Mit „Nostalgie“ präsentiert Gilles Grethen ein außergewöhnlich persönliches Album, das orchestrale Weite und intime Emotionen miteinander verbindet. Im Interview spricht der luxemburgische Gitarrist und Komponist über seine Inspirationen, die Arbeit mit der Big Band, über Erinnerungen, Freundschaften und die Kunst, Gefühle in Klang zu verwandeln
Philipp Maria Rosenberg veröffentlicht am 5. Dezember 2025 sein neues Album „Rotwelsch“ – ein Werk, das Jazz und Operette auf faszinierende Weise miteinander verbindet. Mit seinem Trio eröffnet der in Zürich lebende Pianist einen völlig neuen Klangraum zwischen romantischer Sehnsucht, improvisatorischer Freiheit und feiner Ironie.
Mit „Into the Blue“ präsentiert das Snyder x Dudar Quartet ein Album, das Jazz, Emotion und kompositorische Tiefe auf faszinierende Weise vereint. Im Gespräch erzählen der amerikanische Bassist und Komponist Russell Snyder sowie der polnische Saxophonist Sławek Dudar von ihrer Zusammenarbeit, von der Suche nach Balance zwischen Struktur und Freiheit – und davon, wie Esbjörn Svensson, Frieden und persönliche Erfahrungen ihre Musik prägen.
Beim EBE-JAZZ Festival 2025 in Grafing und Ebersberg wurden an zehn Tagen 112 Musiker:innen in 19 Events gefeiert – von Stars wie Shake Stew und Camille Bertault bis zu Workshops und Impro-Performances. Im Interview spricht Festivalleiter Frank Haschler über Highlights, Hintergründe und die Zukunft des Festivals. Ein Interview von Robert Fischer
Ein Lieblingsteil der aktuellen CD „Stimmen“ der Schlagzeugerin Eva Klesse und ihrer Band war der gesungene Teil: „Unsere Chöre! Das haben wir noch nie gemacht und es hat uns total Spaß gemacht, obwohl es manchmal schief und krumm klang!“ Zum Auftritt des fantastischen Quartetts mit Evgeny Ring am Saxophon, Philip Frischkorn am Klavier und Marc Muellbauer am Bass plus den SängerInnen Michael Schiefel und Zuza Jasinska suchte die Schlagzeugerin in den Messehallen nach Besuchern, die zu ihrem Showcase kommen und beim Flashmob Choir mitmachen wollten. Ein Interview von Angela Ballhorn
Der Trompeter Maik Krahl konnte in Bremen sein neues Projekt vorstellen, ein akkordinstrumentloses Quartett mit Trompete, Saxophon, Bass und Schlagzeug. Das Album in der interessanten Besetzung heisst „The Magic of Consistency“ (Challenge Records). Nach einem gut besuchten Konzert im Bremer Schlachthof kam der Musiker am nächsten Morgen am jazz-fun-Stand vorbei: „Ich habe im Schlachthof gespielt, es war supervoll, das Publikum war toll, die Musik war toll. Es hat alles gut geklappt, die Energie war gut, ich bin auf den Mitschnitt gespannt.“ Ein Interview von Angela Ballhorn
Den Kölner Jazzmusiker Clemens Orth nur auf Pianist und vielleicht noch Hammondorgelspieler zu reduzieren, greift zu kurz. Der Musiker ist mit eigenen Projekten, aber auch als Sideman beschäftigt, hat den Salon de Jazz in Köln, in dem er regelmässig Konzerte und Sessions veranstaltet. Die Räumlichkeiten fungieren auch als Studio, eine Handvoll Produktionen erscheinen pro Jahr. Die wiederum teilweise auf seinem eigenen Label erscheinen. Ein vielbeschäftigter Musiker in vielen Funktionen! Von Angela Ballhorn
Mit „ism“ veröffentlicht Jens Düppe sein mittlerweile viertes Album beim Label Enja – diesmal erweitert zum Quintett mit dem italienischen Saxophonisten Francesco Bearzatti. Im Interview spricht der Schlagzeuger über sein besonderes Konzept des „Rein- und Rauszoomens“, über Strukturen, Freiräume und die Bedeutung von Klangfarben. Ein Gespräch über Komposition, Formbewusstsein und die Kraft des Moments im modernen Jazz. Von Angela Ballhorn
