Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

Marcus Schinkel Trio - Crossover Beethoven

Dass Bonn Beethovenstadt ist, hat sich inzwischen vielfach herumgesprochen. Daneben mausert sich die ehemalige Bundeshauptstadt mit den Jazz-Echopreisträgern Till Brönner und Nils Wülker auch immer mehr zur Brutstätte des hochkarätigen deutschen Jazz. Was liegt also näher, als Beethoven und Jazz miteinander in Verbindung zu bringen. Das macht der Bonner Pianist Marcus Schinkel und sein Trio, deren neue CD “Crossover Beethoven“ frisch auf dem deutschen Musikmarkt erscheint.

Shauli Einav - Beam Me Up

Das Saxofon hat auf Shauli Einav schon immer eine besondere Faszination  ausgeübt. „Das fing schon beim Korpus an, der für mich etwas Maschinenähnliches hatte und den ich als deutlich cooler empfand als den einer Geige. Auch die Bedienung schien nicht allzu kompliziert zu sein“, erinnert sich Einav, der im Alter von 13 Jahren von der Geige zum Saxofon wechselte. Seine Begeisterung für Musik wurde durch seine älteren Geschwister geweckt, die ihn während der Sommerferien oft auf Jazzfestivals mitnahmen. Dann ging er eines Tages in einen Plattenladen in Tel Aviv, wo ihm ein Album des Saxofonisten George Coleman in die Hände fiel. Als er dann wenig später noch die Musik von Charlie Parker entdeckte, gab es für Einav kein Halten mehr.

Ches Smith, Craig Taborn & Mat Maneri - The Bell

The Bell präsentiert dynamische Kammermusik, komponiert für Meister der Improvisation. »Das Beste, was ich während des gesamten Wochenendes hörte«, schrieb Peter Margasak von der New York Times nach dem New York Winter Jazzfest 2014, »war ein superbes Trio, angeführt von dem Schlagzeuger Ches Smith mit dem Pianisten Craig Taborn und dem Bratscher Mat Maneri, das verführerisch narkotisierende Kompositionen gekonnt mit einer Mischung aus grüblerischen Melodien und satten Texturen auflud.«

Hugh Coltman - Shadows - Songs Of Nat King Cole

Das Projekt Shadows – Songs of Nat King Cole ist über viele Jahre in Hugh Coltman gereift. In seiner Jugend und zu Beginn seiner Karriere hatte er nur wenige Berührungspunkte mit Jazzmusik. Mit 20 spielte er in einer Bluesband, The Hoax, mit der auch regelmäßig auf Tournee ging; daneben entstanden zwei sehr poppige Soloalben, die bei Mercury erschienen sind (Stories from the Safe House, 2008; Zero Killed, 2012). Durch sie wurde der britische Sänger, der seit vielen Jahren in Paris lebt, einem größeren Publikum bekannt, das begeistert war von dieser sanften, feinfühligen Mischung aus Folk und Pop und seiner unverwechselbaren, kraftvoll-rauen Stimme.

Ben Monder - Amorphae

Gitarrist Ben Monder machte seine ersten Aufnahmen für ECM 2004 als Mitglied der Paul Motian Band. Amorphae war ursprünglich als ein Reigen von Duetten von Ben und Paul geplant. Eine erste, sondierende Duo-Session wurde 2010 aufgenommen. Nach Motians Tod im darauffolgenden Jahr entschied man sich, das Projekt zu erweitern und mit einem weiteren hoch einflussreichen und innovativen Schlagzeuger, Andrew Cyrille, zu vervollständigen.

Marialy Pacheco - Studio Konzert

2014 erschien Marialy Pacheco's Album INTRODUCING auf Neuklang, mit dem sie durch ihren selbstbewussten Stil und ihr kubanisches Temperament überzeugte. Nun präsentiert sie eine weitere Facette ihrer musikalischen Vielfalt und brachte für das STUDIO KONZERT ein Stückchen Kuba nach Ludwigsburg. Für diese Aufnahme wählte die Pianistin und offizieller „Bösendorfer Artist“ ihre „Lieblingsstücke“ aus.

