Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Back to the Roots! Mit seinem neuen Album holt Jazzrock-Gitarrenlegende John Scofield ein Stückchen groovende Fusion-Vergangenheit in die Gegenwart zurück. Für sein Debütalbum bei Impulse hat er das berühmte Quartett mit Saxophonist Joe Lovano und Schlagzeuger Bill Stewart wieder zum Leben erweckt, mit dem er Anfang der 1990er Jahre drei erfolgreiche Alben für Blue Note eingespielt hat. Das ist »Sco« wie ihn seine Fans am meisten lieben!
Mit über 300 Aufnahmen als Sideman und 11 Alben als Leader ist Christian McBride heute der unangefochtene Herr der niedrigeren Frequenzen. Er gilt als der einflussreichste und allgegenwärtigste Bassist seiner Generation, wie sein Quintett Inside Straight, seine Big Band, sein Trio und seine Arbeit mit unter anderem James Brown, Pat Metheny, Chick Corea und Wynton Marsalis zu Sting, The Roots, Bruce Hornsby und Paul McCartney belegen.
"Longing" - das steht im Englischen für Sehnsucht oder auch Verlangen. Damit thematisiert die studierte Jazz-Pianistin in ihren kunstvoll arrangierten Stücken genau die Art von Gefühlen, die uns Menschen im Innersten bewegen, antrieben und oft auch verwirren. Christiane Dehmer erforscht diesen Bereich unseres Empfindens mit einprägsamen Melodien am Piano und atmosphärischen Klangfarben aus Synthesizern und anderen Instrumenten. Weiträumig, tiefgreifend und behutsam hat Christiane auf diesem Album Musik geschaffen, die ihre Gedanken und Gefühle zur Sehnsucht treffender gestaltet, als das mit Worten möglich wäre.
Berlin, 9. September 2015
Der Pianist Achim Kaufmann wird mit dem von der Union Deutscher Jazzmusiker vergebenen Albert-Mangelsdorff-Preis (Deutscher Jazzpreis) geehrt. Der von GEMA-Stiftung, GVL und Förderungs- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverbandes mit 15.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre an eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Jazzszene verliehen. Er ist der bedeutendste Jazzpreis im deutschen Sprachraum.
Von minimalistisch/introvertiert bis brachial/wild reichen die musikalischen Visionen von Ronny Graupe (guitar), Laura Schuler (violin) und Rea Dubach (voice). Trotz ungewohnter Besetzung entstehen liebevolle Soundwelten mit intimer Intensität. Mit „Ictus Irritus“ ist es den drei MusikerInnen gelungen eine ganz eigene Soundwelt zu entwickeln. Alle drei MusikerInnen haben Material für das Album geschrieben und die Kompositionen zusammen arrangiert. Obwohl jedem Stück eine ganz eigene Ästhetik innewohnt, verliert man beim Hören nie den Zusammenhang zum Gesamtklang des Albums.
Die Rückkehr von Pat Metheny zu ECM und ein Gipfeltreffen von Jazz Stars für Eberhard Weber. Im Januar 2015 feierten Musiker und Musikfreunde an zwei aufeinanderfolgenden Abenden im Theaterhaus Stuttgart den 75. Geburtstag Eberhard Webers.
Die Fans von Piano-Genie Stefano Bollani haben sich längst auf regelmässige Überraschungen eingestellt. Mal brilliert er auf seinen ECM-Alben mit ebenso ausgefeiltem wie poetischem Modern Jazz, dann nimmt er auf Decca mit dem Gewandhausorchester Leipzig eine grandiose »Rhapsody in Blue« auf, nur um danach ein swingendes Latin-Album oder ein Album mit schrägen Frank-Zappa-Coverversionen nachzuliefern.
»Impetus« ist das dritte Album des David Smith Quintet, dass sich hier einmal mehr in seiner Stammbesetzung der letzten Jahre präsentiert: Dan Pratt am Saxofon, Nate Radley an der Gitarre, Gary Wang am Bass, Anthony Pinciotti am Schlagzeug und natürlich Namensgeber David Smith als Trompeter und Komponist.
