Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Meeting Lee and Singing – eine grossartige Geschichte.
Zum ersten Mal begegnete ich Lee während einer gemeinsamen Aufnahme 2003. Zusammen gespielt haben wir schließlich rund 4 Jahre später. Lee kam, um sich mein damaliges Trio Minsarah anzuhören, und nach dem vierten Zuhören bat er uns in seine Kölner Wohnung zu kommen, um gemeinsam zu spielen - Jeff Denson
Seit mehr als 20 Jahren erforschen Galactic ihre scheinbar unbegrenzten musikalischen Möglichkeiten. Ben Ellman, Robert Mercurio, Stanton Moore, Jeff Raines und Rich Vogel sprengen sowohl im Studio als auch auf der Bühne regelmäßig künstlerische Grenzen. Sie sind stets offen für neue Einflüsse und lassen sich tagtäglich von den Klängen und Geräuschen, die in den Straßen ihrer Heimatstadt New Orleans brodeln, inspirieren.
Erst knöpfte sich Lee Ritenour 1997 Tom Jobim vor, um dessen Bossas und Sambas auf dem Album A Twist Of Jobim einen neuen Dreh zu verleihen. Dann waren es 2001 auf A Twist Of Marley die Reggaes von Bob Marley, denen 2003 auf A Twist Of Motown Soul- und Rhythm’n’Blues-Klassiker von Marvin Gaye bis Stevie Wonder folgten. Nun hat sich der Gitarrist auf A Twist Of Rit seines eigenen Werkes angenommen und einige Stücke mit einer zwölfköpfigen All-Star-Band plus Gästen (Ernie Watts, Dave Grusin, Dave Weckl, Wah Wah Watson, Makoto Ozone u. a.) von Grund auf überarbeitet.
Es ist die spannende Mischung aus traditioneller indischer Musik und modernen westlichen Einflüssen, die die Songs von Anoushka Shankar so besonders machen. Auf ihrem nunmehr achten Album »Home« präsentiert die Tochter des berühmten Sitar-Spielers Ravi Shankar vier neue Songs von träumerischer Schönheit. Schon viermal wurde die gebürtige Londonerin für den begehrten Grammy nominiert. Ihre musikalische Klasse stellt sie nun mit Stücken wie »Guru: Raga Jogeshwari – Gat In Rupaktal« oder »Celebration: Raga Manj Khamaj« einmal mehr unter Beweis.
Rejuvenation - Verjüngung, Auffrischung - ist eine der Eigenkompositionen von Florian Brandl, die die Konzerte dieses Münchner Jazzquartetts bestimmen, und dient als musikalische Idee. Auf Ihrem Cd-Debüt spielen die vier Musiker eine intensive und energiegeladene Musik voller jugendlicher Frische und Leichtigkeit. Vorbilder aus dem Hardbop, Mainstream und Modern Jazz sind nicht zu überhören und fliessen in einen individuellen Bandsound ein, der vor allem der Interaktion zwischen den spielfreudigen Musikern einen grossen Platz einräumt.
David Becker ist ein grundsolider Straight-ahead-Jazzgitarrist, der bereits mit zwei Grammy-Nominierungen ausgezeichnet wurde. Für „The Lonely Road“ verlässt er sein gewöhnliches Trio zugunsten eines Solo-Projekts. Allerdings bedeutet „solo“ hier nicht „eine Gitarre“, da Becker sehr gewandt ein kleines Orchester aus akustischen und elektrischen Gitarren erstehen lässt. Der überwiegende Jazz-Charakter des Albums gerät zuweilen durch eine hochstimmig klingende Steelstring in fast folkige Gefilde.
Cabanáz veröffentlicht erstes Album „Friends“
Seit einem Jahr freuen sich Cabanáz und ihre Fans gleichermaßen auf die Veröffentlichung des ersten gemeinsamen Albums. Am 3. Juli ist es endlich soweit. Das erste eigene Album „Friends“ ist ein Mix aus Jazz, Latin und Funk, das zum Tanzen aber auch zum Träumen anregt. Die Interpretationen von ausgewählten Jazzkompositionen spiegeln auch das Liveprogramm wieder, welches in seiner Auswahl und Qualität einmalig ist. Aber die Musik von Cabanáz ist nicht nur etwas für Jazzkenner. So mancher Zuhörer hat dieses vielfältige Genre durch Cabanáz erst für sich entdeckt und sich von der Begeisterung der Musiker anstecken lassen.