WDR 3 Jazzfest in Münster 2016

28.01.2016 - 31.01.2016
Das WDR 3 Jazzfest macht vom 28. bis 31. Januar 2016 Station im Theater Münster. Mit vier Tagen randvollem Festivalprogramm und zahlreichen hochkarätigen Jazzkonzerten.

JOE Festival 2016

20. JOE Festival 2016
Es hat sich gezeigt: Donnerstag bis Samstag sind die perfekten Festivaltage! Zum nunmehr dritten Mal startet das JOE an einem Donnerstag. Und – wie gewohnt – endet es mit einem musikalischen Highlight am Samstag: Louis Sclavis und Vincent Courtois. Plus: In diesem Jahr gibt es erstmalig ein Kinderkonzert am Samstag im Vorfeld des Abendprogramms.

Joris Roelofs - Amateur Dentist

Amateur Dentist: Auf ihrer zweiten PIROUET-CD schaffen es der niederländische Bassklarinettist Joris Roelofs und seine Trio-Partner Matt Penman (Bass) und Ted Poor (Schlagzeug) wieder, mit Klängen voller schillernder Farben zu überraschen. Noch aufregender loten sie die Möglichkeiten der seltenen Besetzung aus – und entführen in ebenso zärtliche wie aufwühlende Soundwelten. Musik, die Spaß macht und fesselt!

JANIS: LITTLE GIRL BLUE

Ein Dokumentarfilm von Amy J. Berg
BUNDESSTART: 14. Januar 2016
Janis Joplin war nicht nur eine der einflussreichsten Rockikonen der Welt und eine Göttin des Gesangs. Sie inspirierte auch eine ganze Generation und eroberte neues Terrain für weibliche Rocksängerinnen nach ihr.

ELBJAZZ Festival pausiert 2016 und plant Fortsetzung ab 2017

Das ELBJAZZ Festival ist seit 2010 ein wahres Kulturhighlight und genießt sowohl in der Hansestadt als auch international einen hervorragenden Ruf. Nach sechs Ausgaben in Folge legt das beliebte Festival im Hamburger Hafen jedoch 2016 eine Auszeit ein. Eine Fortsetzung in 2017 ist in Planung. Das Fazit nach sechs ELBJAZZ-Ausgaben könnte im Hinblick auf die musikalische Qualität und ihre Vielfalt, die Einzigartigkeit der Spielstätten, die Verbindung des Festivals zur Hansestadt und ihrem Hafen sowie die Zuschauerzufriedenheit kaum positiver ausfallen.

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Michael Sagmeister - Home

Den eigenen Stil und den wiedererkennbaren Sound Michael Sagmeisters erkennt man sofort, selbst wenn man das gespielte Stück noch nie gehört hat. Großartige Musiker wie er sind außerdem wegweisende Vorreiter in ihrem Genre. Sagmeister hat für Viele den Weg bereitet, durch seine Musik und seine umfangreiche Lehrtätigkeit. „Home“ ist ein schöner Titel für Michaels neues Album, denn in seiner Musik ist er zu Hause.

Florian Weber - Criss Cross (Exploring Monk And Bill Evans)

Auf Criss Cross – Exploring the Music of Monk and Bill Evans stellt Florian Weber eine andere Version eines Trios vor, diesmal ohne Bassisten. In dieser Hommage an die beiden Musiker die ihn wohl am meisten beeinflussten, stehen ihm zwei young lions des heutigen New Yorks zur Seite, der Tenor Saxofonist Donny McCaslin und der Schlagzeuger Dan Weiss. »Was mich an dieser Instrumentierung so begeistert«, sagt Weber, »ist das Tempo mit dem Elemente wir Harmonie oder Form verändert werden können, im Gegensatz zum Trio mit Bass.

Jools Holland & Ruby Turner - Jools & Ruby

Sie sind das Traumpaar der britischen Popmusik schlechthin: Big Band-Leader und legendärer Showmaster JOOLS HOLLAND und die unglaubliche Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin RUBY TURNER. Schon seit Jahren begeistern sie ihr Publikum mit herrlichen Boogie-Woogie-, R&B- und Popduetten und veröffentlichen nun eine Sammlung ihrer persönlichen Lieblingstracks, die zugleich auch Publikumslieblinge wurden. Neben 18 Klassikern der vergangenen Jahre gibt es obendrein vier neue Aufnahmen, die extra für das Album eingespielt wurden!

