Jazz News

jazzahead! 2021: Branchenevent begeistert Jazz-Szene

Zufriedene Aussteller:innen, begeisterte Fachteilnehmer:innen, glückliche und dankbare Künstler:innen: Durchweg positive Resonanz und viel Lob gab es von allen Seiten für die jazzahead! digital 2021, die unter dem Motto „Close together from afar“ erstmals online stattfand. 902 Teilnehmer:innen aus 50 Nationen sowie 90 Aussteller:innen aus 41 Ländern nahmen von Donnerstag bis Sonntag, 29. April bis 2. Mai 2021, an der digitalen Jazz-Fachmesse teil.

Joe Barbieri - Tratto Da Una Storia Vera

Vier Jahre nach "Origami" (und nach einem kleinen Ausflug, um Billie Holiday mit dem Album "Dear Billie" zu feiern) kehrt Joe Barbieri endlich zu seinen Liedern zurück, mit seinem autobiografischsten Album, das den Titel "Tratto Da Una Storia Vera" ('Basierend auf einer wahren Geschichte') trägt. Der rote Faden, der den neuen Songs zugrunde liegt, ist, dass jeder von ihnen in gewisser Weise aus der persönlichsten Erfahrung des neapolitanischen Singer-Songwriters erwächst.

„Love Longing Loss“: Zu Hause mit Charles Lloyd während des Lockdowns

Am 11. Mai feierte eine neue, vom Pierre Boulez Saal in Auftrag gegebene Filmdokumentation über den legendären Jazz-Saxophonisten Charles Lloyd ihre Online-Premiere. „Love Longing Loss“ entstand nach der coronabedingten Absage zweier Konzerte Lloyds im Berliner Kammermusiksaal. Seine Ehefrau, die Malerin und Videokünstlerin Dorothy Darr, filmte Lloyd während der gemeinsamen Isolation über mehrere Monate in ihrem gemeinsamen Haus in Santa Barbara, Kalifornien.

Stephanie Nilles - I Pledge Allegiance To The Flag - The White Flag

Die Stimmen der afroamerikanischen Aktivisten klingen in den Ohren der Avantgarde weiter. Ein solches musikalisches Beispiel ist der verstorbene, große Bassist / Komponist Charles Mingus, dessen Musik vehement mit Empörung über die Rechte der Unterdrückten aufgeladen war. Seine Botschaften, sowohl offen als auch nuanciert, sind Prüfsteine für viele Musiker, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen, einschließlich der Singer-Songwriterin / Pianistin Stephanie Nilles, die Mingus' Kanon auf ihrer neuen Aufnahme I Pledge Allegiance to the Flag - the White Flag interpretiert.

Hasaan Ibn Ali - Metaphysics: The Lost Atlantic Album

Das Album "Metaphysics" des Jazzpianisten Hasaan Ibn Ali: The Lost Atlantic Album ist gefunden worden. Die bisher unveröffentlichte Aufnahme dieses Zeitgenossen und Kollegen von John Coltrane aus dem Jahr 1965 enthält Linernotes von Alan Sukoenig und Lewis Porter. NEW YORK, N.Y. - "Er hatte Ideen so tief wie das Meer. Ich meine, ich habe noch nie jemanden so spielen hören, selbst heute nicht", sagte Tenorsaxophonist Odean Pope über Hasaan Ibn Ali.

Max Clouth, Kabuki & Sophie-Justine Herr - Lucifer Drowning In A Sea Of Light

Der treibende Puls eines Modularsynthesizers, glasklare Gitarrenläufe und der melancholische Klang eines Barockcellos. Ein außergewöhnlich instrumentiertes Album, eingespielt in einer hochwertigen Live-Produktion. Ohne Schnitt, im Jetzt, im Fluss. Mit „Lucifer Drowning in a Sea of Light“ macht der Gitarrist Max Clouth die renommierten Bauer Studios zum Startpunkt eines musikalischen Sphärenflugs.

Die Nominierungen des Deutschen Jazzpreises 2021 stehen fest!

In einem Monat ist es so weit: Der von Kulturstaatsministerin Monika Grütters ins Leben gerufene Deutsche Jazzpreis feiert am 3. Juni 2021 seine Premiere. Die digitale Verleihung findet im Vorfeld des in diesem Jahr ebenfalls digital umgesetzten Hamburger Festivals ELBJAZZ statt und wird via Livestream übertragen. Neben einem Standort in Hamburg sind die bekannten Jazzclubs A-Trane (Berlin), Unterfahrt (München) und Ella & Louis (Mannheim) als weitere Verleihungsorte integrativer Bestandteil der Preisverleihung.