Das Debüt Album liegt lange zurück und gehört gewissermaßen in eine andere Generation. Damals ging es mit eigenem Singer/Songwriter Material noch in eine völlig andere Richtung. Seither folgten einige Veröffentlichungen auf Samplern. Regelmäßig neue CDs zu produzieren hatte lange keine Priorität, denn für Jens Hausmann lebt Musik vom flüchtigen Augenblick, den man in seiner Spontaneität schwer festhalten kann. Diese Gitarrenmusik soll aus dem Moment entstehen, was das „Feeling“ angeht, sowie den hohen Anteil an Variation und Improvisation.
Über den Bluesmusiker und Entertainer Albert C. Humphrey ist eigentlich schon alles gesagt und geschrieben worden, was man sich vorstellen kann. Geboren in Los Angeles/USA, beheimatet an der Isar in München, selfmade-Blueser und ehemaliger Gospelchorleiter, stets mit einem selbstironischen und allgemein positiven Unterton, virtuos und unterhaltsam zugleich – ihm noch mehr Komplimente zu machen hieße Weißwürste nach München zu tragen. Unzählige Shows und Tourneen hat er hinter sich; und er stand auch schon mit den ganz Großen der Szene auf der Bühne. Etliche Blues-CDs, zuletzt das Meisterwerk „Suitcase full of Blues“ zeugen von einem nimmermüden Tatendrang.
O TEMPO, das neue Album der Schlagzeugerin, Perkussionistin und Komponistin Angela Frontera, ist eine Reise durch verschiedene Zeiten und Kulturen. Ihre Herkunft, der Vater Italiener, die Mutter afro-indianischer Herkunft, prägte ihre musikalische Entwicklung bereits in der Kindheit. So vereint Angela Frontera Einflüsse dreier Kontinente in ihren Kompositionen.
Das Duo Sudden Flow ist in diversen Stilen der Folkmusik verwurzelt, bewegt sich aber ebenso genreübergreifend im Soul/Funk, Swing und Pop. So gelingt der amerikanischen Sängerin Sue Sheehan und dem deutschen Gitarristen Günter Kramer beim Songwriting ein mitreißender und groovender Crossover.
MAGELLANO ist für Gianni Savelli Media Res eine Herausforderung: Die Herausforderung, magische Musik zu erschaffen, indem Grenzen von Genres, Sprachen und Kulturen überschritten werden. Das Ensemble will sich selbst ausdrücken, einzigartige Musik spielen, die tief und persönlich ist und die Neugierde und Persönlichkeit der Musiker widerspiegelt. Die Band erforscht demnach Sprachen, Kulturen und Welten um ein Album zu kreieren, welches ihnen Zufriedenheit verschafft.
Oded Tzur, Saxophonist aus N. Y.City, konzentriert sich seit dem Start seiner Karriere vor 10 Jahren auf die Bearbeitung / Mischung der musikalischen Wurzeln indischer Klassik mit US-amerikanischem Jazz.
Auf seinen zahllosen Reisen in aller Welt geht es Stephan Micus darum, traditionelle Instrumente zu studieren und zu verstehen, die Klänge, die sie produzieren und die Kulturen, die sie hervorgebracht haben. Dann komponiert er eigene Stücke auf ihnen, wobei er alle Instrumente selbst spielt und vielschichtige Multitrack-Aufnahmen der Kompositionen macht. Auf diese Weise kombiniert er Instrumente, die sonst nie zusammen gehört werden würden, indem er sie aus verschiedenen Kulturen nach ihrem Charakter, ihrer klanglichen Textur und Schönheit auswählt.
Nach seiner viel gelobten Zusammenarbeit mit Rockmusikern auf Lumen Drones erscheint nun das nächste Album des norwegischen Geigers. Øklands neue Band offeriert ruhigere, aber hoch kreative Musik. Die Musiker auf Kjølvatn sind aus diversen Kontexten bekannt. Das elegante Bassspiel Mats Eilertsens war schon auf ECM-Aufnahmen von Tord Gustavsen, Trygve Seim, Wolfert Brederode und Jacob Young zu hören. Håkon Stene zählt zu den gefragtesten klassischen Schlagwerkern Norwegens. Der Harmonist Sigbjørn Apeland arbeitete bereits bei Lysøen – Hommage à Ole Bull mit Økland zusammen und Saxophonist Rolf-Erik Nylstrøm spielte im »Trio Poing« mit Frode Haltli.
»Anecdotal Evidence« - das neue und für Deutschland das Debüt-Album des Pianisten Axel Schwintzer - darf durchaus als handfester Beleg für die Richtigkeit all jener Lobeshymnen gelten, die schon auf den Bandleader Schwintzer gesungen wurden.
