Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

Terri Lyne Carrington - The ACT Years

„Ouuuh Mann, die hat was drauf! Die ist gut, Mann! Dieses kleine Mädchen kann spielen!" Was Dizzy Gillespie früh erkannte, ist heute unumstritten:Die 1965 in Medford, Massachusetts geborene Terri Lyne Carrington gilt heute als  „die bekannteste Jazz-Drummerin der Welt“ (Spiegel Online). Seit fast 25 Jahren ist sie nicht nur hinter den Trommeln an der Spitze der Jazzwelt vertreten, sondern auch als Komponistin, Arrangeurin, Produzentin und Dozentin. Sie spielt(e) mit den Weltstars des Jazz, darunter Herbie Hancock, Wayne Shorter, Al Jarreau, Stan Getz, David Sanborn, Joe Sample, Cassandra Wilson, Clark Terry und Dianne Reeves. Ihre GRAMMY-prämierte Karriere begann Terri Lyne Carrington bei ACT. „The ACT Years“ blickt mit 12 Stücken auf diese Zeit zurück und zeigt die Vielseitigkeit der faszinierenden Schlagzeugerin auf.

Dejan Terzic - Labyrinth

Musik, die uns ermutigt, ins Labyrinth der eigenen Assoziationen zu entfliehen und um an anderer Stelle wieder in den sanften Strom der surrealen Klangbilder einzusteigen - unkalkulierbar und facettenreich, aber auch abgründig, transparent und mysteriös. Der Traum im Traum im Traum... Wer würde sie nicht kennen, die Situation, aus einem Traum zu erwachen und je nach Art des Traums entsetzt oder beglückt festzustellen, dass es sich gar nicht um einen Traum handelt, nur um eine geträumte Ewigkeit später ins nächste Level des Bewusstseins zu erwachen, das wir Wirklichkeit nennen. Es gibt viel mehr Schleusen zwischen den Kammern von Traum und Wirklichkeit, als uns die Eineindeutigkeit dieser Begriffe suggerieren möchte. Dejan Terzic nimmt uns mit seinem Quartett Melanoia – der Begriff steht für die Quersumme von Melancholie und Paranoia – auf eine Tour ins Innerste seiner Träume mit.

Melody Gardot - Currency Of Man

Für ihr neues Album »Currency Of Man« haben sich Melody Gardot und ihr Produzent Larry Klein vorgenommen, einen Soundtrack des Lebens verschiedener Figuren zu erschaffen. Dafür begibt sich Gardot in mehrfacher Hinsicht in musikalisches Neuland. Für ihre Alben lässt sich Meldoy Gardot von Orten inspirieren, die sie bereist und erlebt. Ihre Songs auf »Currency of Man« handeln diesmal weniger vom persönlichen Erleben. Sie möchte mit ihren Texten vielmehr Beobachtungen kommentieren, die sie in Los Angeles machte: Dort traf sie viele Menschen, die am Rande der Gesellschaft um ihre Existenz ringen. Gardot bedeutet dieses Album viel, denn es ist ihr Plädoyer für Menschenwürde: für die Berechtigung und den Wert des Individuums. Mit Larry Klein konzipierte sie das Werk als eine durchgehende erzählerische und musikalische Linie. Um dieses Gesamtkonzept vollständig veröffentlichen zu können, erscheint ein ›Artist’s Cut‹ als Deluxe Edition.

Organ Explosion - Studio Konzert

Für das junge Trio Organ Explosion ist Musik machen pure Leidenschaft. Sehr bodenständig, voller Kreativität und Energie spielen sie mit einer extravaganten und eigentlich schon längt vergessenen Instrumentierung. Das Trio verwandelt den Klang der alten Kameraden aus den 70ern zu einem explosiv-freshen Sound. Melodien für Millionen mit dem Sexappeal des Funk, der Kreativität des Jazz, dem Dreck des Blues und der Krassheit des Punk. Jeder Song ist absolut einzigartig, faszinierend und unvorhersehbar und lädt ein in die Vergangenheit und Zukunft.