Der Schlagzeuger und Komponist Srdjan Ivanovic (1983) vermischt Modern Jazz mit dem musikalischen Erbe des Balkans. Das lässt er in seine verschiedensten Projekte einfliessen. Vom Trio bis zur kompletten Bigband hat der Serbe alle Besetzungen anzubieten. Aktuell zur jazzahead! brachte er sein aktuelles Album „Modular“ (Rue Des Balkans) mit. Von Angela Ballhorn
Eine europäische Supergroup, die mit Eleganz, Energie und Kollektivgeist überrascht. Im Gespräch während der jazzahead! erzählen Airelle Besson, Sebastian Sternal und Jonas Burgwinkel von ihrer besonderen Chemie und dem Album „Surprise!“. Von Sarah Seidel
Im Jazz-Fun-Festival-Podcast: Rainer Kern, künstlerischer Leiter von Enjoy Jazz, dem Festival für Jazz & Anderes. 2025 findet das Festival vom 2. Oktober bis zum 8. November statt. Anfang August 2025 hat Sarah Seidel mit Rainer Kern im Online Call gesprochen, knapp zwei Monate vor dem Start des Festivals. Die diesjährige Ausgabe beginnt mit einem Konzert des französisch-libanesischen Trompeters Ibrahim Maalouf in Ludwigshafen. Von Sarah Seidel
Der in Deutschland lebende italienische Gitarrist und Komponist Enrico Olivanti bewegt sich mühelos zwischen Solo-Gitarre, Jazz-Quartett und Kompositionen für große sinfonische Besetzungen. Seine Musik ist geprägt von einem tiefen Gespür für Klang, Stille und Emotion – ebenso wie von Einflüssen altchinesischer Philosophie und den Erfahrungen eines Lebens im Ausland. Im Gespräch mit Angela Ballhorn spricht Olivanti über seine künstlerische Bandbreite, seine Inspirationsquellen und die Suche nach neuen Ausdrucksformen jenseits stilistischer Grenzen. Von Angela Ballhorn
Das polnische Quartett O.N.E. ist längst kein Geheimtipp mehr – ihre energiegeladenen, zugleich lyrischen und kompromisslos ehrlichen Auftritte haben europaweit Aufmerksamkeit erregt. Mit „Well, actually…“ veröffentlicht die Band ihr drittes Album, das zwischen kollektiver Improvisation, poetischen Melodien und experimenteller Offenheit oszilliert. Im Interview sprechen die Musikerinnen über den besonderen Entstehungsprozess, die Zusammenarbeit mit dem renommierten Label April Records, ihre Erfahrungen auf internationalen Festivals und darüber, wie künstlerische Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung in ihrer Musik zusammenfinden.
Der in Dakar geborene Gitarrist Hervé Samb ist ein Brückenbauer zwischen Kontinenten und Klangwelten. Seit seiner Ankunft in Frankreich 1998 arbeitete er mit Größen wie Marcus Miller, Pharoah Sanders oder Somi zusammen und entwickelte sich zu einer prägenden Stimme des internationalen Jazz. Mit seinem neuen Album „Jolof“ widmet er sich den Traditionen seiner senegalesischen Herkunft und verbindet sie in seinem Stil des Jazz Sabar mit der Freiheit und Energie zeitgenössischer Improvisation. Im Gespräch erzählt Samb über seine Inspirationen, die Bedeutung von „Jolof“ und warum Musik für ihn immer auch eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln ist.
Der Saxophonist Óskar Guðjónsson ist oft auf deutschen Bühnen zu erleben, meist mit dem Quartett ADHD, das in Deutschland eine treue Fanbase hat. Zudem unterstützte der Saxophonist die isländische Superband Mezzoforte bei ihrem Neustart vor bald 20 Jahren. An der jazzahead! spielte er mit dem Pianisten Magnús Jóhann im Duo, die beiden haben das aktuelles Album „Fermented Friedship“.
Róberta Andersen ist eine isländische Gitarristin, die in den letzten 20 Jahren mit einer Vielzahl von Künstlern der heimischen Musikszene zusammengearbeitet hat. Dazu gehören Múm, Ólöf Arnalds, Sin Fang, Julianna Barwick und Pascal Pinon. Dann ist sie auch Mitglied der Band Hist Og, die unter isländischen Jazz-Enthusiasten für Aufsehen sorgte.
