Jazz News

Kali Trio - Loom

Die drei Schweizer Musiker Nicolas Stocker (Drums), Urs Müller (E-Gitarre) und Raphael Loher (Piano) weben auf ihrem musikalischen Webstuhl lustvoll, frisch und gekonnt die verschiedenen Fäden ihres Stil-Backgrounds zusammen. Die gemeinsam als Organismus geschaffene Musik lädt sich in den vier Tracks und in der Gesamtdramaturgie des Albums kontinuierlich auf und entfaltet subtil und unaufhaltsam ihren rhythmischen Sog und ihre geheimnisvolle Atmosphäre.

Christoph Neuhaus - Ramblin Bird

Der vielseitige Stuttgarter Gitarrist & Songwriter Christoph Neuhaus präsentiert mit seiner 5. Studioproduktion RAMBLIN BIRD eine aussergewöhnliche Collage aus Groove, Jazz, Blues & Folkmusic. Ein persönliches wie authentisches Album, bei dem der Protagonist nicht nur die Musik sondern erstmals auch alle Songtexte und das Artwork geschaffen hat.

Adrien Brandeis Quintet bei der jazzopen Stuttgart 2019

2018 erhielt Brandeis den von Mikhail Fridman gestifteten und sehr begehrten „LetterOne RISING STARS Jazz Award“, mit dem jährlich junge Jazztalente aus Europa ausgezeichnet werden. Im selben Jahr, noch während seines Studiums, begann er die Arbeit an seinem Debüt-Album „Euforia“, das hier im Alten Schloß vorgestellt wurde.

GRAMMY 2021 - John Beasley gewinnt Bestes Arrangement, Instrumental oder A Cappella

Kein Jazzkünstler hatte bei dieser Grammy-Verleihung mehr Nominierungen als John Beasley, der in den Kategorien Bestes Album für ein großes Jazz-Ensemble (für MONK'estra Plays John Beasley), Bestes Jazz-Vokal-Album (für Somi's Holy Room, das von ihm arrangiert und dirigiert wurde), Bestes Arrangement, Instrumente und Gesang (für seine Arbeit mit Maria Mendes) und Bestes Arrangement, Instrumental oder A Cappella, vertreten war. Den letzten Preis gewann er für eine Latin-angehauchte Version von Charlie Parkers "Donna Lee".

Bahnbrechende Komponistin und Orchesterleiterin Maria Schneider gewinnt zwei Grammy Awards

Die bahnbrechende Komponistin und Orchesterleiterin Maria Schneider hat zwei Grammy Awards gewonnen: Best Instrumental Composition für "Sputnik" und Best Large Jazz Ensemble Album für ihr aufschlussreiches Doppelalbum Data Lords. Inspiriert von den widersprüchlichen Beziehungen zwischen der digitalen und der natürlichen Welt, ist Data Lords (Juli 2020, ArtistShare) mit dem Weltklasse-Orchester Maria Schneider eingespielt.

Rick Simpson - Everything All Of The Time: Kid A Revisited

Rick Simpsons makellose Technik und unruhige Fantasie haben ihm einen Platz an der Spitze der zeitgenössischen britischen Musik eingebracht. Er ist gleichermaßen zu Hause, um die Tradition zu erkunden oder furchtlos gegen die Grenzen zu gehen, und jetzt steht seine einzigartige kreative Stimme wieder im Rampenlicht mit einem typisch eigenwilligen Projekt: einer Neuformulierung von Radioheads Kid A-Album mit zehn Originalarrangements des gespielten Quellmaterials von einer All-Star-Band gleichgesinnter musikalischer Außenseiter.

Bill Evans & The Spy Killers! bei der jazzopen Stuttgart 2019

Bill Evans ist immer für eine musikalische Überraschung gut. Sein neuester Streich ist die Band „The Spy Killers“. „Wir werden hartgesottenen Funk, Soul und Jazz-Rock spielen.“ versprach er vor dem Konzert. Anschließend Gehörtes gab ihm 100%ig Recht. Für seine „Spy Killer“ hat er sich auch eine gute Auswahl getroffen.

Orlando Le Fleming - Romantic Funk: The Unfamiliar

„Outstanding“ ist ein überstrapazierter Begriff, der jedoch auf den Bassisten Orlando le Fleming so konsequent angewendet wird, dass ihre Rechtfertigung nicht geleugnet werden kann. Seit seinem Umzug aus seiner Heimat Großbritannien nach New York City hat er sich in der härtesten Jazzumgebung der Welt gut behauptet und seine unnachahmliche Persönlichkeit in Projekten von Branford Marsalis, Joey Calderazzo, Kurt Rosenwinkel, Bill Charlap, Billy Cobham, Wayne Krantz, Ari Hoenig, Seamus Blake, Jeff Tain Watts und David Sanchez eingebracht.

Frank Wingold - To Be Frank

Nach seinem von der Kritik vielgelobten Trio-Album Entangled Music legt der Kölner Gitarrist und Komponist Frank Wingold mit einem Soloalbum nach. Auf To Be Frank führt er einige der Ideen fort, die er auf Entangled Music umgesetzt hatte. Allen voran seine Fähigkeit, als Solospieler einen mehrstimmigen Sound zu kreieren.

