Tägliche Neuigkeiten, Albumankündigungen, Festivalmeldungen, Interviews, Releases und Entwicklungen aus Deutschland, Europa und der weltweiten Jazzszene.

Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.

Christoph Pepe Auer - Songs I Like

Der Bassklarinettist, Saxophonist, Schlagzeuger und dreifache Hans-Koller-Preisträger Christoph Pepe Auer feierte mit seinen eigenen Kompositionen und Veröffentlichungen bereits durchschlagende Erfolge in seiner Heimat Österreich – und weit über die Landesgrenzen hinaus als Solist der Jazz Big Band Graz und mit „Living Room“, seinem Duo mit Manu Delago.

Dominic Miller - Silent Light

Geboren in Argentinien als Sohn eines amerikanischen Vaters und einer irischen Mutter, lebte und studierte Dominic Miller in jungen Jahren größtenteils in den USA und England. Heute ist Miller in Frankreich ansässig, aber seit drei Jahrzehnten als Musiker in der ganzen Welt unterwegs. Und auch Silent Light, Millers Debütalbum auf ECM, auf dem er solo und mit Perkussionsbegleitung zu hören ist, wirkt sehr international – in Stücken wie „Baden“ (das dem brasilianischen Gitarristen und Komponisten Baden Powell gewidmet ist) ist der Latin-Einfluss unverkennbar, während „Le Pont“ an das Paris des frühen 20. Jahrhunderts erinnert und „Valium“ keltische Melodien im Stile Bert Janschs heraufbeschwört.

JPTR

JPTR is Everything! Das Zürcher Avant Pop Duo JPTR, inszeniert sich oft als ein einzelnes Wesen, nämlich als Verschmelzung der beiden Musiker/innen Andrina Bollinger aka KIU (Gesang, Schlagzeug) und Ramón Oliveras IKARU (Schlagzeug, Gesang). Im Gegensatz zu den meisten Bands, ist der visuelle Aspekt bei JPTR nicht bloßes Addendum, sondern ein untrennbarer Teil ihres Schaffens und oft der Schlüssel zur Musik.

China Moses - Nightintales

Eine Nacht weiß viel zu erzählen, heißt es. China Moses ist die Erzählerin der Nacht, ihr neues Album „Nightintales“ ein faszinierender Trip durch nächtliche Geschichten. Mit warmer, erstaunlich wandelbarer Altstimme lässt sie Figuren und Orte im Kopf des Zuhörers Gestalt annehmen, formt Bilder und Stimmungen. Elf ausdrucksstarke Songs, die vom Rausch der Liebe („Hungover“) und ihrem bitteren Ende („Whatever“) erzählen, von Lastern („Nicotine“) und Leidenschaften („Put It On The Line“), von Aufbruch und Mut („Running“).

Tigran Hamasyan - An Ancient Observer

Tigran Hamasyan ist 1987 in Armenien geboren, 2003 zog er mit seiner Familie nach Los Angeles. Derzeit wohnt er in Armeniens Hauptstadt Eriwan. Seit dem dritten Lebensjahr spielt er Klavier, mit elf gastierte er erstmals auf Festivals. 2003 gewann er den Klavierwettbewerb auf dem Montreux Jazz Festival, zwei Jahre später veröffentlichte er mit gerade mal siebzehn Jahren sein Debütalbum World Passion. 2006 ging er siegreich aus dem renommierten Wettbewerb Thelonious Monk International Jazz hervor.

Rohey - A Million Things

Ein Quartett aus Norwegen, berstend vor Energie und Selbstbewusstsein. Unbekümmert Old-School und gleichzeitig mit dem schnippenden Finger am Puls der Zeit: Rohey sind eine Soul-Band für das Jahr 2017. Wer die nervösen Synthesizer zum Auftakt von Can‘t Get This vernimmt, wird nicht von ungefähr an Stevie Wonder erinnert. Gleichzeitig ist Rohey eine Band, die kaum zeitgemäßer klingen könnte. Sie spielen einen organischen, vor Originalität nur so sprühenden R‘n‘B, wie man ihn so zuletzt höchstens von den Australiern von Hiatus Kaiyote gehört hat.

Louis Sclavis - Asian Field Variations

Asian Fields Variation ist die erste Aufnahme, die Klarinettist Louis Sclavis, Violinist Dominique Pifarély und Cellist Vincent Courtois als Trio eingespielt haben. Auch wenn dieses Projekt von Sclavis ins Leben gerufen wurde, handelt es sich hier um eine demokratische Gruppe kreativ Gleichberechtigter: »Ich schlug vor, wie ein richtiges Kollektiv zu arbeiten, in dem jeder Kompositionen zum Programm beisteuert.« 

JAZZTHETIK wird 30!

JAZZTHETIK wird 30! Das Gründungsdatum im Jahr 1987 erstreckt sich über eine gewisse Zeitspanne zwischen der 0-Nummer und der Nummer 1 im Frühjahr, daher gibt es keinen einen präzisen Geburtstag. Einen Grund mehr, das Fest auszudehnen!
JAZZTHETIK bedankt sich bei ihren LeserInnen für die langjährige Treue, freut sich auf neugierige Neulinge und verspricht das Augenmerk weiterhin auf den Jazz und Anderes zu richten.

Philippe Margotin - „100 Jahre Jazz“

„100 Jahre Jazz“: Für Philippe Margotin und den Delius Klasing Verlag ist das ein toller Anlass, auf mehr als 400 großformatigen und reichbebilderten Seiten die wichtigste Musikrichtung des letzten Jahrhunderts feierlich zu zelebrieren: in Form einer kompletten Stilgeschichte und mittels eines Panoptikums von Porträts der grandiosen Stars, die mit Trompete und Posaune, Saxofon und Vibrafon, Klarinette, Gitarre und Schlagzeug diese Gattung geprägt und populär gemacht haben - und nicht zu vergessen die Sänger/innen.

