimme Portugals singt die Legende Brasiliens zum 90. Jubiläum. Sie war bereits ein Star, bevor sie ihr erstes Solo-Album veröffentlichte: Als Teil der Gruppe" Tertúlia de Fado Tradiciona"l hatte Carminho an einem Fado-Album mitgewirkt, absolvierte umjubelte Auftritte in Argentinien und der Schweiz und sang 2004 zum EU-Beitritt Maltas.
Mit „Little Journey“ – reist die Pianistin Christiane Dehmer durch inspirierende Momente des Lebens. In Musik gefasste Gefühle und Gedanken entlocken ihrem Instrument wieder und wieder neue Klangfarben. Christiane hat in der Musik eine Sprache gefunden, die treffender als Worte, Emotionen beschreibt.
Daniel Scholz hat schon so gut wie sein ganzes Leben lang Sticks in der Hand und trotz seines jungen Alters schon auf vielen Bühnen gestanden. Mit „No1“ bringt er nun seine eigenen musikalischen Gedanken auf CD. Weg von dem „höher schneller weiter Gedanken“ - das war schon immer seine Devise und das ist auf dem Album deutlich zu hören. Die Musiker haben viel Raum bei der Gestaltung der Melodien und jeder Instrumentalist hat seinen eigenen Spot gefunden.
Der Münsteraner Songschreiber ROBIN TOM RINK lässt nach 7jähriger Albumabstinenz seinem mit viel Lob bedachten Debüt "The Dilettante" endlich ein Zweitwerk folgen. "The Small Hours" beschert uns einen Korb voll poetisch-dichter Kleinode, die Rink gemeinsam mit Ekki Maas (ERDMÖBEL) im Musikkollektiv Eigelstein in Form brachte. Neben Maas brachten sich u.a. Erdmöbel-Drummer Christian Wübben und der renommierte Jazztrompeter Peter Protschka ein und veredeln die Lieder mit ihrem Können.
Für den Jazz Pianisten Marc van Roon stellen diese Aufnahme die Erfüllung eines lang gehegten Traumes dar, denn sie dokumentiert das Ergebnis einer fast 50-jährigen Reise des Erforschens, Spielens, Konzertierens, der Betrachtung, des Konstruierens, Dekonstruierens, Suchens und Recherchierens, der Reflektion, darüber Sprechens, des Jammens, Sinn-Herstellens, Reisens, Belehrens, Teilens, Träumens und des Seins.
Sein Trio mit dem spanischen Bassisten Antonio Miguel und dem kanadischen Schlagzeuger Owen Howard ist im Leben des in Berlin lebenden Pianisten Benedikt Jahnel ein unveränderlicher Fixpunkt – daher auch der Titel des neuen Albums: The Invariant erscheint just, wenn das Trio auf Tour geht, um sein zehnjähriges Jubiläum als »Working group« zu begehen.
Bereits in den 1970er-Jahren musizierten der Gitarrist John Abercrombie und der Pianist Marc Copland zusammen, der damals noch Altsaxofon spielte. Immer wieder kreuzten sich ihre Wege und seit gut vier Jahren ist Copland zurück. Er gehört neben Drew Gress und Joey Baron zum John Abercrombie Quartett.
Als 2015 Sängerin und Pianistin Sarah McKenzies internationales Debütalbum »We Could Be Lovers« erschien, war sich die internationale Presse einig: Nicht nur »sweet«, »beautiful« und »sophisticated« war da zu lesen, sondern auch »this lady has guts« – was man durchaus mit »diese Dame hat Eier« übersetzen kann.
Colin Vallon gehört zu den aktuell erfolgreichsten Jazzern der Schweiz – absolut zu Recht. Sein neues Trioalbum »Danse« wird diesen Status weiter ausbauen.
Wie ein roter Faden zieht sich die Idee „Asia without borders“ durch Nguyên Lês Projekte, besonders in seiner immerwährenden Beschäftigung mit der Musik Vietnams, dem Land seiner Vorfahren. Einem Land voller Gegensätze, kriegs- und krisengeschüttelt, was der zutiefst friedlichen, weltoffenen, freundlichen Grundhaltung seiner Einwohner scheinbar nichts anhaben konnte. Eine junge Gesellschaft im rasanten Wandel und Wachstum, zugleich im tiefen Bewusstsein für ihre Tradition.
Menina (junges Mädchen) heißt das neue Werk, in dem sich Neo-Fadista Cristina Branco das erste Mal in ihrer Karriere fast völlig über das Weltkulturerbe Fado hinaus wagt und tiefer schürft in der portugiesischen Kultur, als das ein breites Publikum jenseits der iberischen Halbinsel jemals gehört hätte.
Es bedarf schon einer guten Portion gesunden Selbstbewusstseins, um sich an ein so ambitioniertes Projekt wie »One More For The Road« zu wagen. Auch für einen mit allen Wassern gewaschenen Sänger wie Curtis Stigers.
