Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Amateur Dentist: Auf ihrer zweiten PIROUET-CD schaffen es der niederländische Bassklarinettist Joris Roelofs und seine Trio-Partner Matt Penman (Bass) und Ted Poor (Schlagzeug) wieder, mit Klängen voller schillernder Farben zu überraschen. Noch aufregender loten sie die Möglichkeiten der seltenen Besetzung aus – und entführen in ebenso zärtliche wie aufwühlende Soundwelten. Musik, die Spaß macht und fesselt!
Ein Dokumentarfilm von Amy J. Berg
BUNDESSTART: 14. Januar 2016
Janis Joplin war nicht nur eine der einflussreichsten Rockikonen der Welt und eine Göttin des Gesangs. Sie inspirierte auch eine ganze Generation und eroberte neues Terrain für weibliche Rocksängerinnen nach ihr.
Das ELBJAZZ Festival ist seit 2010 ein wahres Kulturhighlight und genießt sowohl in der Hansestadt als auch international einen hervorragenden Ruf. Nach sechs Ausgaben in Folge legt das beliebte Festival im Hamburger Hafen jedoch 2016 eine Auszeit ein. Eine Fortsetzung in 2017 ist in Planung. Das Fazit nach sechs ELBJAZZ-Ausgaben könnte im Hinblick auf die musikalische Qualität und ihre Vielfalt, die Einzigartigkeit der Spielstätten, die Verbindung des Festivals zur Hansestadt und ihrem Hafen sowie die Zuschauerzufriedenheit kaum positiver ausfallen.
Weiterlesen … ELBJAZZ Festival pausiert 2016 und plant Fortsetzung ab 2017
Den eigenen Stil und den wiedererkennbaren Sound Michael Sagmeisters erkennt man sofort, selbst wenn man das gespielte Stück noch nie gehört hat. Großartige Musiker wie er sind außerdem wegweisende Vorreiter in ihrem Genre. Sagmeister hat für Viele den Weg bereitet, durch seine Musik und seine umfangreiche Lehrtätigkeit. „Home“ ist ein schöner Titel für Michaels neues Album, denn in seiner Musik ist er zu Hause.
Our Christmas Episode 2015 with a look back on the JazzrockTV episodes and activities in 2015. We also have a quick review of the new Christmas albums from Barbara Dennerlein and Tom Gaebel.
Auf Criss Cross – Exploring the Music of Monk and Bill Evans stellt Florian Weber eine andere Version eines Trios vor, diesmal ohne Bassisten. In dieser Hommage an die beiden Musiker die ihn wohl am meisten beeinflussten, stehen ihm zwei young lions des heutigen New Yorks zur Seite, der Tenor Saxofonist Donny McCaslin und der Schlagzeuger Dan Weiss. »Was mich an dieser Instrumentierung so begeistert«, sagt Weber, »ist das Tempo mit dem Elemente wir Harmonie oder Form verändert werden können, im Gegensatz zum Trio mit Bass.
Die Band Inspirational Corner wurde 2010 von Gerald Peter gegründet mit der Idee, frei von Stilgrenzen anspruchsvolle Instrumental-Musik zu spielen, von der sie als Musiker inspiriert wurden. In der Startzeit der Band wurden Kompositionen von Hiromi, Screaming Headless Torsos, George Duke, Dave Weckl Band und Planet X neu arrangiert und nachgespielt.
Sie sind das Traumpaar der britischen Popmusik schlechthin: Big Band-Leader und legendärer Showmaster JOOLS HOLLAND und die unglaubliche Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin RUBY TURNER. Schon seit Jahren begeistern sie ihr Publikum mit herrlichen Boogie-Woogie-, R&B- und Popduetten und veröffentlichen nun eine Sammlung ihrer persönlichen Lieblingstracks, die zugleich auch Publikumslieblinge wurden. Neben 18 Klassikern der vergangenen Jahre gibt es obendrein vier neue Aufnahmen, die extra für das Album eingespielt wurden!