In sechs Eigenkompositionen präsentiert Bandleader Smith auf »Impetus«, wie mit raffiniert ausgetüftelten Spannungsbögen das gesamte Album-Werk eine musikalische Klammer erhält, die gleichermaßen zusammenhält wie sie den Sound vorwärts treibt.
Tango Tales - Piazzolla & Jaurena "Historia Del Tango"
Das Jaurena Ruf Project vervollständigt mit dieser Aufnahme seine CD-Kammermusik- Trilogie „Tango Tales“. Die Tango Geschichten handeln vom Leben in all seinen Facetten, von der Geburt bis zum Tod, vom Leid und Glück. Es sind poetische Gedanken-Splitter, die als Ideen den Musikstücken vorangestellt den Hörer einladen, seine eigenen Assoziationen und Geschichten mit der Musik zu verbinden. Piazzollas „Histoire du Tango“, im Original für Flöte und Gitarre komponiert, stellt Jaurena seine „Tango-Stationen“ gegenüber, bis er im letzten Track „Escualo y Gorlero“ seine Musik mit der seines frühen künstlerischen Vorbilds und späteren Weggefährten ineinander verwebt.
Der New Yorker Pianist und Komponist David Cook ist in der Jazzszene seiner Wahlheimat, und weit darüber hinaus, hoch angesehen und bestens vernetzt. David Cook arbeitete bereits mit zahlreichen namhaften Musikern zusammen und spielte mit und für hochangesehene Sänger / Innen, darunter als künstlerischer Leiter der siebenfachen Grammy-Gewinnerin und Singer / Songwriterin Taylor Swift.
Der Puls der Großstadt ist anstrengend und manchmal unberechenbar, aber er kann grooven. Auch, oder gerade, wenn sich die Rhythmen dabei überlagern und konkurrieren. Es ist dieses Phänomen, das das junge Hamburger Bandkollektiv Urban Academy fasziniert und seinen Sound und Groove inspiriert. Zwischen Indie-Jazz, Urban Funk, Hip-Hop und Outta Space haben die Musiker einen eigenen Stil kreiert, in dem sie ihr Debut Pulli eingespielt haben. Als Maxime stand dabei nicht Perfektion, sondern Überraschung. Urban Academy wollen in ihrer Musik bewusst mehr Fragen aufwerfen als beantworten.
Fünf außergewöhnliche Musiker aus fünf verschiedenen Ländern treffen sich in der Band Aerie und kreieren gemeinsam den besonderen Bandsound. Als Bandleader geht Ingo Hipp sowohl beim Spielen als auch beim Schreiben unkonventionelle Wege um den klassischen musikalischen Formen des Jazz zu entkommen oder besser gesagt diese zu erweitern. Mit seinen Kompositionen schafft er für Sam Comerford aus Irland, Laurent Méteau aus der Schweiz, Peedu Kass aus Estland und Matthew Jacobson aus den USA eine Plattform, die ihren Improvisationen einen großen musikalischen Freiraum ermöglicht.
Ulrike Haage, im Ruhrgebiet aufgewachsen und an der Hamburger Musikhochschule ausgebildet, ist eine Grenzgängerin. Sie ist Pianistin, Komponistin, Klangkünstlerin. Schon in der Frühphase ihrer Karriere im engeren Umfeld des Jazz war ihr Spiel karger, analytischer als der im Jazz wuchernde Expressionismus. Auch bei den Rainbirds, neben der Sängerin Katharina Franck hinterließ sie Spuren, wie man sie im Pop bislang nicht kannte. Und spätestens nachdem Ulrike Haage im Jahr 2003 als jüngste und bisher einzige weibliche Preisträgerin mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis, der höchsten Auszeichnung im deutschen Jazz, geehrt worden war, verabschiedete sie sich vollends in ihre eigene Umlaufbahn zwischen allen Stilen.