“Das Leben” sagt Jessica Gall, “ist doch schon laut genug”. Den zweiten Teil des Satzes muss sich ihr Gegenüber dazu denken, was allerdings kein großes Ding ist. “Da muss meine Musik” so hätte er auf sicher gelautet, “das nicht auch noch sein.” Ist sie auch nicht. Aber intensiv, eindringlich, kaum je wieder zu vergessen, das ist sie schon, und zwar mehr denn je. Mit Picture Perfect hat die Berlinerin jetzt ein Album eingespielt, welches ein großartiges Singer/Songwriter Popalbum ist.
Die Musik des auf Kuba geborenen, in Brooklyn lebenden Pianisten David Virelles beschwört eine hallizunatorische Welt herauf, in der alte afro-kubanische Rhythmen und Rituale im Hier-und-Jetzt widerhallen.
Das französische Jobic Le Masson Trio ist kein Trio. Es ist ein sechs händiges Monster mit drei paarigen Füßen. Eine Jazz Fantasie, das sich seine Inspiration vom Cool Jazz, dem Bebop und der freien Musik holt. Ein eklektisches Pantheon in dem Monk, Ellington und Cecil Taylor mit Eric Satie in einer herausfordernden, gefühlvollen Weise co-existieren.
Pascal Gamboni & Rees Coray — poetisch, frech, verwurzelt und vor allen Dingen vital klingt die zutiefst rätoromanische Musik der beiden Ausnahmemusiker. Dass die beiden ein eingespieltes Team sind bewiesen sie bereits mit ihrem 2012 erschienenen Album „i am THE SONG is me“. So ist es schließlich erfreulich zu wissen, dass sich aus den mehr als fruchtbaren Jam Sessions das entwickelte worauf wir gewartet haben: Das zweite gemeinsame Projekt des Singer Songwriters Pascal Gamboni und des Jazzbassisten Rees Coray, das auf den Titel „Veta Gloriusa“ hört, ist eine konsequente Fortsetzung ihres musikalischen Werks.
Das Nordsnø Ensemble stellt in diesem Winter ihre Debut-CD vor und präsentiert diese bei einer „CD-Release Tour“ durch Norddeutschland im November und Dezember. Inspiriert durch die Melodien volkstümlicher Stücke, kreiert das Ensemble ein Klanggemälde, das einerseits jeder Melodie genügend Platz bietet und anderseits den acht Musikern Raum für kreative Improvisationen gibt.
Drei junge Musiker aus der „Dresdner Schule“ setzen sich – buchstäblich – ins Wohnzimmer, finden ihre ganz eigenen Einsichten und wandeln diese in zehn schöne Aussichten um. Wir hören nur First Takes auf diesem Live-Album. Besser: Only Takes.
Seit nunmehr gut 16 Jahren sind Klazz Brothers & Cuba Percussion eine feste Größe im so spannenden wie vielschichtigen Grenzbereich zwischen den Genres, auch „Crossover“ genannt. Ebneten zu deren Zeiten Eugen Cicero und Jaques Loussier mit ihrem innovativen Wirken insbesondere dem Classical Crossover den Weg, so sind aktuell die Klazz Brothers in diesem Bereich wegweisend, in der Kombination mit der Latin-Szene weltweit einzigartig.
Gitarristen sind so etwas wie die Götter des Jazz. Musiker mit goldenen Fingern, die alles, was sie anfassen, veredeln. Sie verstehen sich als mannschaftsdienliche Strukturgeber, als solche, die in der Funktion des Begleiters jeden Mitspieler besser machen, rhythmische und harmonische Räume öffnen und damit gleichzeitig die Konsistenz der Form sichern. Wenn sie aber selbst in den Vordergrund treten, dann improvisieren sie hellwach, reagieren mit feinem Ohr auf jeden Ton. Alles scheint möglich, wenn es der Spannung und der musikalischen Wahrheitsfindung dient.
OZMA`s DNA besteht aus heißen Drum & Bass Rhytmusgruppe um Édouard Séro-Guilaume und Stéphane Scharlé, die sich mit einer formidablem Schar verbindet, um die Ehrlichkeit der Musik zu verteidigen. Das anfängliche Trio ist eine Arbeitsgruppe, ähnlich einem Vorzimmer oder einer Schmetterlingspuppe. 2004 wird OZMA durch zwei Bläser zu einem Quintett, um 2010 – ohne Posaune – wieder zu einem Quartett zu schrumpfen. Mit der Rückkehr des Posaunisten Guillaume Nuss für dieses sechstes Album kehrt auch die Formation zum ursprünglichen Quintett zurück, mit deren Bauart sie so bekannt wurden.
