Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Jazzbands sind selten für die Ewigkeit bestimmt. Ensembles, die ein Jahrzehnt oder länger zusammenspielen, stellen leider eine Ausnahme dar. Dass es aber auch anders geht, zeigen Fourplay. Mit Ausnahme ihres Gitarristen musiziert das berühmte Jazzquartett immer noch in Originalbesetzung, und zwar seit 25 Jahren.
Franco Ambrosetti ist seit Jahren der herausragende europäische Jazz-Trompeter. Er arbeitet seit über 30 Jahren mit ENJA zusammen, nahm zahlreiche Alben auf, wie mit John Scofield, Mike Brecker, Daniel Humair, The George Gruntz Orchestra, Phil Woods, Geri Allen, Steve Coleman, Bennie Wallace und vielen mehr. Einige seiner Alben sind zu jazz classics geworden.
Nun ist es amtlich, dass Sandro Roy den Jazzförderpreis der renommierten Münchner Konzertgesellschaft erhalten hat. Den Preis überreicht Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern bei einer Galaveranstaltung zugunsten der Begabtenförderung am 18.10. im Prinzregententheater in München. Der 20jährige Sandro Roy zieht viel Aufmerksamkeit auf sich wegen seiner Doppelbegabung als Geiger, in Klassik wie in Jazz . Er spielte und gab Workshop über „Gipsy Jazz“ in den USA, vorher trat er beim Rheingau Musikfestival und St. Ingbert Jazzfestival auf sowie beim Mozartfest in Augsburg.
Mit The Mosaic Project: Love and Soul veröffentlicht Terri Lyne Carrington, Grammy-Gewinnerin und Schlagzeugerin / Komponistin / Produzentin ihr lang erwartetes neues Album. The Mosaic Project: Love And Soul ist gleichzeitig Terri Lyne Carringtons Ehrenbezeigung für Frauen in der Kunst wie ihre Hommage an verschiedene männliche Künstler, die sie professionell und / oder musikalisch beeinflusst haben, etwa Nick Ashford, George Duke, Duke Ellington, Frank Sinatra, Luther Vandross und Bill Withers.
Mit „Watercoloured Borderlines“ legt Miu ihre Debütplatte vor. Eine Sammlung von wohl ausbalancierten Stücken. Seelenvolle Stücke, in denen richtig viel los ist. Die aber genau deshalb in sich ruhen, weil nichts fehlt. Aber es darf auch nichts weggenommen werden. Der strahlend blonden, überaus charmanten Hamburgerin mit den schwarzen Wimpern und der aufregenden NuSoulstimme wird die Musik nicht gerade in die Wiege gelegt. Inspiration aber findet Sie bei Lauryn Hill, Adele, Ella Fitzgerald und Amy Winehouse. Und nach einem NY Aufenthalt ist sie endgültig entschlossen sich vollumfänglich der Musik zu widmen.
Mit ein paar geladenen Gästen gibt es einen Rückblick wie und warum alles bei JazzrockTV angefangen hat. Zudem ein paar Clips aus vergangenen Folgen und Projekten, sowie Video-Grüße aus aller Welt.
Am 12. Juli gaben Incognito eine Party, von der man sicher auch in den kommenden Jahren noch reden wird. Um ihr 35. Jähriges Band –Bestehen angemessen zu feiern luden Incognito Freunde, Familie und Fans in das Londoner Q2 Shepherds Bush Empire ein um dort mit Ihnen eine unvergessliche Nach zu zelebrieren.
Als Martin Tingvall 2012 sein erstes Solo Album „en ny dag“ (SKP 9117) veröffentlichte, präsentierte er eine andere neue Facette, nämlich die ruhige Seite seines künstlerischen Schaffens, die ZEIT lobte das Album als „innig, verhalten, ergreifend schön“ und konstatierte „Tingvall sammelt die Jazzfreunde da ein, wo Keith Jarrett und Chick Corea sie einst haben stehen lassen …“, die FAZ ergänzte: „Tingvalls Lyrik bemüht sich, unser Zutrauen ins Unscheinbare zu stärken.“ Die Poesie, mit der Martin Tingvall seine Hörer berührte, traf den Nerv eines Publikums, das Informationsüberflutung und sich überbietende Superlative für einen Augenblick aussperren wollte. Und die Frage, ob denn das Jazz oder Klassik sei, beantwortete das deutsche Feuilleton mit dem Schluss, dass dies eine Musik sei, die keine Trennung nach Genres kannte, die demzufolge Edvard Grieg genauso nahe stand wie Chick Coreas Children‘s Songs.