Daniel Schnyder & David Taylor - Art Of The Duo

Auf ihrem gemeinsamen Album ART OF THE DUO erforschen die beiden vielseitigen Musiker Daniel Schnyder und David Taylor die Möglichkeiten des Duospiels. In den 25 aus der Feder Daniel Schnyders stammenden Kompositionen und Bearbeitungen zeigt das stupend virtuose Duo die Ausdrucksvielfalt, die mit nur zwei Instrumenten erreicht werden kann. Die Werke spiegeln die Musik des 21. Jahrhunderts wider und verwirken dabei nahtlos unterschiedlichste Genres. Das Album ist eine Inspiration für junge Kammermusiker und Solisten, die die Musiksprache unseres Jahrhunderts für sich neu entdecken wollen.

Jin Jim - Die Ankunft

Jin Jim heißt die neue Band, deren CD auf unserem Label Neuklang DIE ANKUNFT feiert. Das junge Jazzquartett beeindruckt mit eigenen Kompositionen und modernen, jazzigen Arrangements von Rockklassikern wie "Black Hole Sun“ der Band Soundgarden. Die eigenen Werke der „Modern-Jazz-Rock Formation“ sind dabei wie eine Reise durch verschiedenste Kulturen und Zeiten: Hip-Hop Beatbox Flöten, Deutsch-Balkan Grooves, Klanglandschaften aus Island und Spanien, Wetter-Lieder, sowie Lieder über die pompöse Ankunft eines Monarchen gehören ins Repertoire.

Pascal Schumacher - Left Tokyo Right

Als einer der besten europäischen Vibraphonisten präsentiert uns Pascal Schumacher ein faszinierendes neues Album Left Tokyo Right, das ab dem ersten Ton zum stetigen Wiederhören einlädt. Als Kopf des gut eingespielten Ensembles erschafft Schumacher sein eigenes Klanguniversum, in dem er mit seiner Tonsprache ein weitreichendes emotionales Spektrum bedient. Inspiration schöpft er hierbei aus dem zwischen Tradition und Moderne kontrastierendem kulturellen Modell Japans.

David Torn - Only Sky

David Torn – umtriebiger Gitarrist, Produzent, Improvisator, Filmmusikkomponist und Klangkünstler – meldet sich mit »Only Sky« zurück, einem Soloalbum, das jene Grenzen des Möglichen auslotet, zu dem ein Mann und seine Gitarre imstande sind.

Third Reel - Many More Days

Das zweite Album von Third Reel hebt das Konzept der von Flexibilität geprägten und auf Offenheit basierenden Klangstrukturen des schweizerisch-italienischen Trios auf ein neues Level. Emanuele Maniscalco, Nicolas Masson und Roberto Pianca steuern hier allesamt Kompositionen bei, die einerseits unverkennbar die Handschrift ihrer Urheber tragen, andererseits gleichwohl »als Ausgangsmaterial für weitverzweigte, unvorhersehbare Entwicklungsprozesse« in der Musik gedacht sind. Kompositorische Richtlinien fungieren hier als Zugänge zu noch zu erforschendem Terrain.

Al Di Meola - Elysium

Er kam aus dem »Land Of The Midnight Sun«, brillierte als »Elegant Gypsy« auf dem Jazzrock-Parkett, zeigte im »Casino« ein glückliches Händchen für die richtigen Griffe und Melodien, und sein »Splendido Hotel« war eine erste Adresse für Fusion-Fans rund um den Globus. Endgültig unsterblich machte er sich an der Seite von John McLaughlin und Paco de Lucia in einer »Friday Night In San Francisco«.

Mario Rom´s Interzone - Everything is Permitted

Dieser Albumtitel ist Programm. Mario Rom’s Interzone spielen Jazz nach der Devise „alles ist erlaubt“ und begeistern damit seit gut zwei Jahren Kritik wie Publikum. Längst reicht der Ruf des eloquenten Trios weit über die Grenzen ihrer Heimat Österreich hinaus. Aber der juvenile Esprit des Trios versetzt nicht nur das europäische Publikum in Euphorie. Auch in Mexiko, China, Israel, Marokko und im Mutterland des Jazz, den Vereinigten Staaten, wurde Interzones Bühnenpräsenz bejubelt. Auf verblüffende Weise gelingt es den jungen Musikern nun, ihre Live-Intensität auch auf Platte auszustrahlen.

