Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

Jazzkantine - Old's'Cool

„It ́s like a jungle sometimes, it makes me wonder how I keep from goin under“. Rapzeilen, die eine Musikrichtung, eine ganze Jugendkultur ins Rollen brachten, die – schon mehrfach totgesagt – bis heute ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Musikwelt ist. Jetzt begibt sich die Jazzkantine auf Zeitreise zu den Anfängen des Hip-Hop in die eighties, die Spezialisten für Konzept-Alben haben wieder zugeschlagen. Das 12te Jazzkantine Album seit 1994!

Joey Alexander - Countdown

Joey Alexander´s „Countdown“ ist das bisher beste Exempel für diese überraschend überragenden Qualitäten. Die unheimliche Reife, der lebendige Swing und die faszinierenden Improvisationen, das Zusammenspiel mit Larry Grenadier oder Dan Chmielinski am Bass, mit Ulysses Owens am Schlagzeug oder – bei „Maiden Voyage“ – auch mit Chris Potter am Sopransaxophon, sorgen dafür, dass man hier eine großartige Jazzproduktion hört – und nicht eine, die großartig für einen 13-jährigen Pianisten ist.

Madeleine Peyroux - Secular Hymns

Zwanzig Jahre sind verstrichen, seit Madeleine Peyroux mit dem Album “Dreamland” debütierte. Zwanzig Jahre, in denen sie unermüdlich ihren eigenen Weg gegangen ist und abseits des Mainstream nach aufregendem neuem und altem Material gesucht hat. Mit ihrem neuen Album “Secular Hymns” ist Peyroux nun ein wirklich brillantes und besonders beseeltes Meisterwerk gelungen.

Maria Baptist Orchestra - Here & Now

Mit ‘Here & Now’ etabliert Maria Baptist einmal mehr ihren individuellen Stil: die Pianistin und Komponistin zeigt, wie fließend in der heutigen Zeit die Grenzen zwischen Jazz und klassischer Musik sein können; was für ein kraftvolles und zugleich fragiles Instrument ein Jazz Orchester sein kann. Das 16-köpfige international besetzte Ensemble kreiert einen organischen Sound, bei dem improvisatorische Freiheit und auskomponierte Strukturen wie selbstverständlich ineinander übergehen. 

Rebekka Bakken - Most Personal

Die Norwegerin Rebekka Bakken ist eine feste Größe in deutschen Clubs und auf hiesigen Jazzfestivals. Mit Charme und Stimme wickelt sie seit Jahren ihr Publikum um den kleinen Finger. Sie schreibt emotionale Songs, die ihre Alben zu wahren Singer-Songwriter-Perlen werden lassen und auf der Bühne dennoch in großartige Jazzinterpretationen umgewandelt werden können.

A Bu - Butterflies Fly In Pairs

Unter dem Label Sennheiser Media ist jetzt A Bus zweites Album „Butterflies Fly In Pairs“ entstanden. Es ist seine erste Veröffentlichung, die vorwiegend Eigenkompositionen enthält. Dieses Album wurde im Mai (China) und August (Rest der Welt) 2016 veröffentlicht. Mit dem Feuer und der Unbekümmertheit eines jungen Künstlers ist ihm ein farbenfrohes Jazz-Album gelungen. Die Kompositionen sind von Jazz, Latin, Pop und Fusion inspiriert und getragen von der vibrierenden Energie New Yorks.

Joshua Redman & Brad Mehldau - Nearness

Auf „Nearness“ werden Live-Aufnahmen der letzten Europa-Tournee von Redman und Mehldau zusammengefasst. Das Ergebnis ist kein typisches Live-Album. Der Saxofonist und der Pianist machen die Bühne zum Studio und das Publikum zum spontanen Produzenten. Die aus dieser Spielsituation resultierende Spannung reißt die Protagonisten jedoch nicht weg. Sie nutzen diese als gestalterisches Mittel, verzichten auf Live-Rituale und spielen mit unglaublicher Konzentration.

Torun Eriksen - Grand White Silk

Torun Eriksen ist zurück. Ihr fünftes Album Grand White Silk ist nicht nur ein wunderbar vielfältiges Studiowerk, es ist auch ihr bisher ambitioniertestes. Zum ersten Mal hat die norwegische Sängerin komplett selbst produziert und arrangiert in enger Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen musikalischen Weggefährten Kjetil Dalland.

Till Brönner - The Good Life

Auf seinem neuen Album »The Good Life« stellt Till Brönner 2016 nicht nur seine Qualitäten als Trompeter, sondern auch die als Crooner unter Beweis. Der heute 45 Jahre alte Trompeter feierte erste Triumphe als Solist in der RIAS Big Band, in der er sich auf ein weitgestecktes Repertoire einlassen musste und lernte, in einem perfekt aufeinander abgestimmten Ensemble zu grooven wie die Hölle und in jedem einzelnen Ton genau das zu geben, was der jeweilige Song braucht.

Itamar Borochov - Boomerang

Ein neuer Stern am Trompeterhimmel. In der Jerusalem Post als “a rising star in today’s jazz music world” beschrieben, bringt der Israeli Itamar Borochov seinen einzigartigen Sound überall dort mit hin, wo immer es ihn musikalisch hintreibt. Tief verwurzelt in der Tradition des Jazz sucht Itamar nach seinen persönlichen Wurzeln – eine Suche, die ihn zu einer stetig wachsenden Liebe der arabischen und pan-afrikanischen Musiktraditionen führte.