Charles Lloyd - Tone Poem

„8: Kindred Spirits“ hieß das im letzten Jahr erschienene Live-Album von Charles Lloyd, das sich 2020 in nicht wenigen Album-Bestenlisten wiederfand. Aufgenommen wurde es im März 2018 anlässlich Lloyds 80. Geburtstag in seiner Heimatstadt Santa Barbara, auf der Bühne des Lobero Theatre, mit einer Gruppe von engen Musikfreunden, darunter Gitarrist Julian Lage, Pianist Gerald Clayton, Bassist Reuben Rogers und Schlagzeuger Eric Harland. Als Gäste stießen Organist Booker T. Jones und Blue-Note-Präsident Don Was am Bass hinzu.

Forderungen an den Gesetzgeber zur wirksamen Unterstützung von KSK-Versicherten in der Corona-Krise

Berlin, 12.03.2021 | In Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes ist mit der Kunstfreiheit das verfassungsmäßige Bekenntnis zur besonderen Rolle der Künste in unserer Gesellschaft grundlegend formuliert. Mit dem Künstlersozialversicherungsgesetz und in der auf ihm basierenden Künstlersozialkasse (KSK) hat der Gesetzgeber ein konkretes Instrument geschaffen, welches der besonderen Schutzwürdigkeit der Kunst und der Künstler*innen Ausdruck verleiht. Seit ihrem Bestehen ist die KSK die unverzichtbare Grundsäule der sozialen Absicherung selbstständig arbeitender Künstler*innen.

Pérez Cohen Potter Quintet bei der jazzopen Stuttgart 2019

Eigentlich wären alle fünf Namen im Titel erwähnenswert: Neben Danilo Pérez am Piano, Avishai Cohen an der Trompete und Chris Potter am Saxophon waren Larry Grenadier am Bass und Johnathan Blake am Schlagzeug schließlich ebenfalls keine Unbekannten. Doch es waren Pérez, Cohen und Potter, die mit ihren Kompositionen zu Ehren besonderer Frauen, die den Abend gestalteten.

Josephine Davies - Satori: How Can We Wake?

Josephine Davies behauptet weiterhin ihre einzigartige Präsenz in der überfüllten Landschaft des internationalen Jazz mit der neuesten Veröffentlichung des renommierten Trio-Projekts, das sie seit 2016 unter dem Namen Satori entwickelt. Diese neueste Version vereint sie mit zwei der unkategorisierbarsten Talente Großbritanniens: Sowohl Dave Whitford am Bass als auch James Maddren am Schlagzeug verbinden ein furchterregendes Leistungsniveau mit einem unstillbaren Appetit auf Improvisation, der sie zu den perfekten Partnern in diesem Unternehmen macht.

Julia Biel bei der jazzopen Stuttgart 2019

Eine Reise in die Welt der Emotionen und Gefühle erlebte ich zusammen mit vielen anderen Begeisterten bei dem Konzert der britischen Sängerin Julia Biel. Obwohl nicht nur die Stimmung sondern auch die Temperaturen an diesem Abend im Jazzclub BIX sehr heiß waren, schaffte es die Sängerin mit ihren stimmungsvollen, abwechslungsreichen Songs, das Publikum komplett in ihren Bann zu ziehen.

Massoud Godemann: Talkin‘ Jazz – Soloing 1

Massoud Godemann, Jazz-Gitarrist und Komponist, mit Wohnsitz in Hamburg legt mit diesem Buch einen Text vor, der in seiner Art außergewöhnlich ist. Wer ein schlichtes „to do" Buch erwartet, könnte enttäuscht sein, wer aber in die Gedankenwelt eines Jazzmusikers eintauchen möchte, wird von einer neuen Schau der Dinge rund um das Improvisieren insofern profitieren, als der eigene Weg zunächst einer Überprüfung unterzogen wird. Anschließend werden Lösungswege aufgezeigt, die in Bezug auf ein sicheres Improvisieren zielführend sind.

Petros Klampanis - Rooftop Stories

Beim Durchqueren der Pandemie des Jahres 2020 fand Klampanis sein Licht am Ende des Tunnels in seinem großartigen Bass-Manifest Rooftop Stories, seinem 5. Album. Konfrontiert mit der Aussicht, sich zu Hause in Athen, Griechenland, zurückzuziehen, wählte der angehende Maestro für Rooftop Stories, seine bisher intimste und persönlichste Aufnahme, einen nach innen gerichteten Ansatz.

Florian de Gelmini - Modalis

Dieses Album ist ein ungewöhnliches Ereignis, eine Art künstlerisches Manifest, erklärt aus der Position eines zeitgenössischen Künstlers und Komponisten, der den großen Meistern der Improvisation huldigt. Florian macht keinen Hehl aus seiner Faszination für die Musik von Keith Jarrett. "Modalis" ist daher eine ganz bewusste Hommage an den Meister.