Frederik Köster & Sebastian Sternal - Canada

Beide gehören zu den profiliertesten Musikern und Komponisten der aktuellen deutschen Jazzszene, wurden vielfach (unter anderem mit Jazz-„Echos“) ausgezeichnet und spielen seit 10 Jahren in wechselnden Formationen zusammen. Doch so intim wie auf ihrem ersten Duo-Album Canada waren Frederik Köster und Sebastian Sternal gemeinsam noch nie zu hören. Ihre größtenteils eigenen und – mit zwei Ausnahmen – speziell für dieses Album geschriebenen Kompositionen, noch mehr aber ihr subtiles, oft lyrisches, zuweilen auch energiegeladenes Zusammenspiel sind unverkennbar vom Aufnahmeort inspiriert: Lethbridge, Provinz Alberta, Kanada.

Philip Zoubek Solo - Air

Ausnahmepianist Philip Zoubek (* 1978) lotet seit Jahren wie kaum ein anderer die Klangvielfalt des Klaviers aus. Vom Geräuschhaften und perkussiven bis zu elektronisch anmutenden Sounds dokumentiert er auf »Air« erstmals seinen aktuellen Klangforschungsprozess.

Barbara Dennerlein - Christmas Soul

Christmas Jazz at its best! Jazz, Pop, Funk, Soul, Fusion und ein Sound, der unter die Haut geht. Ein Weihnachtsalbum voll brodelnder Sinnlichkeit. So präsentiert sich Barbara Dennerlein zum Weihnachtsfest 2015. Seit über drei Jahrzehnten zählt die Münchner Musikerin zu den Top-Stars der internationalen Jazzszene. Wiederholt wurde sie vom renommierten Down Beat Magazin zur Instrumentalistin des Jahres gekürt. Sie erhielt zahlreiche Jazz-Awards und wurde mehrfach mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ ausgezeichnet. Seit 2013 ist sie Mitglied der ehrwürdigen „Hammond Hall of Fame“.

Lisbeth Quartett - Lisbeth Live

„Lisbeth Live“ ist viel mehr als ein Live-Update der aktuellen Verfassung einer kontinuierlich arbeitenden Jazzgruppe, die ihren Radius von Deutschland längst aufs internationale Parkett verlegt hat. Die Gruppe beruft sich auf das älteste und doch immer noch wirkungsvollste Konzept des Jazz überhaupt. Sie greift auf Bekanntes und Bewährtes zurück, um damit in neuer Form in die Zukunft aufzubrechen. Nach drei gefeierten Studioalben ist „Lisbeth Live“ nicht weniger als die nächste Zündstufe.

Initiative H - Dark Wave

Nach dem Erfolg ihres ersten Albums DEUS EX MACHINA wagt sich Initiative H an ein DARK WAVE Abenteuer. Mit anspruchsvollen Gästen, wie den Franzosen Médéric Collignon, Émile Parisien und Vincent Artaud aufgenommen, ist DARK WAVE eine Gefühlswelle aus Jazz, Elektro und Rock, die den Zuhörer in einen klangvollen und ästhetischen Ozean eintauchen lässt. Das Album und sein Name speisen sich aus zweierlei Einflüssen: einerseits der musikalische Einfluss des „Dark Wave“, eine finstere und romantische Bewegung der 1970er Jahren. Andererseits der ikonografische Einfluss der „Dark Wavers“, Extremsurfer, die den gewaltigen Wellen des hohen Norden trotzen.