Das ECM-Debüt des Pianisten Tigran Hamasyan ist eine außergewöhnliche Erkundung der sakralen Musik Armeniens. Hamasyan hat eigens für diese Produktion Hymnen und Scharakane (liturgische Lieder Armeniens) sowie Choräle von Grigor Narekatsi, Nerses Shnorhali, Mesrop Mashtots, Mkhitar Ayrivanetsi, Grigor Pahlavuni, Komitas und Makar Yekmalyan ausgewählt und für Klavier und Vokalensemble arrangiert.
Cécile McLorin Salvant, Singer-Songwriter, Visual Artist und Illustratorin, hatte ihren Durchbruch im Jahr 2013 mit WomanChild. WomanChild wurde von Downbeat zum Album of the Year gekürt. Darüber hinaus erhielt Cécile ihre erste Grammy-Nomminierung. For One To Love ist eine furiose Demonstration dieser fesselnden Stimme mit ihren berührenden Höhen, bebenden Tiefen und einer einzigartigen Anmut. Für dieses Projekt nahm Salvant erneut die Zusammenarbeit mit dem anerkannten jungen Pianisten Aaron Diehl auf, dem sich auch die Mitglieder seines Trios anschlossen: Paul Sikivie am Bass und Lawrence Leathers am Schlagzeug. Gemeinsam swingt und wirbelt das Ensemble und reagiert gewandt auf jeden Aufschrei, jedes Knurren und Gurren von Cécile. Als begabte Illustratorin bereichert Cécile die ergreifende Musik des Albums um ihre eigenen Kunstwerke.
Eine Schreibblockade, ein kreatives Loch – wie man es auch nennt, manchmal kommen selbst die besten Musiker und Songwriter einfach nicht weiter. Was da helfen kann, ist ein kleiner Anstoß von einem besonderen Menschen, und schon fließt die Kreativität wie nie zuvor – so geschehen bei Lizz Wright. Statt eines Coveralbums ist Lizz Wright mit »Freedom & Surrender« etwas ganz eigenes gelungen. Großartige Vocals treffen auf einige der besten Jazzmusiker unserer Zeit – mehr Jazz geht nicht.
Zu Beginn der dunkleren Jahreszeit kommt dieser musikalische Brückenschlag zwischen Orient und Okzident. Ein Opus, das sowohl Freunde schlichter Konzeptalben als auch Romantiker und Weltenbummler in seinen Bann ziehen wird. Wolfgang Torkler hat nach 5 Soloalben nun ein Best-Of seiner Stücke in einem komplett neuen Sound aufgenommen. Er kehrte dafür nach Berklee zurück, wo er 1997 studierte. Bertram Lehmann, mit dem er sich seinerzeit die WG-Küche teilte, ist dort Dozent für Drums & Percussion und konzipierte zusammen mit seinem ehemaligen Studienfreund das Album. Kontemplativ und warm im Klang sollte es sein – minimalistisch – genau wie schon Torkler’s Solo-Kompositionen. Und dennoch vielgestaltig im Instrumentarium, spontan in der Interaktion.
Jive Music Austria freut sich das dritte aufeinanderfolgende Album des großartigen Saxophonisten Chico Freeman präsentieren zu dürfen! Er ist eine lebende Legende. Wer glaubt, Freeman lehnt sich zurück und verlässt sich auf seine alten Erfolge: weit gefehlt, er ist noch immer in Bewegung, macht neue Projekte mit neuen und interessanten Musikern und sucht neue Wege in der Aufnahmetechnik. Für diese CD hat er bekannte Europäer als Instrumentalisten gebucht, die HIER in Europa leben und arbeiten.
Aus grafischer Sicht sind ein gesundes Maß an Plakativität und ein Spiel mit Klischees durchaus willkommen. Vor einigen Jahren erschien eine CD mit einem Cover, auf dem im Vordergrund ein Stier und im Hintergrund die Skyline von Manhattan zu sehen war. Für eine andere Produktion wählte man andere Symbole: rechts einen andalusischen Halbstiefel, links einen Turnschuh. Die Alben Jazzpaña, Jazzpaña II und Jazzpaña Live (wo bereits auf der nominellen Ebene die Fusion vollzogen wird) zeigen einen Flamencotänzer, bei dem ein Bein die stilisierte Form eines Saxophons hat.