Bobby McFerrin bei der jazzopen Stuttgart 2019

Der Künstler, der zuletzt vor 20 Jahren auf der jazzopen Bühne stand, überzeugte zusammen mit Rhiannon, Judi Dinar, Dave Worm und Joey Blake und mit 26 Mitgliedern der Stuttgarter Kantorei, dass es möglich ist, nur mit dem Einsatz der Stimme ein Konzerterlebnis zu bieten.

Pat Metheny - Road to the Sun

Es gibt nur eine Handvoll lebender Musiker*innen, die sich Jahr für Jahr neu erfinden. Noch weniger können von sich behaupten, über eine jahrzehntelange Karriere hinweg das gleiche Maß an Innovation und schierer Exzellenz aufrechterhalten zu haben. Pat Metheny ist einer der wenigen dieser Musiker auf der Welt, der Anspruch auf eine derartige Beschreibung erheben kann – und damit beginnt erst die Geschichte dieser unberechenbaren und einzigartigen Kraft in der Musik.

R + R = NOW - Live

Im Oktober 2018 richtete sich Robert Glasper im Blue Note Jazz Club in New York City für eine einmonatige Residency ein, bei der an mehreren Abenden das neue Dreamteam-Kollektiv R+R=NOW mit Glasper an den Tasten, Terrace Martin an Synthesizer, Vocoder und Altsaxophon, Christian Scott aTunde Adjuah an der Trompete, Derrick Hodge am Bass, Taylor McFerrin am Synthesizer und Justin Tyson am Schlagzeug auftrat.

Jakob Bro - Uma Elmo

Mit Uma Elmo, seinem fünften Album als Leader für ECM, präsentiert der dänische Gitarrist Jakob Bro ein neues Trio mit dem norwegischen Trompeter Arve Henriksen und dem spanischen Schlagzeuger Jorge Rossy. Angesichts der musikalischen Synergie des Trios ist es erstaunlich, dass diese drei Musiker hier zum ersten Mal aufeinandertrafen, bei den Aufnahmesessions für das Album im Studio des Schweizer Radios in Lugano.

Shai Maestro - Human

In ihrer Rezension von Shai Maestros ECM-Leader-Debüt The Dream Thief sprach die US-Website All About Jazz von "einer suchenden lyrischen Atmosphäre, emotionaler Eloquenz und gemeinschaftlicher Virtuosität, die der Musik dient". All dies trifft auch auf das neue Album Human zu, auf dem Maestros hoch kommunikative Band mit seinem israelischen Kollegen Ofri Nehemya am Schlagzeug und dem peruanischen Bassisten Jorge Roeder durch den US-Trompeter Philip Dizack stimmig erweitert. Shais zugängliches Klavierspiel wird von Dizacks hellwacher Herangehensweise an die Improvisation gut ergänzt.

Keith Jarrett - Sun Bear Concerts - Limited Vinyl Edition

Die Sun Bear Concerts, die Keith Jarretts fünf Konzerte in Japan dokumentieren, gelten als Meilenstein der Solokonzert-Aufnahmen. Wie DownBeat anlässlich der Erstveröffentlichung (1978) schrieb, sind Jarretts Improvisationen „überwältigend in der Art und Weise, wie sie einen Zuhörer in den Bann ziehen und nicht mehr loslassen. Jarrett schöpft einmal mehr aus den Tiefen seiner kreativen Fähigkeiten und hat dadurch Musik von verblüffender Kraft, Größe und Wärme ans Licht gebracht.“

Jonah Nilsson bei der jazzopen Stuttgart 2019

Mit seiner Band Dirty Loops wurde der Sänger und Keyboarder Jonah Nilsson vorerst im Internet, später auf ausgedehnten Tourneen, hauptsächlich in Asien bekannt. Sie interpretierten Hits wie Lady Gagas „Just Dance“, Adeles „Rolling In The Deep“ und Justin Biebers „Baby“ auf ihre besondere Art, mit Elementen aus Jazz, Funk und Fusion.

Cameron Graves - Seven

Der Pianist, Komponist und Sänger Cameron Graves nennt die Musik, die er für seine neue Veröffentlichung bei Artistry Music/Mack Avenue Music Group entwickelt hat, Thrash-Jazz, aber das ist nur der Anfang der Geschichte. Ja, beim ersten Hören kann einen die juggernaut-metallische Wucht und Hardcore-Präzision von Seven umhauen. Schließlich wuchs Graves im metallreichen Los Angeles auf, headbangte als Kind zu Living Colour und entdeckte nach jahrelangem Jazz- und Klassikstudium seine Liebe zum Hardrock durch Platten von Pantera, Slipknot und seinem tiefsten Metal-Einfluss, den schwedischen Titanen Meshuggah, neu.

Interview mit John Beasley im SWR-Studio in Stuttgart

Cosmo Scharmer spricht mit John Beasley. Zweite Teil des Interviews lesen sie bei jazzreportagen.com: "Ich freue mich sehr über die Anerkennung meiner neuen Grammy-Nominierungen. Es ist immer etwas ganz Besonderes, weil die Entscheider -Musiker, Produzenten, Techniker und andere – aus der Branche sind. Wenn sie also für dich stimmen, dann ist das das höchste Kompliment – es ist kein allgemeiner Publikumspreis oder ein Popularitätspreis."