David Orlowsky Trio - Paris - Odessa

Musik und Reisen – das war in Europa immer eins: Melodien, Rhythmen, Tänze wandern seit Jahrhunderten über geographische Trennlinien hinweg und schöpfen ihre Spannung und Schönheit gerade aus diesem steten Grenzgang. In Zeiten, in denen wieder vermehrt Grenzen gezogen werden und Abschottung und Nationalismus vermeintliche Sicherheit versprechen, begibt sich das David Orlowsky Trio auf eine musikalische Reise die keine Genregrenzen kennt, getrieben von der Neugier nach unbekannten Klängen.

Brot & Sterne - Tales of Herbst

Spricht man über Franz Hautzinger, so spricht man über einen Freigeist, wie er im Buche steht, von einem Musiker, der seit Jahren seinen eigenen Weg geht und sich bislang, auch aufgrund seiner einzigartigen Spieltechnik, erfolgreich jeglichen Kategorisierungsversuchen entzogen hat. Hautzinger versucht durch sein Spiel, Brücken zu schlagen, stilistische Grenzen außer Kraft zu setzen, um etwas völlig Neues und Außergewöhnliches zu schaffen.

Julian Wasserfuhr & Roman Wasserfuhr - Landed In Brooklyn

Der Weg ist das Ziel. Eine Redewendung, die gerade für Jazzer und insbesondere für die Brüder Julian & Roman Wasserfuhr gilt: Jazz bedeutet sich treiben zu lassen, zu suchen und sich auf der Suche zu finden. Jazz ist der Mut, sich dem Augenblick hinzugeben, die Dinge immer wieder neu zu denken. Jazzmusiker sind immer auf dem Weg, sie wollen gar nicht ankommen, denn Stillstand ist Rückschritt. Das hält den Jazz lebendig, macht ihn fortschrittlich und stets überraschend. 

Max Zentawer Trio - Reduce to the Max

Der Gitarrist Max Zentawer legt mit REDUCE TO THE MAX sein Debüt-Album vor. Im Trio mit dem Kontrabassisten Florian Döling und dem Schlagzeuger Matthias Daneck präsentiert er eine abwechslungsreiche, spannende Produktion aus dem Bereich des zeitgenössischen modernen Jazz, die mit einem definierten, kraftvollen und homogenen Klang daherkommt. Erdig gespielte Grooves wechseln sich mit locker swingenden Teilen ab und werden ergänzt durch filigrane, melodiöse (Kunst-)stücke auf der akustischen Gitarre.

Richard Galliano - New Jazz Musette

Mit “New Jazz Musette” feiert Richard Galliano standesgemäß sein dreißigjähriges Jubiläum als Plattenkünstler. Mitte der 80er Jahre leitete er sein eigenes, erstklassig besetztes New Musette Quartet und veröffentlichte mit dessen tatkräftiger Unterstützung das Debüt “Spleen”. Sein aktuelles Doppelalbum erinnert daran, und auch diesmal stehen ihm Topleute zur Seite.

Laurent Coulondre Trio - Schizophrenia

Mit seinen 27 Jahren gehört der französische Pianist, Organist und aufstrebende Star Laurent Coulondre zur neuen Generation höchst begabter Musiker in seiner Heimat. Mit Talent und ohne Tabus ist er damit Teil der Evolution des Jazz in Frankreich. Der von der Presse hoch gelobte Franzose gewann dieses Jahr den « Rising Star » Award bei den Französischen Jazzawards « Victoires du Jazz ».

Jools Holland - Piano

Er ist Bandleader, Pianist, Komponist und eine Musiklegende in allen Bereichen. Auf seinem neuen Album Piano dreht sich nun alles um jenes Instrument, das seit gut und gern 50 Jahren seine große Liebe darstellt. Auf 18 Instrumentaltracks präsentiert er das Piano in unterschiedlichsten Stilen und ebenso unterschiedlichen Klängen.

Markus Wienstroer - 8 PM

Jazz meets Electricity. Er spielt und schreibt nicht nur Musik, Markus Wienstroer lebt sie. Er hat schon Hunderte deutsche und internationale Künstler als Instrumentalist auf Tourneen begleitet und bei mehr als drei Dutzend Alben mitgewirkt. Nur eines hat er bisher noch nicht gemacht: eine Platte unter eigenem Namen. Das hat er mit „8 PM“ nachgeholt.

Rain Sultanov - Inspired by Nature

Der international renommierte Saxofonist Rain Sultanov vertont auf „Inspired by Nature - Seven Sounds of Azerbaidjan“ sieben Landschaften seiner Heimat. Auf einer Exkursion durch das Land sammelte er Klänge und Eindrücke, die er in meisterhafte Kompositionen zwischen Jazz und Weltmusik einfließen lässt. So zeigt er nicht nur die Vielseitigkeit Aserbaidschans, sondern auch seine eigene musikalische Wandelbarkeit und beweist, dass Musik der beste Reiseführer ist.

Emily Millard - By Heron & By Season

Wie eine Zauberin, deren Werk eine poetische Magie entfacht, zaubert uns die kanadische Singer-Songwriterin Emily Millard ein Lächeln aufs Gesicht. Nur annähern kann man sich der Beschreibung ihrer Musik. Originell, eindringlich und zutiefst bewegend erscheint sie. Emily spielt mit der Mischung aus ästhetischer Poesie, Vintagepianos und anderen traditionellen Instrumenten und schafft es jede Note dort hin zu bewegen, wo sie hin gehört. Dabei nutzt sie ihre unverwechselbare Stimme um auch das letzte magische Potential auszukosten.