Sunna Gunnlaugs ist eine Jazzpianistin aus Island und ein umtriebiger Eckpfeiler der Szene dort, aber auch in ganz Europa und den USA unterwegs. Ihr neuestes Projekt „Ástin, Bjartsýnin Og Andskotans Blaðrið Í Fólkinu“ (sunny sky / galileo) hat – trotz Vertonung isländischer Gedichte von Jón úr Vör – mittlerweile Nachfragen aus anderen Ländern erfahren.
Shuteen Erdenebaatar ist eine der spannendsten Stimmen der jungen europäischen Jazzszene. In Ulaanbaatar geboren, in München ausgebildet und längst auf internationalen Bühnen zuhause, verbindet sie in ihrer Musik mongolische Einflüsse, klassische Ausbildung und zeitgenössischen Jazz zu einer ganz eigenen Sprache. Ihre Kompositionen sind tiefgründig, lyrisch und gleichzeitig voller Energie und Überraschungen. Im Gespräch mit jazz-fun.de erzählt Shuteen über ihre künstlerischen Wurzeln, die Bedeutung von kultureller Identität im Jazz und über die Balance zwischen Tradition und Innovation.
Bobby Rausch zählt zu den spannendsten Formationen der Berliner Szene. Mit einem Instrumentarium, das zunächst ungewöhnlich wirken mag – Baritonsaxophon, Bassklarinette und Schlagzeug – schaffen sie einen Sound, der kompromisslos, energetisch und tanzbar ist. Ihre Musik bewegt sich mühelos zwischen Hip-Hop, Jazz, Elektro und improvisierten Klangwelten. Wir haben uns mit Lutz Streun (Bassklarinette) und Nico Stallmann (Drums) unterhalten, um mehr über ihre künstlerische Vision, ihre Live-Power und die kreative Freiheit von Bobby Rausch zu erfahren. Ein Interview von Angela Ballhorn
Auf dem diesjährigen Festival JazzBaltica hatten wir die Gelegenheit, mit Michael Wollny, einem der kreativsten und einflussreichsten Pianisten des zeitgenössischen Jazz, zu sprechen. Im Interview gibt er spannende Einblicke in seine Herangehensweise an das Spiel und die Improvisation im Zusammenspiel mit seinen Trio-Partnern. Er erzählt, wie musikalische Ideen im Moment entstehen und sich im Dialog zwischen den Musikern weiterentwickeln – eine faszinierende Reise durch die Kunst des gemeinsamen Musizierens.
Auf jazzahead! trafen wir Johannes Käsbach – Komponist, Gitarrist, Produzent und Sänger. Im Interview spricht er über sein Klanglys-Projekt, das nordische Klangästhetik, lyrische Melodien und moderne Jazz-Elemente miteinander verbindet. Käsbach gibt Einblicke in seine musikalische Vision, erzählt von der Entstehung seiner Kompositionen und von der Suche nach dem perfekten Gleichgewicht zwischen Emotion, Atmosphäre und klanglicher Offenheit. Ein Interview von Angela Ballhorn
Beim diesjährigen Festival JazzBaltica trafen wir die katalanische Posaunistin, Sängerin und Komponistin Rita Payés. In unserem Gespräch erzählt sie von ihrem musikalischen Werdegang, ihren prägenden Einflüssen und den besonderen Momenten, die ihre Karriere geformt haben. Außerdem spricht sie über aktuelle Projekte und gibt Einblicke in ihre künstlerische Vision, die von lyrischem Jazz bis zu mediterranen Klangfarben reicht.
Der Schweizer Gitarrist und Klangvisionär Christy Doran spricht im Interview mit jazz-fun.de über sein kürzlich veröffentlichtes Album Same But Different, das auf Aufnahmen aus dem Jahr 1995 basiert – mit einer außergewöhnlichen Besetzung rund um Herb Robertson, Fredy Studer, Urs Leimgruber und andere. Ein Interview von Jacek Brun
Der griechische Trompeter Andreas Polyzogopoulos zählt zu den spannendsten Stimmen des europäischen Jazz. Auf der jazzahead! 2025 trafen wir den Musiker zum Gespräch über sein künstlerisches Selbstverständnis, aktuelle Projekte und seine musikalischen Wurzeln zwischen Jazz, Rock und traditioneller griechischer Musik. Sein Klang ist lyrisch, durchdrungen von Weite und emotionaler Tiefe. Im Interview spricht er über Improvisation als Ausdruck innerer Bilder, über Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern und über das ständige Suchen nach musikalischer Wahrhaftigkeit.