Meeting Lee and Singing – eine grossartige Geschichte.
Zum ersten Mal begegnete ich Lee während einer gemeinsamen Aufnahme 2003. Zusammen gespielt haben wir schließlich rund 4 Jahre später. Lee kam, um sich mein damaliges Trio Minsarah anzuhören, und nach dem vierten Zuhören bat er uns in seine Kölner Wohnung zu kommen, um gemeinsam zu spielen - Jeff Denson
Seit mehr als 20 Jahren erforschen Galactic ihre scheinbar unbegrenzten musikalischen Möglichkeiten. Ben Ellman, Robert Mercurio, Stanton Moore, Jeff Raines und Rich Vogel sprengen sowohl im Studio als auch auf der Bühne regelmäßig künstlerische Grenzen. Sie sind stets offen für neue Einflüsse und lassen sich tagtäglich von den Klängen und Geräuschen, die in den Straßen ihrer Heimatstadt New Orleans brodeln, inspirieren.
Erst knöpfte sich Lee Ritenour 1997 Tom Jobim vor, um dessen Bossas und Sambas auf dem Album A Twist Of Jobim einen neuen Dreh zu verleihen. Dann waren es 2001 auf A Twist Of Marley die Reggaes von Bob Marley, denen 2003 auf A Twist Of Motown Soul- und Rhythm’n’Blues-Klassiker von Marvin Gaye bis Stevie Wonder folgten. Nun hat sich der Gitarrist auf A Twist Of Rit seines eigenen Werkes angenommen und einige Stücke mit einer zwölfköpfigen All-Star-Band plus Gästen (Ernie Watts, Dave Grusin, Dave Weckl, Wah Wah Watson, Makoto Ozone u. a.) von Grund auf überarbeitet.
Es ist die spannende Mischung aus traditioneller indischer Musik und modernen westlichen Einflüssen, die die Songs von Anoushka Shankar so besonders machen. Auf ihrem nunmehr achten Album »Home« präsentiert die Tochter des berühmten Sitar-Spielers Ravi Shankar vier neue Songs von träumerischer Schönheit. Schon viermal wurde die gebürtige Londonerin für den begehrten Grammy nominiert. Ihre musikalische Klasse stellt sie nun mit Stücken wie »Guru: Raga Jogeshwari – Gat In Rupaktal« oder »Celebration: Raga Manj Khamaj« einmal mehr unter Beweis.
Rejuvenation - Verjüngung, Auffrischung - ist eine der Eigenkompositionen von Florian Brandl, die die Konzerte dieses Münchner Jazzquartetts bestimmen, und dient als musikalische Idee. Auf Ihrem Cd-Debüt spielen die vier Musiker eine intensive und energiegeladene Musik voller jugendlicher Frische und Leichtigkeit. Vorbilder aus dem Hardbop, Mainstream und Modern Jazz sind nicht zu überhören und fliessen in einen individuellen Bandsound ein, der vor allem der Interaktion zwischen den spielfreudigen Musikern einen grossen Platz einräumt.
David Becker ist ein grundsolider Straight-ahead-Jazzgitarrist, der bereits mit zwei Grammy-Nominierungen ausgezeichnet wurde. Für „The Lonely Road“ verlässt er sein gewöhnliches Trio zugunsten eines Solo-Projekts. Allerdings bedeutet „solo“ hier nicht „eine Gitarre“, da Becker sehr gewandt ein kleines Orchester aus akustischen und elektrischen Gitarren erstehen lässt. Der überwiegende Jazz-Charakter des Albums gerät zuweilen durch eine hochstimmig klingende Steelstring in fast folkige Gefilde.
Cabanáz veröffentlicht erstes Album „Friends“
Seit einem Jahr freuen sich Cabanáz und ihre Fans gleichermaßen auf die Veröffentlichung des ersten gemeinsamen Albums. Am 3. Juli ist es endlich soweit. Das erste eigene Album „Friends“ ist ein Mix aus Jazz, Latin und Funk, das zum Tanzen aber auch zum Träumen anregt. Die Interpretationen von ausgewählten Jazzkompositionen spiegeln auch das Liveprogramm wieder, welches in seiner Auswahl und Qualität einmalig ist. Aber die Musik von Cabanáz ist nicht nur etwas für Jazzkenner. So mancher Zuhörer hat dieses vielfältige Genre durch Cabanáz erst für sich entdeckt und sich von der Begeisterung der Musiker anstecken lassen.