Anne Paceo - Circles

Auf ihrem mittlerweile vierten Album setzt die französische Schlagzeugerin Anne Paceo ihren eigenwilligen Stil fort. Circles ist ein Ansammlung voller energiegeladener Songs und Eskapaden, freigeistiger Wirbelwinde und erdiger Rhythmen.

David Helbock - Into the Mystic

Der 32-jährige Jazzpianist David Helbock gehört zu der Generation junger Jazzmusiker, die die Grenzen ihres Metiers sprengen, die das musikalische Verständnis von alt und neu, von Komposition und Improvisation, von Stil und Persönlichkeit radikal verändern und ihren eigenen Weg gehen. Für seine Musik zapft David Helbock die unterschiedlichsten Inspirationsquellen an, vom Alltag über die Natur und die verschiedensten musikalischen Einflüsse bis zu Texten aller Art.

Iiro Rantala - How Long Is Now?

„Der Fokus des neuen Albums liegt auf den Kompositionen“, so Rantala. Ihr Kern sind „einfache, aber eingängige Melodien, an die man sich erinnert“. Rantala, Danielsson und Erskine entfernen sich bewusst vom klassischen Pianotrio-Spielkonzept. Direkt und ohne große Schnörkel, vom Groove dominiert, erklingen die Stücke auf „How Long Is Now“. Man kann das ehrliche Musik nennen, ohne Maskerade. Bodenständigkeit als Qualitätsmerkmal. Wirkung entsteht durch Klarheit und Einfachheit.

Martin Dahanukar - Traumesrauschen

Jazz voller Melos erfüllt die Nacht. Die Band um den Trompeter Martin Dahanukar spielt Originals mit traumhaftem Touch. Für erdigen Drive sorgen der Perkussionist Willy Kotoun und der Kontrabassist Philipp Moll. Am Piano verleiht Michael Haudenschild der Musik lyrische Weiten und Raum für die mysteriös-spannungsvollen Trompetenklänge. Die poetischen Tonbilder erinnern an Stills aus der Nouvelle Vague.

Santiago Lara - Flamenco Tribute To Pat Metheny

Der spanische Flamenco-Gitarrist Santiago Lara ist eine Generation jünger als Pat Metheny. Als der spätere Meisterschüler von Manolo Sancúlar 1984 geboren wurde, war Metheny bereits ein Star und das Album „Offramp“, von dem hier der Song „James“ erklingt, schon seit zwei Jahren auf dem Markt. Lara ist praktisch in die Musik Methenys hineingewachsen. Er zelebriert diese Metheny-Originale auf seiner reich gedeckten Flamenco-Tafel mit einer solchen aus sich selbst heraus leuchtenden Selbstverständlichkeit, als läge nichts näher, als sie in eben dieser Auffassung abzubilden.

Nels Cline - Lovers

Der Name ist Programm, denn der Gitarrist hegte schon lange einen besonderen Traum: ein Jazzalbum voller Liebe. Beim Label Blue Note wurde er jetzt Wirklichkeit. So widmete sich Cline auf dem Doppelalbum berühmten Liebesliedern, Klassikern und modernen Balladen und hüllte sie in das Gewand des Jazz.

Marius Neset - Snowmelt

Auf „Snowmelt“ geht es erneut um viel mehr als nur um sein Instrument, es geht um die vielstimmige, komplexe Klangwelt in Nesets Kopf. Mit „einem der besten klassischen Kammerensembles der Welt“, wie sich Neset wohl bewusst ist, bringt er diese zum Klingen. Geht es um zeitgenössische Musik, so ist die London Sinfonietta einer der führenden Klangkörper weltweit.

Hattler - Warhol Holidays

Bislang standen meist die elektronischen Grooves am Anfang – entwickelt von seinen „Laborratten“, wie Hattler seine Kollegen aus der Programmierabteilung liebevoll nennt. Diesmal ist Hattler ganz anders vorgegangen. Bei den meisten neuen Songs stand am Anfang nicht die Elektronik, nicht die Technik, auch keine Fingerübungen am Bass. Am Anfang stand: Die reine Idee! Die Musik entstand zunächst im Kopf.

Pericopes+1 - These Human Beings

Mit Pericopes+1 und dem dazugehörigen, 2015 auf Alfa Music releasten Album «These Human Beings» sind Sgobbio und Vernizzi noch einen Schritt weitergegangen: Ihre 2012 begonnene Zusammenarbeit mit dem New Yorker Schlagzeuger Nick Wight gipfelte 2014 in einer Tour durch Nordamerika und anschliessender Studiosession in New York.

The Savage Five - Sleepwalking

Ein sehr dynamischer Erstling von einer Gruppe mit Mut zu Ecken und Kanten. In einem eigenwilligen Ideenfluss bilden Lieder mit charakteristischem weichem Streicherkern nicht den Schwerpunkt, sondern sind wohlverdiente Inseln der Ruhe: “Harmonium Song” bettet die Sängerin Suzanne Savage im Wohlklang ein, im Track “Stormy” ist die Besetzung genau die richtige um eine trübe irische Landschaft entstehen zu lassen. Das Süßliche wird instrumental immer gut dosiert, die Stimme Savages reliefartig in Szene gesetzt.

Mats Eilertsen - Rubicon

Das erste Leader-Album des von vielen wichtigen Einspielungen und durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Tord Gustavsen bekannten Bassisten auf ECM. Das Repertoire des Albums umfasst ausschließlich Originalmaterial von Eilertsen und Mitgliedern des international zusammengesetzten Ensembles.