Der Pianist Josef Reßle hat in seiner Band einige der vielversprechendsten Musiker der jungen Münchner Szene um sich geschart. Die enorm facettenreiche Sängerin Natalie Elwood, der frei und fließend phrasierende Saxophonist Matthieu Bordenave, der durch hohe Präzision beeindruckende Bassist Sebastian Gieck sowie der stets variantenreich und sensibel spielende Sebastian Wolfgruber am Schlagzeug bilden zusammen mit dem Bandleader eine Formation, die durch Spielfreude, Virtuosität und aufmerksame Interaktion besticht.
Die Kurzdokumentation “Der Rest is mir Wurst”, erzählt in Episoden die Geschichte des Jazzatelier Ulrichsberg und des TrioNow! (bestehend aus Musikern, die seit ihrer Jugend tief im Jazzatelier verwurzelt sind).
Der Trompeter und Bandleader, Jahrgang 1987, aus München, hatte als Kind klassischen Klavierunterricht, spielte als Jugendlicher E-Gitarre in Rockbands und studierte dann an der Münchner Hochschule für Musik und Theater Jazztrompete bei Claus Reichstaller. Lindermayr gewann 2012 den Biberacher Jazzpreis und 2013 den Kurt Maas Jazz Award, der ihm einen fünfwöchigen Aufenthalt am Berklee College in Boston ermöglichte. Im Sommer 2013 traf er dort in Trompetenprofessor Tiger Okoshi einen wichtigen Mentor.
»The Madman of Naranam«, diesen Namen trägt das neue Album von Philipp Gropper’s PHILM. In der indischen Mythologie wird »Madman of Naranam« der Figur des Naranth Brantham zugeschrieben, der es sich zur Aufgabe machte, unaufhörlich einen Felsen den Berg hinaufzuschleppen und diesen sogleich wieder zurück hinunterrollen zu lassen. Doch im Gegensatz zu Sysiphos verrichtet der »Madman« seine Aufgabe, die trotz großer Mühen kein Ziel oder absehbares Ende in sich trägt, nicht aus Strafe, sondern freiwillig und mit großer Freude.
Es war einmal eine kanadische Supermarktkette namens LOEB, die irgendwann von einer Kette namens METRO aufgekauft wurde. Diese tatsächlich vollzogene freundliche Übernahme war es nicht, die einen Gitarristen namens LOEB dazu bewog, ein Band-Projekt METRO zu taufen …
Joschi Schneeberger ist seit Jahren einer der meistgefragten Kontrabassisten Österreichs. Er ist national und international sehr viel unterwegs mit den verschiedensten Bands und Musikern: aktuell z.B. mit dem Robert Schönherr Quartett, Kevin Mahogany, Benjamin Schmid, Hans Gansch, Elly Right und natürlich sehr intensiv mit seinem gefeierten Sohn Diknu Schneeberger (Trio), der auch hier im neuen Quintett wieder mit von der Partie ist, wie auch der geniale Pianist Aaron Wonisch. Percussionist Toni Mühlhofer und Gitarrist Martin Spitzer bilden das rhythmische Rückgrat der Gruppe!
»Swing! Swing! Swing!« Das ist das Motto von Marina & The Kats. Heiße Grooves, traumtanzende Melodien, fetzige Gitarren, treibendes Beserlschlagzeug und die Stimme der hinreißend charmanten Marina, die zu einem ihrer, in verspielter Leichtigkeit dahin perlenden, Scatsoli ansetzt. Da schnippen die Finger, da leuchten die Augen, da wirbelt‘s am Parkett! Die Entstehungsgeschichte beginnt auf einer Party in Graz. Ein gemeinsamer Abend besiegelte das Schicksal des Trios. Auf den Plattentellern drehten sich alte 7‘‘ Singles von Louis Prima, Gene Krupa, Benny Goodman, Anita O‘Day … und wie Schuppen fiel es den Dreien von den Ohren: »Jazz ist ja die Tanzmusik überhaupt«.
30 Jahre Deutschland – mehr als 3.000 Live-Konzerte: Ausnahmekünstlerin Jocelyn B. Smith zelebriert ihre Jubiläums-Tour ganz nach dem Motto “It ain’t over till the fat lady sings.“ „Atemberaubend“ (DER SPIEGEL) ist ihre Live-Performance, magisch ihre Bühnenpräsenz, ihr kreatives stimmliches Potenzial durchbricht Grenzen und wechselt über vier Oktaven mühelos von Soul, Jazz, Funk oder Pop.
