Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Nach dem Soundcheck in der Kulturkirche Ludwigshafen kamen die griechische Pianistin Tania Giannouli und der norwegische Trompeter Nils Petter Molvaer mit Sarah Seidel für ein Video-Interview zusammen. Die beiden sprechen hier über ihre Premiere als Duo beim Enjoy Jazz Festival 2025, über ihre gemeinsame Arbeit, über den Flow in der Musik, über Film-Soundtracks und ihre Affinität zur Elektronik.
Hat Dizzy Gillespie tatsächlich in Chico’s Place gespielt? Hat Keith Jarretts späterer Bandkollege Gary Peacock als junger Soldat mit dem Bass-Spiel in einer Hafenspelunke begonnen? Um Bremerhavens Geschichte ranken sich Legenden. Sicher ist: Die Stadt hat eine Jazz-Vergangenheit. Und eine Zukunft!
Einen Flügel und ein Mikrophon: mehr braucht sie nicht. Die Jazzpianistin, Sängerin und Komponistin Olivia Trummer vermischt mit großer Leichtigkeit verschiedene Genres, wobei die klassischen Wurzeln der gebürtigen Stuttgarterin immer wieder durchleuchten.
Nach Konzert beim Enjoy Jazz Festival 2025 in der Alten Feuerwache in Mannheim traf Sarah Seidel Makaya McCraven zu einem kurzen Video-Interview. McCraven spricht hier über sein neues Album ”Off The Record“, über seine Band mit Trompeter Marquis Hill, über Improvisation, über Fake versus Reality und künstliche Intelligenz.
Im Rahmen der Labelnacht „Jazz Is Dead“ beim Enjoy Jazz Festival 2025 traf Sarah Seidel den US-amerikanischen Saxofonisten Gary Bartz zu einem Video-Interview.
Bartz spricht über Musikergenerationen und über den spirituellen, sozialen und politischen Kern des Jazz. Eine Musikbezeichnung, der er grundsätzlich negativ
gegenübersteht, wie man hier hören kann.
Energie, Bewegung und Klang: Marilyn Mazur hat den europäischen Jazz wie kaum eine andere geprägt. Sie, die mit Miles Davis tanzte, ist am 12. Dezember 2025 im Alter von 70 Jahren verstorben. Ein Nachruf von Angela Ballhorn.
Mit „Lost in Paris with Jazzabela“ schafft Jazzabela einen intimen Raum für musikalisches Storytelling jenseits klassischer Interviews. In ihrem visuellen Podcast spricht sie mit Musiker:innen über Kindheit, erste Emotionen, Zweifel, Krisen und die Wege zur Musik. Paris wird dabei zur stillen Begleiterin – als Stadt der Vielfalt, Melancholie und Inspiration. Die eigens für den Podcast komponierte Intro-Musik stammt von niemand Geringerem als Nduduzo Makhathini, was dem Format von Beginn an eine besondere musikalische Tiefe verleiht. Im Interview erzählt Jazzabela, warum sie bewusst auf Nähe, Empathie und echte Gespräche setzt und weshalb Jazz für sie vor allem eines ist: menschlich.
Mit “sayr: salt | thirst” legt Jussi Reijonen ein radikal persönliches, improvisiertes Soloalbum vor – eine Reise durch Erinnerung, Klang und Identität. Auf einer einzigen Stahlsaiten-Gitarre erschafft er einen schillernden Kosmos zwischen Oud, Kora, Kantele, Bach, arabischer Musik und der Rohheit des Rock. Im Interview spricht Reijonen über seinen „memory palace of sound“, über Stille als Gegenpol zu Bewegung, über die überraschende Entstehung dieses Albums – und darüber, warum er sich mit diesem Werk bewusst ungefiltert, nackt und kompromisslos zeigt.
