Norma Winstone

Norma Winstone, Foto: Andy Newcombe Farnborough
Norma Winstone, Foto: Andy Newcombe Farnborough

Biographie

Norma Winstone (* 23. September 1941 in London) ist eine britische Jazz-Sängerin und -Pädagogin. Sie gilt als „Grande Dame“ des europäischen Jazz-Gesangs.

Als Stipendiatin des Londoner Trinity College of Music studierte Norma Winstone drei Jahre lang Klavier und Orgel. 1965 begann sie mit Jazzgruppen zu singen. Im New Jazz Orchestra traf sie 1966 auf Michael Garrick, in dessen Gruppe sie ebenfalls arbeitete. Erstmals Aufsehen bei der Kritik erregte sie 1968 in Ronnie Scott´s Club, wo sie mit Rahsaan Roland Kirk auftrat. Sie war bei Neil Ardley, Michael Gibbs, Ian Carrs Nucleus und John Dankworth tätig.

1971 wurde sie vom Melody Maker als beste Jazzsängerin ausgezeichnet, was dazu führte, dass sie ihr erstes Album unter eigenem Namen, „Edge of Time“, aufnehmen konnte (u.a. gemeinsam mit John Surman, Alan Skidmore, Kenny Wheeler und John Taylor, den sie 1972 heiratete). Anschließend gehörte sie für mehrere Jahre der Mike Westbrook Band an. 1977 begründete sie mit John Taylor und dem Trompeter Kenny Wheeler die Gruppe Azimuth, die von der Londoner Times als die phantasievollste und interessanteste Chamber Jazz-Band weltweit bezeichnet wurde. In den 1980ern war sie Mitglied des Gesangsquartetts Vocal Summit (mit Jay Clayton, Urszula Dudziak und Michele Hendricks). Anfang der 1990er Jahre schrieb sie Texte zu Kompositionen von Steve Swallow.

Ihre Stimme ist bedeutender Bestandteil von Wheelers „Music for Large and Small Ensembles“, die unter Mitwirkung von John Abercrombie, Dave Holland, Peter Erskine und John Taylor eingespielt wurde. Außerdem hat Norma Winstone zu Aufführungen von Werken von Fred Hersch, John Surman und Jimmy Rowles beigetragen und mehrfach mit der NDR-Big Band konzertiert (zuletzt in einem Projekt mit Colin Towns, der sie an eigenen Produktionen beteiligte).

Jenseits des Jazz machte sich Norma Winstone als Interpretin der Cabaret Songs des englischen Komponisten Benjamin Britten und durch ihre Arbeit für die Netherlands Opera einen Namen. Sie ist eine virtuose und vielseitige Sängerin, die große Intervalle bewältigt und genauso flüssig wie jedes Instrument improvisiert. Sie ist als Jazzpädagogin an der Royal Academy of Music tätig.

Im Jahr 2001 gewann Norma Winstone den Titel „Best Vocalist“ beim BBC Jazz Award. Für 2009 wurde ihr der Jazzahead-Skoda-Award 2009 zugesprochen. Ihr 2007 gemeinsam mit Glauco Venier und Klaus Giesing eingespieltes Album Distances wurde 2009 für einen Grammy nominiert.

Ausgewählte Diskographie

  • Edge of Time, (1972)
  • Live at Roccella Jonica, (1984)
  • Somewhere Called Home, (1986)
  • Songs & Lullabies, (2002)
  • Distances, (2008)
  • Stories Yet To Tell, (2010)
  • Norma Winstone , Glauco Venier , Klaus Gesing - Dance Without Answer, 2014

Links

Norma Winstone Internetseite:
http://www.normawinstone.com

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Quelle: Wikipedia

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