Donos Kulturalny: der Musik auf der Spur

Krzysztof Komorek über das Geschehen in der polnischen Jazzszene.

Krzysztof Komorek - Gründer und Herausgeber der Donos kulturalny. Moderator der Radiosendung „Co w jazzie piszczy“ [„Was im Jazz steckt“] des Radiosenders Jazzkultura. Autor der Zeitschriften Jazz Forum und JazzPRESS, der Websites jazzin.pl, jazzarium.pl, jazzpress.pl, jazzvalley.com, polishjazz.blogspot.com und upolujebooka.pl. Host der Kino-Jazz-Veranstaltungen.

Krzysztof Komorek, Foto: Klaudia Krupa

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TRANSatlantyk - Młynka kręci

TRANSatlantyk - Młynka kręci
Reqiuem Records, 2023

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Moderner Folk in einer Gombrowicz-Suppe - so lässt sich das Projekt TRANSatlantyk, eine originelle Idee von Michał Żak, kurz charakterisieren.

Der wichtigste Schirmherr der gesamten Aufnahme ist jedoch Jan Czarnecki - ein Musiker aus der Region Vilnius, der Großvater von Michał Żak. Seine Anwesenheit wird durch ein ungewöhnliches Symbol unterstrichen, ein Instrument - ein selbstgebautes Hackbrett, das der Initiator des Projekts geerbt hat. Die ganze Geschichte hinter der Idee des Albums ist auf dem Cover beschrieben.

Michał Żak lud Ula Czerniak (Kontrabass, Gesang), Szymon Miśniak (Schlagzeug) und Mikołaj Kubicki (Trompete, Klavier, Rap) ein, an den Aufnahmen teilzunehmen. Bei zwei Titeln wirkte Aleksander Dębicz am Klavier mit. Żak selbst spielte neben dem bereits erwähnten Hackbrett auch Sopransaxophon, Klarinette und Holzflöte und sang.

"Ich habe gleichgesinnte Liebhaber der Trance, der Musik, der ländlichen Landschaft, des akustischen Ambientes, des Minimalismus, der Improvisation und vor allem der Gombrowicz'schen Groteske eingeladen, mit mir auf die Reise zu gehen", erinnert sich Michal Żak in der Einleitung. Man muss zugeben, dass diese bildhafte Zusammenfassung den Inhalt des Albums treffend und klar beschreibt.

Es enthält ein Dutzend Titel, die von den Bandmitgliedern komponiert wurden. Die Hälfte der Kompositionen bezieht sich auf folkloristische Motive aus den Regionen Lublin und Vilnius. Eine der Aufnahmen hingegen vereint Inspirationen aus der Musik Äthiopiens, Zentralpolens und ... Bach.
Die Quellen der kompositorischen Inspiration sind in den einzelnen Stücken leicht auszumachen. Und ihre geschickte Verpackung in eine moderne Form macht das Ganze zweifellos attraktiv. In einer Dreiviertelstunde (minus zwei Minuten) gibt es eine große Portion guter, origineller und origineller Musik. Sie zieht einen unmerklich in ihren Bann und regt zum Mitmachen an.

Text: Krzysztof Komorek
Donos Kulturalny

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