Nicole Johänntgen - Henry III

Die Saxophonistin Nicole Johänntgen hat das neue Album bei einem Live-Konzert im Domicil Pforzheim analog auf Tonband aufgenommen. Ganz in alter Manier. Nostalgie kommt auf. Man spürt, wie vertraut und spielfreudig die vier Musiker sind. Henry hat sich zur Dynastie entwickelt; der aktuelle Inhaber trägt den Titel Henry III. Sein Reich ist das älteste seines Genres: Jazz à la New Orleans. Der Enkel ist unüberhörbar ein Kind seiner musikalischen Vorfahren, insbesondere der Gründerin der Dynastie Henry: Her Ladyship Nicole I.

Makiko Hirabayashi - Weavers

Nach der maritimen Offenheit des Albums „Where the Sea Breaks“ von 2018 in der Trio-Besetzung mit Klavs Hovman am Bass und der legendären Schlagwerkerin Marilyn Mazur, legt die japanische Ausnahmepianistin Makiko Hirabayashi nun mit „Weavers“ eine Art erdgebundenes Lockdown-Album vor.

JazzDayGermany 2021

JazzDayGermany feiert den International Jazz Day 2021 und präsentiert 50 weitere Künstler. Gemeinsam mit Musikern aus Deutschland, dem deutschsprachigen Raum, vielen anderen aus Europa und der ganzen Welt wollen wir zeigen, wie vielfältig, kreativ, inspirierend und mitreißend Jazzmusik sein kann. So feiern wir den Tag, der "unser" Tag ist: Den Internationalen Jazztag gemeinsam mit der ganzen Welt.

Kanada @ jazzahead! 2021

Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt - so könnte man die Situation beschreiben, die seit der Absage der letztjährigen jazzahead! alle Beteiligten umtreibt. Was damals noch als Präsenzmesse für 2021 geplant wurde, findet nun in digitaler Form statt und wird zum virtuellen Marktplatz der internationalen Jazzszene. Als hybride Form macht die Messe Bremen das Angebot, neue Wege zu beschreiten und dank digitaler Möglichkeiten, den Austausch mit Gleichgesinnten zu suchen.

Jury für Albert-Mangelsdorff-Preis 2021 steht fest

Berlin, 22.4.2021 | Die Besetzung der Jury für den Albert-Mangelsdorff-Preis 2021 (AMP) steht fest: Mit Nikolaus Neuser (Vorsitz), Nadin Deventer, Ralf Weigand, Eva Garthe, Arndt Weidler, Mauretta Heinzelmann und Nils Wogram entscheiden auch in diesem Jahr erfahrene Vertreter*innen aus verschiedenen Bereichen der Jazzszene über die 15. Vergabe der wichtigen Auszeichnung für Jazzmusiker*innen.

Gretchen Parlato - Flor

Gretchen Parlato ist zurückgekehrt, nicht nur in die Tonträgerindustrie, sondern auch zu sich selbst, mit ihrem neuen brasilianisch inspirierten Projekt Flor. Flor, portugiesisch für "Blume", ist die künstlerische Verkörperung des tiefen Eintauchens der GRAMMY®-nominierten Sängerin in die Mutterschaft während der letzten sechs Jahre, ein metamorphes Raumintervall, das es Parlato ermöglichte, die Fülle ihres Wesens durch eine neue Perspektive zu entdecken.

jazzahead! Festival 2021

Den 10. Geburtstag des Festivals begeht mit einem Programm, das trotz Pandemie und Unwägbarkeiten, Musik und Kultur feiert. Das jazzahead! Festival war immer schon interdisziplinär angelegt und als Zusammenspiel mit lokalen Institutionen. Erstmalig kooperiert jazzahead! mit dem Filmfest Bremen zum Super-8-Abend am 17. April um 20 Uhr aus dem Theater Bremen. Jubiläumsabend wird am 23. April aus dem Sendesaal Bremen mit Gästen und dem Rebecca Trescher Tentett gefeiert.

Jazz Federation Hamburg: musikalischer Neustart mit spannenden Projekten

Mit zwei größeren Projekten startet die Jazz Federation Hamburg in die sich hoffentlich bald einstellende Normalität nach Corona: mit dem Videoprojekt „Jazz goes to School“, das Schülern den Zugang zum Jazz zeigen und öffnen will, sowie mit einer neuen Konzertreihe unter dem Titel „Mycelium“ im TONALi-Saal, die Verbindungen zwischen Jazz, anderen Kunstarten sowie unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilbereichen aufdecken soll.

Edi Nulz - Meganan

Auf „El Perro Grande“ (2018) drangen sie in die unendlichen Weiten unseres Sonnensystems vor, nun sind Siegmar Brecher, Julian Adam Pajzs und Valentin Schuster doch wieder auf dem Heimatplaneten gelandet. Wo genau, das wollen sie uns nicht so einfach verraten. Einmal klingt es nach Indonesien, dann nach Mexiko, oder doch nach Indien? Sind wir da in Vietnam? Im Wilden Westen? Oder in einem idyllischen Alpental? Sind das nicht vielleicht die Straßenschluchten einer amerikanischen, chinesischen oder europäischen Großstadt?