Beide gehören zu den profiliertesten Musikern und Komponisten der aktuellen deutschen Jazzszene, wurden vielfach (unter anderem mit Jazz-„Echos“) ausgezeichnet und spielen seit 10 Jahren in wechselnden Formationen zusammen. Doch so intim wie auf ihrem ersten Duo-Album Canada waren Frederik Köster und Sebastian Sternal gemeinsam noch nie zu hören. Ihre größtenteils eigenen und – mit zwei Ausnahmen – speziell für dieses Album geschriebenen Kompositionen, noch mehr aber ihr subtiles, oft lyrisches, zuweilen auch energiegeladenes Zusammenspiel sind unverkennbar vom Aufnahmeort inspiriert: Lethbridge, Provinz Alberta, Kanada.
Ausnahmepianist Philip Zoubek (* 1978) lotet seit Jahren wie kaum ein anderer die Klangvielfalt des Klaviers aus. Vom Geräuschhaften und perkussiven bis zu elektronisch anmutenden Sounds dokumentiert er auf »Air« erstmals seinen aktuellen Klangforschungsprozess.
Christmas Jazz at its best! Jazz, Pop, Funk, Soul, Fusion und ein Sound, der unter die Haut geht. Ein Weihnachtsalbum voll brodelnder Sinnlichkeit. So präsentiert sich Barbara Dennerlein zum Weihnachtsfest 2015. Seit über drei Jahrzehnten zählt die Münchner Musikerin zu den Top-Stars der internationalen Jazzszene. Wiederholt wurde sie vom renommierten Down Beat Magazin zur Instrumentalistin des Jahres gekürt. Sie erhielt zahlreiche Jazz-Awards und wurde mehrfach mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Seit 2013 ist sie Mitglied der ehrwürdigen „Hammond Hall of Fame“.
„Lisbeth Live“ ist viel mehr als ein Live-Update der aktuellen Verfassung einer kontinuierlich arbeitenden Jazzgruppe, die ihren Radius von Deutschland längst aufs internationale Parkett verlegt hat. Die Gruppe beruft sich auf das älteste und doch immer noch wirkungsvollste Konzept des Jazz überhaupt. Sie greift auf Bekanntes und Bewährtes zurück, um damit in neuer Form in die Zukunft aufzubrechen. Nach drei gefeierten Studioalben ist „Lisbeth Live“ nicht weniger als die nächste Zündstufe.
Nach dem Erfolg ihres ersten Albums DEUS EX MACHINA wagt sich Initiative H an ein DARK WAVE Abenteuer. Mit anspruchsvollen Gästen, wie den Franzosen Médéric Collignon, Émile Parisien und Vincent Artaud aufgenommen, ist DARK WAVE eine Gefühlswelle aus Jazz, Elektro und Rock, die den Zuhörer in einen klangvollen und ästhetischen Ozean eintauchen lässt. Das Album und sein Name speisen sich aus zweierlei Einflüssen: einerseits der musikalische Einfluss des „Dark Wave“, eine finstere und romantische Bewegung der 1970er Jahren. Andererseits der ikonografische Einfluss der „Dark Wavers“, Extremsurfer, die den gewaltigen Wellen des hohen Norden trotzen.
„The Brooklyn Session“ ist die erste Veröffentlichung des jungen Komponisten und Pianisten Lorenz Kellhuber mit zwei der gefragtesten Musikern der New Yorker Jazzszene: Orlando le Fleming (b) und Obed Calvaire (dr). Nach drei Alben mit seinem Lorenz Kellhuber Trio wendet sich der von der Fachpresse hochgeschätzte und als „Entdeckung des diesjährigen Montreux Jazz Festivals“ (Jazzwise Magazin) gehandelte Musiker seiner lang gehegten Leidenschaft für Jazz Standards zu. Wo sonst als im Big Apple findet er seine beiden Mitstreiter für dieses Projekt. Ohne jemals zuvor zusammengespielt zu haben, nehmen Kellhuber, le Fleming und Calvaire im Januar 2015 in den legendären New Yorker Systems Two Studios 15 Titel aus dem Great American Songbook auf, ausnahmslos First Takes. Sechs dieser Stücke veröffentlichen sie nun als Lorenz Kellhuber Standard Experience.
Gero Schipmann, Gitarrist aus Köln, wurde durch einen 1-jährigen Aufenthalt in Island zur Musik dieser Produktion inspiriert. Petrichor ist kein Album, das Nordeuropa musikalisch wie ein Sampler einfangen möchte, sondern vielmehr nach mehreren Seiten offener Jazz eines Quartetts mit Gitarre an der Spitze, das weder mit technischen Kabinettstückchen angeben noch mit trist-diffusem Sphärennebel langweilen will. Gero lebt heute überwiegend in London, wo er an der Guildhall School of Music and Drama ein Masterstudium absolviert.