Das Debüt Album liegt lange zurück und gehört gewissermaßen in eine andere Generation. Damals ging es mit eigenem Singer/Songwriter Material noch in eine völlig andere Richtung. Seither folgten einige Veröffentlichungen auf Samplern. Regelmäßig neue CDs zu produzieren hatte lange keine Priorität, denn für Jens Hausmann lebt Musik vom flüchtigen Augenblick, den man in seiner Spontaneität schwer festhalten kann. Diese Gitarrenmusik soll aus dem Moment entstehen, was das „Feeling“ angeht, sowie den hohen Anteil an Variation und Improvisation.
Über den Bluesmusiker und Entertainer Albert C. Humphrey ist eigentlich schon alles gesagt und geschrieben worden, was man sich vorstellen kann. Geboren in Los Angeles/USA, beheimatet an der Isar in München, selfmade-Blueser und ehemaliger Gospelchorleiter, stets mit einem selbstironischen und allgemein positiven Unterton, virtuos und unterhaltsam zugleich – ihm noch mehr Komplimente zu machen hieße Weißwürste nach München zu tragen. Unzählige Shows und Tourneen hat er hinter sich; und er stand auch schon mit den ganz Großen der Szene auf der Bühne. Etliche Blues-CDs, zuletzt das Meisterwerk „Suitcase full of Blues“ zeugen von einem nimmermüden Tatendrang.
O TEMPO, das neue Album der Schlagzeugerin, Perkussionistin und Komponistin Angela Frontera, ist eine Reise durch verschiedene Zeiten und Kulturen. Ihre Herkunft, der Vater Italiener, die Mutter afro-indianischer Herkunft, prägte ihre musikalische Entwicklung bereits in der Kindheit. So vereint Angela Frontera Einflüsse dreier Kontinente in ihren Kompositionen.
Das Duo Sudden Flow ist in diversen Stilen der Folkmusik verwurzelt, bewegt sich aber ebenso genreübergreifend im Soul/Funk, Swing und Pop. So gelingt der amerikanischen Sängerin Sue Sheehan und dem deutschen Gitarristen Günter Kramer beim Songwriting ein mitreißender und groovender Crossover.
MAGELLANO ist für Gianni Savelli Media Res eine Herausforderung: Die Herausforderung, magische Musik zu erschaffen, indem Grenzen von Genres, Sprachen und Kulturen überschritten werden. Das Ensemble will sich selbst ausdrücken, einzigartige Musik spielen, die tief und persönlich ist und die Neugierde und Persönlichkeit der Musiker widerspiegelt. Die Band erforscht demnach Sprachen, Kulturen und Welten um ein Album zu kreieren, welches ihnen Zufriedenheit verschafft.
Oded Tzur, Saxophonist aus N. Y.City, konzentriert sich seit dem Start seiner Karriere vor 10 Jahren auf die Bearbeitung / Mischung der musikalischen Wurzeln indischer Klassik mit US-amerikanischem Jazz.
Auf seinen zahllosen Reisen in aller Welt geht es Stephan Micus darum, traditionelle Instrumente zu studieren und zu verstehen, die Klänge, die sie produzieren und die Kulturen, die sie hervorgebracht haben. Dann komponiert er eigene Stücke auf ihnen, wobei er alle Instrumente selbst spielt und vielschichtige Multitrack-Aufnahmen der Kompositionen macht. Auf diese Weise kombiniert er Instrumente, die sonst nie zusammen gehört werden würden, indem er sie aus verschiedenen Kulturen nach ihrem Charakter, ihrer klanglichen Textur und Schönheit auswählt.
Nach seiner viel gelobten Zusammenarbeit mit Rockmusikern auf Lumen Drones erscheint nun das nächste Album des norwegischen Geigers. Øklands neue Band offeriert ruhigere, aber hoch kreative Musik. Die Musiker auf Kjølvatn sind aus diversen Kontexten bekannt. Das elegante Bassspiel Mats Eilertsens war schon auf ECM-Aufnahmen von Tord Gustavsen, Trygve Seim, Wolfert Brederode und Jacob Young zu hören. Håkon Stene zählt zu den gefragtesten klassischen Schlagwerkern Norwegens. Der Harmonist Sigbjørn Apeland arbeitete bereits bei Lysøen – Hommage à Ole Bull mit Økland zusammen und Saxophonist Rolf-Erik Nylstrøm spielte im »Trio Poing« mit Frode Haltli.
»Anecdotal Evidence« - das neue und für Deutschland das Debüt-Album des Pianisten Axel Schwintzer - darf durchaus als handfester Beleg für die Richtigkeit all jener Lobeshymnen gelten, die schon auf den Bandleader Schwintzer gesungen wurden.