Lorenz Kellhuber Standard Experience - The Brooklyn Session

„The Brooklyn Session“ ist die erste Veröffentlichung des jungen Komponisten und Pianisten Lorenz Kellhuber mit zwei der gefragtesten Musikern der New Yorker Jazzszene: Orlando le Fleming (b) und Obed Calvaire (dr). Nach drei Alben mit seinem Lorenz Kellhuber Trio wendet sich der von der Fachpresse hochgeschätzte und als „Entdeckung des diesjährigen Montreux Jazz Festivals“ (Jazzwise Magazin) gehandelte Musiker seiner lang gehegten Leidenschaft für Jazz Standards zu. Wo sonst als im Big Apple findet er seine beiden Mitstreiter für dieses Projekt. Ohne jemals zuvor zusammengespielt zu haben, nehmen Kellhuber, le Fleming und Calvaire im Januar 2015 in den legendären New Yorker Systems Two Studios 15 Titel aus dem Great American Songbook auf, ausnahmslos First Takes. Sechs dieser Stücke veröffentlichen sie nun als Lorenz Kellhuber Standard Experience.

Esja 4 - Petrichor

Gero Schipmann, Gitarrist aus Köln, wurde durch einen 1-jährigen Aufenthalt in Island zur Musik dieser Produktion inspiriert. Petrichor ist kein Album, das Nordeuropa musikalisch wie ein Sampler einfangen möchte, sondern vielmehr nach mehreren Seiten offener Jazz eines Quartetts mit Gitarre an der Spitze, das weder mit technischen Kabinettstückchen angeben noch mit trist-diffusem Sphärennebel langweilen will. Gero lebt heute überwiegend in London, wo er an der Guildhall School of Music and Drama ein Masterstudium absolviert.

Guitar Masters Reichenberg 2016

8. Guitar Masters Reichenberg 2016 - 12.03.2016
Wir freuen uns auf hochklassige Musiker, die nicht nur solistisch brillieren, sondern in den unterschiedlichsten Konstellationen auftreten werden mit dem krönenden Abschluß einer gemeinsamen Session . Mindestens 5 Stunden Gitarrenzauber vom Feinsten erwartet die Zuhörer, von Fingerstyle bis zum grenzüberschreitenden Jazz.

Plot - Tightrope

PLOT (Junger Münchner Jazzpreis 2014) wagt sich konzentriert und mit improvisatorischer Lockerheit an Stücke der Beatles, Led Zeppelin und Credence Clearwater Revival und macht sie, mit viel Feingefühl, zu ihren eigenen. Philipp Scholz (dr), Robert Lucaciu (b) und Sebastian Wehle (ts) verneigen sich und huldigen der späten 60er Jahre.

Roger Cicero - Cicero Sings Sinatra - Live in Hamburg

Am 12. Dezember 2015 wäre er 100 Jahre alt geworden: Swing- und Jazzlegende Frank Sinatra. Sage und schreibe 60 Jahre dauerte seine Karriere, die ihn zu einem der bekanntesten Crooner und gleichzeitig einem der erfolgreichsten Sänger, Schauspieler und Entertainer aller Zeiten machte. Um dieser einzigartigen Persönlichkeit ein weiteres musikalisches Denkmal zu setzen, hat sich 2015 auch der deutsche Pop- und Jazzmusiker Roger Cicero dem Werk Sinatras gewidmet. »Cicero Sings Sinatra – Live in Hamburg« lautet der Titel des Tributealbums, das gleichzeitig das erste Livealbum in der Karriere Roger Ciceros ist.

Solveig Slettahjell & Knut Reiersrud - Trail Of Souls

“Conneting the unexpected” lautet das Motto der Konzertreihe „Jazz at Berlin Philharmonic“, die Siggi Loch seit Dezember 2012 kuratiert und produziert. Jeder Abend soll besonders sein, dafür sorgen außergewöhnliche Programm- Ideen und ungewöhnliche, eigens zusammengestellte Besetzungen. Was nicht nur vom Publikum, sondern auch von den Musikern begeistert angenommen wird.

Roger Cicero fällt bis Jahresende aus

Zu viele Termine, zu viele Konzerte, zu viele Verpflichtungen: Wegen eines akuten Erschöpfungssyndroms mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung musste Roger Cicero alle Termine bis Ende des Jahres absagen. Wie sein Management mitteilte, sei der Künstler unfassbar traurig, dass er ausgerechnet zur Veröffentlichung seines Live-Albums „Cicero Sings Sinatra“, an dem er über ein Jahr gearbeitet habe, komplett ausfalle.