Die Daniel Sebastian Scholz Big Band - DDSSBB

Die Daniel Sebastian Scholz Big Band (DDSSBB) ist rockig und groovt noch mehr als sie swingt. Man will aufstehen, tanzen und dazu rappen. Gangsta-Jazz mit einer 18-köpfigen Besetzung und einem Hammersound. Diese Band verlässt die althergebrachten Pfade der Tradition und definiert hemmungslos den Big Band Klangkörper neu. Das selbstbetitelte Debütalbum „DDSSBB“ erscheint am 15.05.2015 bei quadratisch rekords.

Myra Melford - Snowy Egret

Seit 2004 lebt Myra Melford in Berkeley, Californien und ist dort außerordentlicher Professor für Improvisatory Practices an der Berkeley Musik-Abteilung. Von der Jazz Journalists Association wurde sie als Pianist des Jahres 2008 und 2009 und zur Komponistin des Jahres 2004 nominiert. In ihre Band und dem Album Snowy Egret hat sie einige der eingenständigsten und aufregendsten Musiker der aktuellen Jazz Szene vereint: Ron Miles – cornet; Liberty Ellman – guitar; Stomu Takeishi - bass guitar, Tyshawn Sorey – drums

Bugge Wesseltoft - Bugge & Friends

Akustisch … elektrisch … jazzy … clubby … vokal … instrumental: Bugge Wesseltofts grandioses neues Album kann alles. Der vielseitige Keyboarder, Produzent und Erfinder der »New Conception Of Jazz« legt mit »Bugge & Friends« ein chilliges, melodisches, eingängiges Album vor, das trotzdem immer komplex und perfekt ausgefeilt ist.

Baden Powell - Live In Berlin 2000

Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Entdeckung Brasiliens erwarteten die Fans in Berlin im Jahre 2000 einen der großen Meister der brasilianischen Gitarre: Baden Powell! Mit seinem virtuosen, stilvollen Gitarrenspiel gelang es ihm, das Publikum im vollbesetzten Saal in der Berliner Volksbühne über zwei Stunden lang in ehrfürchtig konzentrierter Starre verharren zu lassen. An die 60 Alben hat er aufgenommen, über 100 Lieder komponiert, dabei so verschiedene Stile wie Samba, Jazz und Barock-Elemente in sein Gitarrenspiel vereint und den Bossa Nova mitbegründet.

Charles Aznavour - Encores

Eine Zugabe – Für immer andauernd. Diese Zugaben, immer und immer wieder. Charles Aznavour schafft es mit anscheinender Leichtigkeit die Worte seines Songs "Avec un brin de nostalgie" (Mit einem Hauch von Nostalgie) zu vermitteln und somit sein neues, mittlerweile 51. Album anzukündigen. Mit fast 91 Jahren, ist Charles Aznavour noch lange nicht fertig. Lernen, Zugaben, Ruhestand? "Mein Ruhestand?", lacht er, "Mit einem Stock laufen? Und meinen Bart lang wachsen zu lassen, weil ich mich nicht jeden Morgen rasieren kann? Das ist nicht mein Ding. Ein guter Ruhestand bedeutet, nicht im Ruhestand zu sein.”

Klaus Doldingers Passport - En Route

Ja, Passport und Klaus Doldinger sind immer noch unterwegs! Das neue Album »En Route« ist das beste Zeichen dafür. Man sollte meinen, dass ein Mann, der schon vor 19 Jahren einen ECHO für sein Lebenswerk bekam, vielleicht doch irgendwann die Hände in den Schoß legt und seine Lorbeeren genießt. Nicht so Klaus Doldinger, der immer noch vor Kreativität sprüht, stets neue Wege und Ausdrucksformen sucht und mit seinem Album »En Route« nun sein 34. Passport-Album vorlegt. »En Route« überrascht mit außergewöhnlicher Frische, ungewohnten Nuancen, überbordender Spielfreude und nicht zuletzt einem Line-Up, das zu den vielseitigsten Besetzungen in der über 40 Jahre währenden Geschichte der Band gehören dürfte.