James Brandon Lewis gehört heute zu den Titanen des Tenorsaxophons. Er erntete viel Lob von meinungsbildenden Kulturzeitschriften wie Ebony, die ihn als eines der sieben größten Talente seiner Zunft bezeichnete. Lewis ist mit großen Namen aufgetreten, darunter Benny Golson, Geri Allen, Wallace Roney, die Grammy-Preisträgerin Dorinda Clark Cole und Albertina Walker.
Jedes Jahr im Sommer wird die kleine Gemeinde Marciac im Südwesten Frankreichs für drei Wochen zur weltweiten Hauptstadt des Jazz. Jazz in Marciac (JIM) wurde 1978 vom jazzbegeisterten Englischlehrer und Schulleiter des Ortes ins Leben gerufen, war anfangs noch auf Oldtime Jazz und Gospel beschränkt, öffnete sich aber schnell den verschiedenen Spielarten, Wurzeln und Einflüssen des Jazz und zieht heute jährlich Zehntausende begeisterte Zuhörer in die Gascogne.
Vom Jazz zur Black Music und wieder zurück! Mit seinen beiden letzten R’n’B- und HipHop-orientierten »Black Radio«-Alben gelang Blue-Note-Pianist Robert Glasper der kommerzielle Durchbruch und Gewinn zweier Grammys. Auch bei den Kritikern der unterschiedlichsten Lager feierte er mit den Alben voller namhafter Black-Music-Gaststars einen Riesenerfolg.
Charlie Haden und Gonzalo Rubalcaba gaben im Frühjahr 2005 im Blue Note Club in Tokio ein poetisch-spielfreudiges Konzert, das nun unter dem Namen »Tokyo Adagio« erscheint. Mit der Veröffentlichung wird Charlie Haden ein weiteres postumes Denkmal gesetzt. Das Konzert auf »Tokyo Adagio« verdeutlicht, was ein gutes Duo- und Jazz-Album ausmacht: Hier beflügeln sich zwei Generationen. Hier wird lyrisch konzentriert und rhythmisch experimentierfreudig improvisiert. Hier manifestiert sich Freundschaft in Musik.
Mit »Passion World« legt der Sänger und Echo-Jazz-Gewinner Kurt Elling ein neues Album vor, das seinem Titel in doppelter Hinsicht gerecht wird. Zum einen ist es ein globales Album, auf dem Elling ein Repertoire mit Liedern aus Brasilien, Irland, Deutschland, Spanien, Schottland, Kuba und Island präsentiert. Zum anderen geht es in all diesen Liedern um Leidenschaften, jene Kräfte, die unsere Seelen bewegen. Elling ist viel auf Tournee und erfährt so, was die Menschen in allen Winkeln der Welt bewegt.
Das Album »The Bad Plus feat. Joshua Redman« dokumentiert den Status Quo dieser künstlerischen Liason zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Als The Bad Plus vor vier Jahren bei Joshua Redman mit der Frage anklopften, ob er sich ihnen für eine Woche im New Yorker Club Blue Note anschließen wolle, war klar, dass es hier nicht um eine Begleitband ging, die einen Solisten suchte. »Wir sollten dort spielen und uns einen Gast einladen«, erinnert sich Reid Anderson an die Anfänge des Projekts.
Bei „Jazz at Berlin Philharmonic“ ist das Programm der Star. Bei der stets ausverkauften Konzertreihe im Kammermusiksaal geht es Kurator und Produzent Siggi Loch darum, bisher ungehörte Musikerkonstellationen unter einem thematischen Fokus zusammenzustellen. Am 13. Februar 2015 stand das Akkordeon im Rampenlicht.
Der 1976 geborene Brasilianer Hamilton de Holanda ist in seinem Heimatland ein Top-Star. Sein Markenzeichen: Vielseitigkeit, Virtuosität, Ernsthaftigkeit, Spielfreude und seine 10-seitige Mandoline. Wie nur wenige Musiker überbrückt er mit Leichtigkeit unterschiedlichste Genres: von den brasilianischen Wurzeln des Bossa, Samba, Choro über Jazz, Pop und Rock hin zur Klassik. Hierzulande wurde er durch seine Zusammenarbeit mit dem italienischen Pianisten Stefano Bollani bekannt. Gemeinsam spielten sie das Album »O Que Sera«. Weitere internationale musikalische Begegnungen hatte er u. a. mit dem französischen Akkordeonisten Richard Galliano, dem Pianisten Omar Soza und Wynton Marsalis.