Akkordeon trifft auf Cello. Bereits seit 2008 machen Klaus Paier und Asja Valcic gemeinsam Musik und haben ihr Zusammenspiel in über 200 Duo-Konzerten zur Meisterschaft gebracht. Als Ihr Debüt-Album „À Deux“ im Jahre 2009 erschien, traute man seinen Ohren nicht: So selten die Besetzung, so ungewöhnlich sind auch die Klänge, die die beiden ihren Instrumenten entlocken. Ist es Jazz, Klassik oder Weltmusik? Alt? Neu? Crossover?
Privat sind sie seit langem ein Paar, aber musikalisch gingen beide lange getrennte Wege: Cæcilie Norby schaffte in den Achtzigern als herausragende dänische Funk- und Jazzsängerin lange vor anderen skandinavischen Kolleginnen den Brückenschlag nach Amerika und wurde die erste europäische Künstlerin beim legendären US-Label Blue Note, für das sie mit Weltstars wie Mike Stern oder Chick Corea zusammenarbeitete. Der Schwede Lars Danielsson kann ebenfalls auf eine lange internationale Karriere an der Seite von Größen wie Charles Lloyd oder den Brecker Brothers verweisen. Vor allem aber als langjähriges Mitglied der ACT-Familie reifte er mit eigenen Projekten, als gefragter Sideman und auch Produzent zu einer der wichtigsten Stimmen im europäischen Jazz. Erst kürzlich wurde er mit dem ECHO Jazz 2015 als bester Bassist international ausgezeichnet.
Mit unerhörter instrumentaler Virtuosität überschreitet der polnische Geiger Grenzen: seines Instrumentes, zwischen den Genres, zwischen Komposition und Improvisation und im verschmelzenden Zusammenspiel mit seinen Mitmusikern. Das macht ihn zu einem „erfrischend anderen europäischen Jazzstar“ wie das englische Jazzwise Magazin feststellt, der “virtuos und hochemotional” (Fono Forum) wie „derwischhaft intensiv“ (Jazz thing) mit der Tradition als Basislager neue Jazz-Forschungsreisen unternimmt.
John Lennon goes Jazz. Am 9. Oktober 2015 wäre der Sänger und Komponist zahlloser unsterblicher Songs 75 Jahre alt geworden. Mit „My Working Class Hero“ widmet ihm der finnische Pianist Iiro Rantala eine so berührende wie beeindruckende Hommage. Das Rantala ein besonderes Händchen für musikalische Heldenverehrung hat, bewies er schon 2011 mit „Lost Heroes“, dem erfolgreichsten und meistbeachteten Album seiner Karriere. Die Aufnahme mit zehn Songs im Geiste seiner großen musikalischen Helden erhielt unter anderem den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik und den ECHO Jazz, die FAZ attestierte „Intelligenz, Humor, viel Sentiment, unvorhersehbare Ideen und feinstes Piano-Handwerk.“
Verborgene Harmonien oder Wie spannend doch die Welten zusammenhängen! „Recondita Armonia“ heißt die neue CD des Pablo Held Trios, auf der die Musiker sich vor Komponisten wie Mompou, Strawinsky, Skrjabin und Rachmaninoff verbeugen und dabei doch Klänge finden, die ganz ihre eigenen sind.
Jazzbands sind selten für die Ewigkeit bestimmt. Ensembles, die ein Jahrzehnt oder länger zusammenspielen, stellen leider eine Ausnahme dar. Dass es aber auch anders geht, zeigen Fourplay. Mit Ausnahme ihres Gitarristen musiziert das berühmte Jazzquartett immer noch in Originalbesetzung, und zwar seit 25 Jahren.