Ludovico Einaudi - Taranta Project

Erste Erfolge feierte Ludovico Einaudi als Komponist von Orchesterwerken, Bühnenmusiken sowie Soundtracks, weltberühmt wurde er dann allerdings Mitte der 90er Jahre mit seinen Solo-Klavierprogrammen. Auf unzähligen Studioalben wie etwa „Le Onde“ und „I Giorni“ erschuf er einen meditativen Ambient-Sound zum Wohlfühlen. Unter den Zuhörern fand seine beruhigende und introspektive Pianomusik, in der er Einflüsse von Erike Satie über Philip Glass bis zu Didier Squiban verarbeitet, schnell eine treue Gefolgschaft.

Keith Jarrett - Creation

Für sein neues Album „Creation“, das anlässlich seines 70. Geburtstags erscheint, hat Keith Jarrett Stücke aus Live-Konzerten des Jahres 2014 zusammengestellt. Aus den Improvisationen, die bei Konzerten in Japan, Kanada und Europa aufgenommen wurden, wählte er Teile aus, die er wie bei einem guten Cuvée-Wein zu einem perfekten Ganzen zusammenstellte.

Michael Villmow's KölnBigBand - KölnBigBand 1987-1990

Seien wir ehrlich. Spricht jemand in fernen Regionen der Jazzwelt von einer Cologne Big Band, dann dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die KölnBigBand, sondern der Klangkörper einer ARD-Anstalt gemeint sein, die WDR Big Band. Auch das Jazzorchester des Hessischen Rundfunks geht international schon gerne mal als Frankfurt Big Band durch. Die Struktur der hiesigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk-Landschaft wird im Ausland als zu komplex und verwirrend empfunden. Die Folge: Etablierte und weltweit bekannte Radio-Big Bands werden auf der nominellen Ebene weniger mit dem Namen des Senders denn mit dem der Stadt in Verbindung gebracht.

Goran Kajfeš - The Reason Why Vol. 2

Als Goran Kajfeš 2013 mit seinem Subtropic Arkestra “The Reason Why Vol. 1„ vorlegte, war sich die Fachwelt einig, dass den Schweden mit diesem Album ein wahrhaft großer Wurf gelungen ist (siehe oben). Sämtliche Rezensenten bejubelten das Werk, und alle hofften sie, dass schon bald eine Fortsetzung des Geniestreichs folgen würde. Die ist nun da und enttäuscht die hochgesteckten Erwartungen nicht im geringsten. Der ersehnte Nachfolger verknüpft ebenbürtig die unterschiedlichsten Musikstile, wie schon bei Folge eins bilden unvereinbar scheinende Gegensätze eine stimmige Synthese. Tonskalen aus der Türkei und vom Balkan, afrikanische und brasilianische Rhythmen, psychedelische Sounds und US-Indierock – Kajfeš vermischt hier erneut seine breit gefächerten Vorlieben und verweist zugleich auf zentrale Einflüsse in seiner Künstlerbiographie.

Stephanie Neigel - Capture Time

Diese Stimme ist ein Geschenk. Und zwar ein beeindruckendes Gesamtpaket, das völlig ohne Mainstream-Verpackung daher kommt und in keine Schublade passt. Denn genau das ist es, was die Sängerin Stephanie Neigel antreibt: Ihren Zuhörern Musik zu schenken, die weder kommerziell motiviert ist, noch inhaltsleere Pop-Plattitüden verkauft. Neigel will mit eigenen, handgemachten und authentischen Songs das Publikum begeistern und dabei vor allem eins: verdammt ehrlich sein.