Mit jugendlicher Unbefangenheit tanzt der erst 19-jährige indische Gitarrenspieler mit dem programmatischen Namen Rhythm Shaw über die Saiten seiner Steelstring als gäbe es keine musikalischen Grenzen.
Guitar Masters Reichenberg 2016
8. Guitar Masters Reichenberg 2016 - 12.03.2016
Wir freuen uns auf hochklassige Musiker, die nicht nur solistisch brillieren, sondern in den unterschiedlichsten Konstellationen auftreten werden mit dem krönenden Abschluß einer gemeinsamen Session . Mindestens 5 Stunden Gitarrenzauber vom Feinsten erwartet die Zuhörer, von Fingerstyle bis zum grenzüberschreitenden Jazz.
PLOT (Junger Münchner Jazzpreis 2014) wagt sich konzentriert und mit improvisatorischer Lockerheit an Stücke der Beatles, Led Zeppelin und Credence Clearwater Revival und macht sie, mit viel Feingefühl, zu ihren eigenen. Philipp Scholz (dr), Robert Lucaciu (b) und Sebastian Wehle (ts) verneigen sich und huldigen der späten 60er Jahre.
Am 12. Dezember 2015 wäre er 100 Jahre alt geworden: Swing- und Jazzlegende Frank Sinatra. Sage und schreibe 60 Jahre dauerte seine Karriere, die ihn zu einem der bekanntesten Crooner und gleichzeitig einem der erfolgreichsten Sänger, Schauspieler und Entertainer aller Zeiten machte. Um dieser einzigartigen Persönlichkeit ein weiteres musikalisches Denkmal zu setzen, hat sich 2015 auch der deutsche Pop- und Jazzmusiker Roger Cicero dem Werk Sinatras gewidmet. »Cicero Sings Sinatra – Live in Hamburg« lautet der Titel des Tributealbums, das gleichzeitig das erste Livealbum in der Karriere Roger Ciceros ist.
“Conneting the unexpected” lautet das Motto der Konzertreihe „Jazz at Berlin Philharmonic“, die Siggi Loch seit Dezember 2012 kuratiert und produziert. Jeder Abend soll besonders sein, dafür sorgen außergewöhnliche Programm- Ideen und ungewöhnliche, eigens zusammengestellte Besetzungen. Was nicht nur vom Publikum, sondern auch von den Musikern begeistert angenommen wird.
Saxofonist und Klarinettist Sam Sadigursky - als Top-Sideman und Bandleader in einem großen musikalischen Spektrum zuhause sowie preisgekrönter Komponist (Chamber Music America, The Jerome Foundation) - präsentiert mit seiner neuen Produktion Follow The Stick auch gleich eine komplett neu aufgestellt Band.
Zu viele Termine, zu viele Konzerte, zu viele Verpflichtungen: Wegen eines akuten Erschöpfungssyndroms mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung musste Roger Cicero alle Termine bis Ende des Jahres absagen. Wie sein Management mitteilte, sei der Künstler unfassbar traurig, dass er ausgerechnet zur Veröffentlichung seines Live-Albums „Cicero Sings Sinatra“, an dem er über ein Jahr gearbeitet habe, komplett ausfalle.
Wenn es um brandheißen, fetten Bigband-Jazz mit viel Soul, Jazzrock- und Fusion-Einflüssen ging, war Peter Herbolzheimer seit den Siebziger Jahren erste Wahl. Im Andenken an die 2010 gestorbene Jazzlegende versammelt die 4-CD-Box "Hip Walk - The Complete Polydor Recordings" erstmals alle seine Aufnahmen für dieses Label in einem Set.
Zum 50-jährigen Jubiläum von John Coltranes legendärem Album »A Love Supreme« erscheint 2015 mit »A Love Supreme: The Complete Masters« eine Neuauflage der Extraklasse: diese Sammlung enthält alles, was während der zweitägigen Aufnahmen des Albums im Jahr 1964 passierte, das heißt alle Songs, alle Takes und alle aufgezeichneten Gespräche.