Mit „VERVE“ präsentiert Isabelle Bodenseh die zweite Single aus ihrem kommenden Album DIGNITY. Das Quartett der Jazzflötistin verbindet energetische Spannung, melodische Wärme und ein bewegendes Wechselspiel zwischen Moll und Dur. Ein kraftvoller Abschluss ihrer Suite for Dignity – und ein vielversprechender Ausblick auf das neue Album.
Fünf Jahre re:jazz Festival Berlin: Das Festival im Schlot zeigte sich energiegeladen, experimentierfreudig und international. Zwischen intimen Solos und orchestraler Wucht überzeugten Künstlerinnen wie Ella Zirina, Sanne Huijbregts und Evi Filippou mit Klangvielfalt, Emotion und unbändiger Spielfreude. Ein Bericht von Angela Ballhorn
Mit „No Return, No Karma“ öffnet Michał Barański ein neues Kapitel seines musikalischen Universums: zwischen Jazz, indischer Rhythmik und globalem Klangdenken. Im Interview spricht der polnische Bassist über Freiheit und Struktur, geopolitische Inspirationen, seine Zusammenarbeit mit internationalen Musiker:innen – und warum für ihn der Jazzgeist wichtiger ist als jedes Genre.
Mit unserer Berichterstattung über die „Jazz-Welt 2025” haben wir den aktuellen Zustand des internationalen Jazz während der jazzahead! abgebildet. In 37 Interviews und 35 Social-Media- Statements zeigen wir, wie global und facettenreich Jazz heute ist: von Island bis Kenia, von Newcomern bis zu etablierten Künstlern, von Straight Ahead bis experimentell.
Mit „Sacre – ein Rausch“ präsentiert Wagner Moreira am Theater Regensburg einen Tanzabend von großer Wucht und lyrischer Schönheit. Zwischen dem farbenreichen, hedonistischen Treiben zu Osvaldo Golijovs Nazareno und der archaischen Gewalt von Strawinskis Le Sacre du Printemps entfaltet sich eine eindrucksvolle Choreografie über Ekstase, Existenz und Erneuerung. Ein Abend, der tief bewegt und lange nachhallt. Ein Bericht von Robert Fischer
Der Lüneburger Kultursommer 2026 setzt ein starkes Zeichen: Gregory Porter kommt für ein exklusives Open-Air-Konzert auf die Sülzwiesen. Mit seiner unverwechselbaren Mischung aus Jazz, Soul und Gospel gehört Porter zu den großen Stimmen unserer Zeit – ein Sommerhighlight, das man nicht verpassen sollte.
Mit „Lost in Paris with Jazzabela“ startet Izabela Olejniczak einen neuen Podcast, der intime Musikerporträts, ehrliche Gespräche und die Magie des Jazz in Paris verbindet.
Gebhard Ullmann gehört seit Jahrzehnten zu den prägendsten Stimmen der europäischen Improvisations- und Avantgarde-Jazzszene. Im Interview spricht er über das Spannungsfeld von Form und Freiheit, seine Arbeit mit Live-Elektronik, die Bedeutung von Stille und seine neuesten Projekte „Hemisphere 4. Kapitel Zwei“ und „String Quartets“. Ein tiefes, reflektiertes Gespräch über Klang, Kunst und das, was jenseits des Vorhersehbaren liegt.
Die jazzahead! hat die 38 Bands für die Showcases 2026 bekanntgegeben. Acts aus über 20 Ländern setzen ein starkes Zeichen für Vielfalt, Innovation und internationale Vernetzung.
Was ist eigentlich Groove? Und warum spürst Du manchmal mehr Musik, als Du hörst? Wir sprechen über Time, Puls – und das, was Musik wirklich lebendig macht.