Dominic Miller - First Touch

Sting, in dessen Band Dominic Miller seit 1991 festes Mitglied ist, bezeichnet ihn als “meine rechte und meine linke Hand”. Deshalb wirkt er seit “The Soul Cages” 1991 bei jeder Produktion von Sting mit, ist bei jeder Tournee dabei und leistet mit seiner sanften und unaufdringlichen Kreativität einen erheblichen Beitrag zur Sting’schen Klangästhetik. Gemeinsam komponierten sie den Song “Shape Of My Heart”, der zum Hit avancierte. Neben Sting veredelte er auch die Produktionen anderer Stars, wie z.B. Tina Turner, Paul Young, Phil Collins, The Pretenders und Steve Winwood, um nur einige zu nennen.

Emil Brandqvist Trio - Seascapes

Das Debut-Album von Emil Brandqvist „Breathe Out“ (SKP 9115) bei SKIP sorgte 2013 für begeisterte Reaktionen: die Einspielung mit dem Sjöströmska String Quartet wurde nicht nur zur CD der Woche bei WDR3 und HR Mikado sowie Klangtipp bei „STEREOPLAY“, Jazzthetik attestierte „einen spannenden Gegenentwurf zum allgemeinen Trommler-Verständnis“ und bei seinen wenigen Festival- und Clubauftritten hinterließ Emil hierzulande ein andächtiges und gleichzeitig euphorisches Publikum.

Daniel Stelter - Little Planets

Längst ist der Name Daniel Stelter in der deutschen Jazz-Szene ein Begriff. Mit Ulf Kleiner (piano), Tommy Baldu (drums) und Michael Paucker (bass) bildet der Gitarrist seit 2008 ein Quartett, das seinen persönlichen musikalischen Stil prägt und weiterentwickelt. Mit „Little Planets“ lanciert das Quartett um den Ingelheimer Jazz-Gitarristen und Komponisten sein drittes Album. Stelters unaufgeregter, klarer Stil findet darin seine Fortsetzung. 12 Eigenkompositionen aus der Feder von Stelter und Kleiner bilden auf dieser Platte das Gerüst, in das jeder der Musiker eigenen Facetten miteinbringen kann.

Joscho Stephan - Guitar Heroes

Joscho Stephan ist bekannt dafür, dass er den Gypsy Swing mit immer wieder neuem raffinierten Klangmaterial, gepaart mit seiner ihm eigenen, atemberaubenden Solotechnik, zu beleben weiß. Immer wieder schaffte er es, sich und Gitarrenklänge neu zu erfinden. So hat sich Joscho Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen Namen gemacht.

Jaki Liebezeit & Holger Mertin - Aksak

Mit Schlagzeug-Legende Jaki Liebezeit (Can, Depeche Mode, Chet Baker) und Percussion-Wizzard Holger Mertin (Drums And More) treffen Ausnahmemusiker aus zwei Generationen aufeinander. Jaki Liebezeit gleicht einem trommelnden Zen-Meister des minimalen, repetitiven Beats. Seine legendäre hypnotische Präzision erschafft mit nur wenigen Klangfarben den perfekten Nährboden für Holger Mertins entfesseltes Spiel auf allem, was die Menschheit an Schlagwerk hervorgebracht hat. Daraus entsteht ein komplexer, mächtiger Puls - der Groove einer modernen, besseren Welt.

Jukka Perko & Iiro Rantala - It Takes Two To Tango - Duo Art

Kraftvoll und geschwind tanzen die beiden im hart synkopierten „So Beautiful Is My Darling“ los, vereinen sich bei „Jealousy“ zum klassischen Tangorhythmus und bleiben auch beim folgenden lyrisch-dichten Zwiegespräch gewissermaßen eng umschlungen - ob nun ein Charles Aznavour Chanson („For Mama“), Victor Young Version des Standards „Stella By Starlight“, eigene Kompositionen oder gar das „Finlandia“ des Nationalkomponisten Sibelius Pate stehen. Stets überraschend, spannend und im Wortsinne „beschwingt“ klingen sie, der wie immer virtuose, hier aber auch sehr dienliche Iiro Rantala. Und Jukka Perko mit seinem unverwechselbaren, immer lyrischen, noch in den höchsten Lagen eleganten Ton, in dem sich die Kraft Bebop ebenso findet wie nordische Melancholie und eben die Leidenschaft des Tangos. Bei diesem Schritt geht Finnland mal wieder voran.