Der Pianist Josef Reßle hat in seiner Band einige der vielversprechendsten Musiker der jungen Münchner Szene um sich geschart. Die enorm facettenreiche Sängerin Natalie Elwood, der frei und fließend phrasierende Saxophonist Matthieu Bordenave, der durch hohe Präzision beeindruckende Bassist Sebastian Gieck sowie der stets variantenreich und sensibel spielende Sebastian Wolfgruber am Schlagzeug bilden zusammen mit dem Bandleader eine Formation, die durch Spielfreude, Virtuosität und aufmerksame Interaktion besticht.
Die Kurzdokumentation “Der Rest is mir Wurst”, erzählt in Episoden die Geschichte des Jazzatelier Ulrichsberg und des TrioNow! (bestehend aus Musikern, die seit ihrer Jugend tief im Jazzatelier verwurzelt sind).
Der Trompeter und Bandleader, Jahrgang 1987, aus München, hatte als Kind klassischen Klavierunterricht, spielte als Jugendlicher E-Gitarre in Rockbands und studierte dann an der Münchner Hochschule für Musik und Theater Jazztrompete bei Claus Reichstaller. Lindermayr gewann 2012 den Biberacher Jazzpreis und 2013 den Kurt Maas Jazz Award, der ihm einen fünfwöchigen Aufenthalt am Berklee College in Boston ermöglichte. Im Sommer 2013 traf er dort in Trompetenprofessor Tiger Okoshi einen wichtigen Mentor.
»The Madman of Naranam«, diesen Namen trägt das neue Album von Philipp Gropper’s PHILM. In der indischen Mythologie wird »Madman of Naranam« der Figur des Naranth Brantham zugeschrieben, der es sich zur Aufgabe machte, unaufhörlich einen Felsen den Berg hinaufzuschleppen und diesen sogleich wieder zurück hinunterrollen zu lassen. Doch im Gegensatz zu Sysiphos verrichtet der »Madman« seine Aufgabe, die trotz großer Mühen kein Ziel oder absehbares Ende in sich trägt, nicht aus Strafe, sondern freiwillig und mit großer Freude.
Es war einmal eine kanadische Supermarktkette namens LOEB, die irgendwann von einer Kette namens METRO aufgekauft wurde. Diese tatsächlich vollzogene freundliche Übernahme war es nicht, die einen Gitarristen namens LOEB dazu bewog, ein Band-Projekt METRO zu taufen …
Joschi Schneeberger ist seit Jahren einer der meistgefragten Kontrabassisten Österreichs. Er ist national und international sehr viel unterwegs mit den verschiedensten Bands und Musikern: aktuell z.B. mit dem Robert Schönherr Quartett, Kevin Mahogany, Benjamin Schmid, Hans Gansch, Elly Right und natürlich sehr intensiv mit seinem gefeierten Sohn Diknu Schneeberger (Trio), der auch hier im neuen Quintett wieder mit von der Partie ist, wie auch der geniale Pianist Aaron Wonisch. Percussionist Toni Mühlhofer und Gitarrist Martin Spitzer bilden das rhythmische Rückgrat der Gruppe!
»Swing! Swing! Swing!« Das ist das Motto von Marina & The Kats. Heiße Grooves, traumtanzende Melodien, fetzige Gitarren, treibendes Beserlschlagzeug und die Stimme der hinreißend charmanten Marina, die zu einem ihrer, in verspielter Leichtigkeit dahin perlenden, Scatsoli ansetzt. Da schnippen die Finger, da leuchten die Augen, da wirbelt‘s am Parkett! Die Entstehungsgeschichte beginnt auf einer Party in Graz. Ein gemeinsamer Abend besiegelte das Schicksal des Trios. Auf den Plattentellern drehten sich alte 7‘‘ Singles von Louis Prima, Gene Krupa, Benny Goodman, Anita O‘Day … und wie Schuppen fiel es den Dreien von den Ohren: »Jazz ist ja die Tanzmusik überhaupt«.
30 Jahre Deutschland – mehr als 3.000 Live-Konzerte: Ausnahmekünstlerin Jocelyn B. Smith zelebriert ihre Jubiläums-Tour ganz nach dem Motto “It ain’t over till the fat lady sings.“ „Atemberaubend“ (DER SPIEGEL) ist ihre Live-Performance, magisch ihre Bühnenpräsenz, ihr kreatives stimmliches Potenzial durchbricht Grenzen und wechselt über vier Oktaven mühelos von Soul, Jazz, Funk oder Pop.