Die in Kanada geborene und bei einem argentinischen Vater und einer schottischen Mutter aufgewachsene Alejandra Ribera, wurde die Liebe zum Reisen in die Wiege gelegt. Mittlerweile ist die, in Kanada längst zum Star avancierte, Sängerin in Frankreich angekommen und hat „La Boca“ im Gepäck – ein hochgelobtes Album, das sie mit dem renommierten Produzenten Jean Massicotte aufgenommen hat.
Elf Alben hat Till Brönner für das Verve-Label aufgenommen und damit nicht nur zwei goldene Schallplatten, unzählige Jazz-Awards und eine Grammy-Nominierung eingefahren, sondern auch seine Position als einer der besten und beliebtesten Jazzmusiker erarbeitet. Hört man nun Brönners "Best Of The Verve Years", die erste Best-of-Sammlung des Künstlers, mit 16 wunderschönen, athmosphärischen und langen Tracks und einer Spielzeit von satten 80 Minuten, wird einmal mehr bewiesen, dass er diese Spitzenposition zu recht einhält.
Nach ihren großen Erfolgen mit »Breakfast On The Morning Tram«, »Raconte-moi...« und »The Changing Lights« erscheint mit »Tenderly« das neue Album der bezaubernden anglo-amerikanischen Jazz-Sängerin Stacey Kent. Für »Tenderly« hat Kent nach »The Changing Lights« erneut mit der brasilianischen Musiklegende Roberto Menescal zusammen gearbeitet.
Weltpremiere der Kult-Aufnahmen – Rückschau auf die Europa-Konzerte einer Dekade in vier Kapiteln: Selten paaren sich virtuoses Spiel, innovative Eigenständigkeit und substantielle Idee, die weit über den Horizont der Musik hinausreicht, in einer so harmonischen und doch erregenden Einheit wie bei Brad Mehldau. Als er Mitte der Neunziger als Solokünstler in Erscheinung trat, erweckte er den Jazz, und insbesondere dessen Königsdisziplin, das Jazz-Trio, aus einer lähmenden Lethargie. Brad Mehldau erschien als Enfant terrible auf der Bühne des Jazz. Aber die Zeit, sein außergewöhnliches Können und sein ruheloser Intellekt gaben ihm Recht: Brad Mehldau gehört zu jenen, die dem Jazz seinen Atem zurückgegeben haben. Und es überrascht überhaupt nicht, dass der Rilke-Liebhaber ein umfassendes Projekt wie 10 Years Solo Live wie eine Erzählung angeht.
Das Schönste an Weihnachten ist doch immer noch die Erinnerung daran – eine These, die Tom Gaebel, der letzte große Gentleman unter den Sängern der Republik, auf seinem siebten Album-Streich nachdrücklich untermauert.
Das britisch-norwegische Duo ›Food‹ erweiterte sich für dieses neue Album voller kraftvoller Grooves, atmosphärischer Texturen und erkundender Improvisation – teils hypnotisch eindringlich, teils turbulent – ein weiteres Mal um den Österreicher Christian Fennesz an Gitarre und Electronics.
Dieses 3-CD Set enthält mit den Alben Arcade, Abercrombie Quartet und M der ECM-Serie ›Old & New Masters‹ der Jahre 1970-78 Aufnahmen von historischer Bedeutung. Das Quartett mit Richie Beirach, George Mraz und Peter Donald – Abercrombies erster Formation mit ihm als Bandleader – war in erster Linie durch eine neue musikalische Agenda geprägt, indem sich der Gitarrist vom Jazzrock abwandte und stattdessen eine Klangästhetik verfolgte, die weiträumiger, ja beinahe impressionistisch anmutete.
Unter Bandname und Albumtitel D-Stringz haben sich drei wirkliche Legenden des Jazz zusammengetan. Die Strippen bei D-Stringz ziehen niemand geringeres als Bassist und Jazzrock-Legende Stanley Clarke, Gitarrist und Django-Reinhardt-Nachfolger Biréli Lagrène und nicht zuletzt der vielseitigste Violinist in der Jazz-Geschichte, Jean-Luc Ponty. Hier hat man es aber nur auf den ersten Blick mit einer typischen »Superband« zu tun, denn die Musik der drei ist alles andere als laut und aufdringlich.