Fried Dähn - Now & Then

Der tiefergelegte Bass des Cellos bahnt sich den Weg durch die Nacht, ein Digeridoo-Sound brummelt archaisch dazu, bevor sich einer dieser leichthändigen Melodiebögen Fried Dähns über einen kniffligen Groove legt undalles bündelt, was den Tübinger E Werker und dieses Album auszeichnet. Er will bei der musikalischen Linienführung gar nicht verhehlen, dass er in den Siebziger Jahren musikalisch im Spagat zwischen Klassik, dem guten alten Jazzrock oder sperrigen Giganten wie einem Frank Zappa sozialisiert wurde.

Connie Han - Iron Starlet

Mit der Veröffentlichung ihres Debüts der Mack Avenue Music Group im Jahr 2018, Crime Zone, erregte die Pianistin/Keyboarderin Connie Han die Aufmerksamkeit der Jazzwelt und etablierte sich fest als schnell aufsteigender Star in der Szene. Dieser Aufstieg in der Stratosphäre setzt sich in ihrem fesselnden Nachfolger Iron Starlet fort. Cosmo Scharmer hat sich diese Platte angehört und eine Rezension darüber geschrieben.

#jazzbrauchtdialog: Interessenverbände in Bund und Ländern rufen Jazz- und Politikschaffende zum Gespräch auf

Berlin, 7.4.2021 | #jazzbrauchtdialog – unter diesem Hashtag ruft die Deutsche Jazzunion gemeinsam mit den Interessenverbänden in den Bundesländern und Metropolregionen Jazzmusiker*innen und politische Mandats- und Entscheidungsträger* in ganz Deutschland zum Dialog auf.

David Helbock - The New Cool

„Ich habe mich nach musikalischer Entschleunigung gesehnt“, sagt David Helbock, als er über sein neues Trio mit Arne Jansen und Sebastian Studnitzky spricht. Was er meint, wird klar, wenn man auf sein vorheriges Projekt zurückschaut, Random Control: „Mit unzähligen Instrumenten haben wir hier hantiert, sie während der Stücke mehrfach gewechselt und viele Noten gespielt. Das war oft ziemlich wild.“ Und das neue Trio? „Da geht es darum, Stimmungen zu kreieren und um Emotionen. Emotionen sind das wichtigste in der Musik.“

Brotherly - Analects

Brotherly baute eine Brücke zwischen Jazz und experimenteller Tanzmusik und war eine der kreativsten Bands, die Mitte der 2000er Jahre aus Großbritannien hervorgingen. Die Sängerin und Pianistin Anna Stubbs und der Multiinstrumentalist Rob Mullarkey studierten Jazz am Leeds College of Music und an der Guildhall School of Music und tauchten dann in die Londoner Clubkultur ein, insbesondere in die Broken-Beat-Szene, die um Nächte wie Co-Op wuchs.

Dr. Lonnie Smith - Breathe

Der legendäre Hammond-B-3-Organist Dr. Lonnie Smith hat über dreißig Alben als Leader aufgenommen, aber seine Lieblingsumgebung, um seine Kreativität zu dokumentieren, ist live. "Es ist so schwer, im Studio einzufangen, was ich in dem Moment fühle", sagt er. "Mich live zu hören, bedeutet, mich im Moment spielen zu sehen. Es ist ein guter Vibe. Es ist eine liebevolle Situation."

Online-Jazzserie Old Fashioned Sleepless Nights startet CROWD auf Satrtnext

Jazzkonzert trifft auf Reality: Sängerin Anna Margolina und Pianist Kenneth Berkel entwickeln ein digitales Konzertformat, das mit der Zeit gegangen ist. Ehrliche Gespräche, Live-Musik und viel Raum für Spontanität - die Videos werden nicht geschnitten, die Crew redet mit. Ihr seht, wie Songs entstehen, wie gearbeitet und zusammen gelacht wird! Unterstützt uns bei einer neuen Staffel der "Old Fashioned Sleepless Nights".

Uassyn - Zacharya

Alles andere als gewöhnlich - das könnte das Motto des jungen Schweizer Trios UASSYN sein. Obwohl die Band mit Saxophon, Bass und Schlagzeug eine Besetzung hat, die in der Jazzgeschichte eine lange Tradition hat, klingt sie alles andere als traditionell. Das liegt an den ungewöhnlichen Patterns, die Schlagzeuger Vincent Glanzmann trommelt, an dem ruhigen Bass, den Silvan Jeger zupft, und an dem einzigartigen Sound, den Tapiwa Svosve aus seinem Altsaxophon herausholt.