Die mit dem Wormser Saxophonisten Gary Fuhrmann, Bassist Thomas Stabenow und Schlagzeuger Holger Nesweda jazzgeschichtlich hochkompetent besetzte Formation ELD NOW spielt Stücke der Klassiker des Genres, von Charlie Parker, John Coltrane oder Thelonious Monk, und bekannte Jazz-Standards.
Rumer und Burt Bacharach verbindet ein ganz besonderes Verhältnis. Nicht nur, dass der Komponist die britische Sängerin nach ihrem Debüt vor sechs Jahren persönlich zu sich nach Hause einlud, um sie singen zu hören, vor allem ist sie seit jeher ein großer Bewunderer seiner Kompositionen.
IKARUS ist ein musikalischer Organismus bestehend aus Ramón Oliveras (Komposition und Schlagzeug), Stefanie Suhner (Gesang), Andreas Lareida (Gesang), Lucca Fries (Piano) und Mo Meyer (Bass). Das Quintett ist ein Prisma, durch das Einflüsse aus Math Metal, Free Jazz, intelligenter Elektronika, Pop und neuer klassische Musik zu einer eigenen musikalischen Sprache gebündelt werden.
Das neue, mittlerweile zehnte Studioalbum von Olaf Sickmann ist einem ganz besonderen Ort gewidmet und ist auch nach diesem benannt: Café Rialto – ein herrlich altmodisches italienisches Eiscafé in Bad Segeberg / Schleswig-Holstein. Hier sitzt er jeden Morgen um 9 Uhr, trinkt den besten Cappuccino der Stadt und plaudert mit dem Chef übers Leben.
2013 erschien auf der Kopenhagener Bildfläche plötzlich eine Gruppe renommierter Jazzmusiker. Die Ideengeber und Komponisten Michael Blicher und Gustav Rasmussen setzen sich zum Ziel, die Faszination westafrikanischer Musik in der Tradition eines Fela Kuti mit denen des unnachahmlichen Bassisten Charles Mingus zu verbinden - The KutiMangoes waren geboren.
Berlin, 23. November 2016 | Wie heute bekannt gegeben wurde, fördert der Deutsche Bundestag Rock, Pop und Jazz ab 2017 mit insgesamt 8,2 Millionen Euro mehr. Dies kommt auch dem Jazz zugute, u.a. durch Verdoppelung der Mittel des Spielstättenprogrammpreises APPLAUS auf 2 Mio. Euro, durch Erhöhung der Mittel für die Künstler- und Infrastrukturförderung der Initiative Musik um 1,5 Mio. Euro und durch Absicherung der Branchenmesse jazzahead! mit 200.000 Euro mehr ab 2018.
Mehr zu Nuancen als zu einer auftrumpfenden Haltung tendieren Andreas Lammel, Forian Lauer und René Bornstein auf ihrem neuen Album Look At Me. Dabei zeigt das unprätentiöse Trio selbstbewussten Gestaltungswillen, strahlt ein unaufdringliches, aber klares Vertrauen in die eigene Philosophie aus. Die Musik der Band kreiert einladend transparente Räume, deren luftige Strukturen an einen Pavillon von Mies van der Rohe erinnern: reizvoll, mit individueller Ästhetik, die gleichzeitig filigran und ausdrucksstark, aktuell und zeitlos sein kann.
„Five Birds“ ist das elfte Studio Album von Axel Fischbacher, aber es ist das erste Album auf dem sich der in Lübeck geborenen Jazzgitarrist , Komponist und Produzent vollständig dem Lebenswerk eines anderen Musiker widmet. „Ich wälze dieses Projekt, ‘mein Charlie Parker Album‘, schon fast 20 Jahre. Ich habe es immer wieder verschoben, war noch nicht ‘ready‘ mich da heranzutrauen und herantrauen ist hier schon der richtige Ausdruck. Immerhin ist der Mann einer der Erfinder des BeBop und einer der legendärsten Virtuosen des Jazz überhaupt!“
Schon der Name verrät: Zum neuen Album von Pink Martini kann man nur »Ja« sagen. »Je dis oui!« überzeugt mit großartigen neuen Songs und besonderen Gästen.
Perfekt für alle, die Maalouf hierzulande erst seit dem ECHO kennen, ist jetzt die neue CD+DVD »Live Tracks 2006-2016« mit diversen Höhepunkten seiner Live-Auftritte, die klar machen, warum Maalouf und seine Band in Frankreich für ausverkaufte Häuser sorgen. Hier lernt man einen Musiker kennen, der seinen Jazz mit Power, Charme und mitreißender Musikalität an den Hörer bringt.
Emco, so nennt sich das Quintett um die gebürtige Düsseldorfer Sängerin und Komponistin Mascha Corman. Corman ist eine Forscherin. Ihr Augenmerk liegt auf der Verbindung von freier Improvisation mit deutscher Lyrik sowie in der Erkundung der Geräuschhaftigkeit der Stimme. Folgerichtig ist der Kern der Musik ein Wechselspiel zwischen Ton und Sprache.