Beim diesjährigen Festival JazzBaltica hatten wir die Gelegenheit, den vielfach ausgezeichneten Pianisten, Komponisten und Arrangeur John Beasley zu treffen. In unserem Gespräch erzählt er von seinem künstlerischen Werdegang, seinen prägenden musikalischen Erfahrungen und von der besonderen Zusammenarbeit mit der Latvian Radio Big Band. Beasley gibt spannende Einblicke in seine Arbeitsweise, seine Inspirationen und in die Magie des gemeinsamen Musizierens über Länder- und Stilgrenzen hinweg.
Daniel Erdmann ist ein umtriebiger Saxophonist mit den unterschiedlichsten Projekten. Seine neueste Formation ist klanglich neu ausgerichtet, für die sein langjähriger musikalischer Partner Jim Hart vom Vibraphon zum Drumset wechselt. Neu dabei ist der Hammondorgelspieler Antonin Rayon. Der deutsch-französische Saxophonist wollte die klangliche Herausforderung der Jazzgeschichte erforschen, aber auch nach Unbekanntem suchen. Ein Interview von Angela Ballhorn
Kasiva Mutua gehört zu den aufregendsten Percussionistinnen Afrikas. Die aus Kenia stammende Musikerin verbindet traditionelle ostafrikanische Rhythmen mit Elementen aus Jazz, Funk und Spoken Word – mit klarer Haltung, tiefer Verwurzelung und internationaler Strahlkraft. Im Interview auf der jazzahead! 2025 spricht sie über den Stellenwert von Rhythmus in afrikanischen Kulturen, ihre Rolle als Frau in der Percussion-Welt und darüber, wie Musik für sie zu einem Werkzeug für Empowerment und kulturellen Dialog wird.
Nils Kugelmann zählt zu den spannendsten Stimmen der jungen deutschen Jazzszene. Auf der jazzahead! 2025 hatten wir die Gelegenheit, mit dem Bassisten und Komponisten über seine musikalische Vision, sein neues Album sowie seine Herangehensweise an Klang, Struktur und Emotion zu sprechen. Seine Musik ist tief, voller Energie und zugleich durchdacht und offen – ein Wechselspiel aus rhythmischer Spannung, lyrischer Tiefe und überraschender Leichtigkeit.
Während der Internationalen Jazzwoche Burghausen 2025 hatten wir die Gelegenheit, mit dem Pianisten Lawrence Fields zu sprechen. In diesem Interview gibt er persönliche Einblicke in seinen musikalischen Werdegang, seine Inspirationen und die Stationen, die ihn zu einem der gefragtesten Jazzpianisten seiner Generation gemacht haben. Ein offenes, inspirierendes Gespräch mit einem Künstler, der sowohl auf internationalen Bühnen als auch als Sideman großer Namen überzeugt.
Die Musik des Trios ist geprägt von klarer Form, lyrischen Melodien und offener Improvisation – manchmal zart und zerbrechlich, dann wieder voller Energie und rhythmischer Tiefe. Im Interview sprechen die Musiker über ihren kompositorischen Ansatz, über Einflüsse aus der klassischen Musik und Volksmusiktradition Skandinaviens, sowie über die Bedeutung von Raum, Stille und Klang in ihrer Musik.
Auf der jazzahead! 2025 trafen wir die junge Band hilde, ein Kollektiv aus vier Musikerinnen, das sich mit beeindruckender Konsequenz dem freien, experimentellen und intuitiven Musizieren widmet. Die Musik von hilde lebt vom Zusammenspiel, vom Zuhören, vom Ausloten von Klang und Form – stets offen, emotional und kompromisslos ehrlich. Ihre Stücke entstehen oft im Moment und sind Ausdruck einer musikalischen Haltung, die sich bewusst von Erwartungen löst.
Im Rahmen der jazzahead! 2025 trafen wir die junge Sängerin Lucía (Lucía Gutiérrez Rebolloso) aus Veracruz, Mexiko. Die 23-Jährige gilt als eine der spannendsten Stimmen der neuen Generation – eine Künstlerin, die mühelos zwischen Jazz, lateinamerikanischer Musik und Pop balanciert und dabei eine ganz eigene Klangsprache entwickelt. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, tiefem musikalischem Verständnis und einer starken Verbindung zu ihrer kulturellen Herkunft bringt Lucía frischen Wind in die internationale Jazzszene.