Franco Ambrosetti ist seit Jahren der herausragende europäische Jazz-Trompeter. Er arbeitet seit über 30 Jahren mit ENJA zusammen, nahm zahlreiche Alben auf, wie mit John Scofield, Mike Brecker, Daniel Humair, The George Gruntz Orchestra, Phil Woods, Geri Allen, Steve Coleman, Bennie Wallace und vielen mehr. Einige seiner Alben sind zu jazz classics geworden.
Nun ist es amtlich, dass Sandro Roy den Jazzförderpreis der renommierten Münchner Konzertgesellschaft erhalten hat. Den Preis überreicht Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern bei einer Galaveranstaltung zugunsten der Begabtenförderung am 18.10. im Prinzregententheater in München. Der 20jährige Sandro Roy zieht viel Aufmerksamkeit auf sich wegen seiner Doppelbegabung als Geiger, in Klassik wie in Jazz . Er spielte und gab Workshop über „Gipsy Jazz“ in den USA, vorher trat er beim Rheingau Musikfestival und St. Ingbert Jazzfestival auf sowie beim Mozartfest in Augsburg.
Mit The Mosaic Project: Love and Soul veröffentlicht Terri Lyne Carrington, Grammy-Gewinnerin und Schlagzeugerin / Komponistin / Produzentin ihr lang erwartetes neues Album. The Mosaic Project: Love And Soul ist gleichzeitig Terri Lyne Carringtons Ehrenbezeigung für Frauen in der Kunst wie ihre Hommage an verschiedene männliche Künstler, die sie professionell und / oder musikalisch beeinflusst haben, etwa Nick Ashford, George Duke, Duke Ellington, Frank Sinatra, Luther Vandross und Bill Withers.
Mit „Watercoloured Borderlines“ legt Miu ihre Debütplatte vor. Eine Sammlung von wohl ausbalancierten Stücken. Seelenvolle Stücke, in denen richtig viel los ist. Die aber genau deshalb in sich ruhen, weil nichts fehlt. Aber es darf auch nichts weggenommen werden. Der strahlend blonden, überaus charmanten Hamburgerin mit den schwarzen Wimpern und der aufregenden NuSoulstimme wird die Musik nicht gerade in die Wiege gelegt. Inspiration aber findet Sie bei Lauryn Hill, Adele, Ella Fitzgerald und Amy Winehouse. Und nach einem NY Aufenthalt ist sie endgültig entschlossen sich vollumfänglich der Musik zu widmen.
Mit ein paar geladenen Gästen gibt es einen Rückblick wie und warum alles bei JazzrockTV angefangen hat. Zudem ein paar Clips aus vergangenen Folgen und Projekten, sowie Video-Grüße aus aller Welt.
Am 12. Juli gaben Incognito eine Party, von der man sicher auch in den kommenden Jahren noch reden wird. Um ihr 35. Jähriges Band –Bestehen angemessen zu feiern luden Incognito Freunde, Familie und Fans in das Londoner Q2 Shepherds Bush Empire ein um dort mit Ihnen eine unvergessliche Nach zu zelebrieren.
Als Martin Tingvall 2012 sein erstes Solo Album „en ny dag“ (SKP 9117) veröffentlichte, präsentierte er eine andere neue Facette, nämlich die ruhige Seite seines künstlerischen Schaffens, die ZEIT lobte das Album als „innig, verhalten, ergreifend schön“ und konstatierte „Tingvall sammelt die Jazzfreunde da ein, wo Keith Jarrett und Chick Corea sie einst haben stehen lassen …“, die FAZ ergänzte: „Tingvalls Lyrik bemüht sich, unser Zutrauen ins Unscheinbare zu stärken.“ Die Poesie, mit der Martin Tingvall seine Hörer berührte, traf den Nerv eines Publikums, das Informationsüberflutung und sich überbietende Superlative für einen Augenblick aussperren wollte. Und die Frage, ob denn das Jazz oder Klassik sei, beantwortete das deutsche Feuilleton mit dem Schluss, dass dies eine Musik sei, die keine Trennung nach Genres kannte, die demzufolge Edvard Grieg genauso nahe stand wie Chick Coreas Children‘s Songs.