Der US-amerikanische Choreograf Richard Siegal feierte am Staatstheater Nürnberg seine Premiere als Ballettdirektor und Chefchoreograf. Mit dem dreiteiligen Programm Noise Signal Silence zeigte er die ganze Spannweite seines Schaffens – von greller Energie bis zu stiller Innerlichkeit. Ein gelungener Start für das neue Nürnberg Ballet of Differenc. Ein Bericht von Robert Fischer
Dass ein Jazztrio mehr als 20 Jahre in derselben Besetzung spielt, ist nicht unbedingt die Regel. Aber Martin Tingvall, Omar Rodriguez Calvo und Jürgen Spiegel haben sich offensichtlich gefunden. Ihre Alben landen regelmäßig an der Spitze der deutschen Jazz-Charts, die Konzerte sind oft ausverkauft – und das nicht nur in ihrer Wahlheimat Hamburg. Hier geht es zum Video dieses besonderen Livekonzerts (mit Interview).
Beim Trans4Jazz-Festival im wunderschönen Ravensburg gab es Unterhaltsames mit Moop Mama oder Salin, aber auch Musik mit Botschaft wie bei Mari Boine. Ein Bericht von Christoph Giese
Mit der Ballade „KANTILENE” gibt Isabelle Bodenseh den Auftakt einer vierteiligen Single-Serie vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums DIGNITY.
Der New Yorker Gitarrist Marc Ribot sorgte beim Internationalen Gitarrenfestival Saitensprünge 2025 in Bad Aibling für eine Sternstunde. Ein Bericht von Robert Fischer
Mit ihrem neuen Album "Aroma"präsentiert die Kanunspielerin, Komponistin und Kulturforscherin Eleanna Pitsikaki ein Werk voller Sinnlichkeit, Tiefe und transkultureller Poesie. Zwischen Jazz-Improvisation, mediterranen Klangfarben und traditionellen Makam-Strukturen entfaltet sich eine Musik, die atmet, fließt und Erinnerungen weckt.
Vier Tage zwischen Weltmusik, Jazz, Spiritualität und urbanem Flow: Das Festival Jazz & The City 2025 in Salzburg zeigte sich vielfältig, mutig und sinnlich wie nie zuvor. Ein Bericht von Jacek Brun
Tag 16 als Writer in Residence beim Enjoy Jazz 2025: Der tunesische Oud-Spieler Anouar Brahem mit der Cellistin Anja Lechner, dem Pianisten Django Bates und dem Bassisten Mats Eilertsen in der Christuskirche Mannheim. Ein Review von Sarah Seidel
Die jazz-fun.de Redaktion erinnert an den Pianisten, Komponisten und Lehrer Christoph Spendel, der am 07. November 2025 verstorben ist. Ein Musiker, der Brücken baute – zwischen Tradition und Moderne, zwischen akustischer Tiefe und elektronischer Weite.
Die JazzHall Hamburg verbindet Lehre, Jazz und Stadt: Ein moderner Konzertsaal an der HfMT als Bühne für Jazz, Klassik, Pop und Experimente. Ein Review von Jacek Brun
Die Schweizer Bassistin und Sängerin Louise Knobil veröffentlicht mit „Knobilive in Cully Jazz“ ein außergewöhnliches Live-Album voller Energie und Emotion. Im Interview mit jazz-fun.de spricht sie über Risiko, Ehrlichkeit und das Spiel zwischen Publikum und Bühne.
Tag 15 als Writer in Residence beim Enjoy Jazz 2025: Der Produzent und Bassist Adrian Younge präsentiert mit ”Jazz Is Dead“ eine Label-Nacht im Heidelberg Congress Center. Ein Review von Sarah Seidel
Beim Jazzfest Berlin 2025 standen Musik und Gesellschaft im Zeichen des Widerstands. Von Angelika Niescier, Mary Halvorson und Makaya McCraven bis zu Wadada Leo Smith & Vijay Iyer spannte sich ein Panorama aus Avantgarde, Energie und emotionaler Tiefe – kuratiert von Nadin Deventer und Peter Margasak.
Tag 14 als Writer in Residence beim Enjoy Jazz 2025: Schlagzeuger Makaya McCraven fährt in Mannheim die Tanzgrooves hoch. Ein Review von Sarah Seidel