Der ECHO JAZZ verzaubert Hamburg

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ECHO JAZZ 2016
ECHO JAZZ 2016

Hamburg | 26.05.2016
Jazz, Jazz und noch mal Jazz: Am heutigen Donnerstagabend wurden die Preisträgerinnen und Preisträger des ECHO JAZZ mit einer eindrucksvollen Gala auf Kampnagel gewürdigt. Jazz-Koryphäe Gregory Porter eröffnete mit seinem Song „Don’t Lose Your Steam“, bevor er in seine Zweitrolle als Co-Moderator wechselte und gemeinsam mit Götz Alsmann durch den Abend führte. Weitere Live-Künstler des Abends waren Lars Danielsson & Cæcilie Norby, Tigran Hamasyan (Instrumentalist des Jahres international Piano/Keyboards), Ibrahim Maalouf (Instrumentalist des Jahres international Blechblasinstrumente/Brass) und Anke Helfrich (Instrumentalistin des Jahres national Piano/Keybords). Das NDR Fernsehen zeigt die Highlights der Show übermorgen, am 28. Mai, ab 23:25 Uhr.

Emotionaler Höhepunkt des Abends war die Hommage an Roger Cicero, der im März dieses Jahres überraschend gestorben war: Eine Videoeinspielung zum Leben des Jazzmusikers endete mit dem Stück „The Long and Winding Road“, noch gesungen von Cicero selbst. Die drei Preisträger Nils Wogram, Giovanni Weiss und Benny Greb setzten den Titel im Anschluss zusammen mit Maik Schott und Hervé Jeanne aus Ciceros Band instrumental auf der Bühne fort.

Mit der Vergabe des ECHO JAZZ für das Lebenswerk eines Künstlers erreichte der Abend einen weiteren bewegenden Moment: Wolfgang Dauner nahm seine Trophäe aus den Händen von Jan Hofer, Chefsprecher der ARD Tagesschau und bekennender Jazz-Fan, entgegen und sagte, er sei „sehr überrascht, dass diese Ehrung so früh kommt, denn das Werk ist ja noch gar nicht abgeschlossen. Vielen Dank für diesen Preis, aber das war‘s noch nicht. […] Ich mache weiter Jazz!“ Das Publikum ehrte den Ausnahmemusiker mit Standing Ovations.

Neben Jan Hofer wurden die Auszeichnungen in diesem Jahr von den Schauspielerinnen Nina Petri und Stephanie Stumph, Moderatorin Johanna Klum, ECHO JAZZ-Jurymitglied Stefan Gerdes, den Musikerinnen Y’akoto und Cäthe, Jazzpianistin Julia Hülsmann und Komponist, Dirigent und Jazzmusiker Wolf Kerschek überreicht.

Der ECHO JAZZ wird gefördert durch die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, Medienpartner ist der NDR, Offizieller Förderer ist Škoda.

Über den ECHO JAZZ

Der ECHO zählt zu den international wichtigsten und renommiertesten Musikawards der Welt. Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie, ehrt mit dem ECHO seit 1992 jährlich die erfolgreichsten und besten Leistungen nationaler und internationaler Künstler. 1994 wurde der ECHO Klassik als eigene Veranstaltung ins Leben gerufen, seit 2010 bildet der ECHO JAZZ das dritte Standbein der Marke ECHO – Deutscher Musikpreis. Nach einem erfolgreichen Auftakt in der Jahrhunderthalle Bochum und zwei glanzvollen Jahren in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden zog der ECHO JAZZ in seinem vierten Jahr nach Hamburg, um bis einschließlich 2018 in der deutschen „Hauptstadt des Jazz“ verliehen zu werden. 2013 wurden die ECHO JAZZ-Trophäen in der Hamburger Fischauktionshalle überreicht, 2014 fand die festliche Gala in der Kulturfabrik Kampnagel statt. 2015 war das Werftgelände von Blohm+Voss Veranstaltungsort des ECHO JAZZ. 2016 fand die Verleihung am 26. Mai erneut auf dem Gelände der alten Kranfabrik Kampnagel statt.

ECHO JAZZ - Jurypreis

Der ECHO JAZZ wird von einer Jury vergeben, die ihr Urteil insbesondere nach künstlerischen Kriterien fällt, aber auch den Publikumserfolg mit berücksichtigt. Die Vergabe des ECHO JAZZ spiegelt damit nicht nur die Meinung von Kritikern wider, sondern auch die Wertschätzung durch Jazzfans. Jedes Label kann seine Produktionen im jeweils zuvor bekannt gegebenen Einreichungszeitraum für den ECHO JAZZ vorschlagen. Ermittelt werden die ECHO JAZZ-Preisträger von einer zwölfköpfigen Jury, die sich aus in der Branche anerkannten Journalisten, Vertretern von Musiklabels, Konzertveranstaltern und weiteren Experten zusammensetzt.

ECHO Jazz 2016 - Preisträger

Kategorie 1: Ensemble des Jahres national
Michael Wollny Trio - Nachtfahrten, Act
Nils Wogram Nostalgia - Nature, nWog
Rolf Kühn Unit - Stereo, MPS (Edel)

Kategorie 2: Ensemble des Jahres international
James Farm - City Folk, Nonesuch (Warner)
Snarky Puppy & Metropole Orkest - Sylva, Impulse! (Universal)
The Bad Plus Joshua Redman - The Bad Plus Joshua Redman, Nonesuch (Warner)

Kategorie 3: Sänger/Sängerin des Jahres national
Daniel Cacija - lifeline, Mons Records
Roger Cicero - The Roger Cicero Jazz Experience, wavemusic (California Sunset Records)
Natalia Mateo - Heart Of Darkness, ACT

Kategorie 4: Sänger/Sängerin des Jahres international
José James - Yesterday I Had The Blues, Blue Note (Universal)
Diana Krall - Wallflower, Verve (Universal)
Cecile McLorin Salvant - For One To Love, Mack Avenue (in-akustik)

Kategorie 5: Instrumentalist/in des Jahres national Piano/Keyboards
Anke Helfrich - dedication, enja
Omer Klein - Fearless Friday, Neuklang (Bauer Studios)
Michael Wollny - Nachtfahrten, ACT

Kategorie 6: Instrumentalist/in des Jahres international Piano/Keyboards
Stefano Bollani - Arrivano Gli Alieni, Emarcy (Universal)
Tigran Hamasyan - Mockroot, Nonesuch (Warner)
Iiro Rantala - My Working Class Hero, ACT

Kategorie 7: Instrumentalist/in des Jahres national Saxophon/Woodwinds
Klaus Doldinger - En Route, Warner Music
Daniel Erdmann - ten songs about real utopia, arjunamusic
Rolf Kühn - Stereo, MPS (Edel)

Kategorie 8: Instrumentalist/in des Jahres international Saxophon/Woodwinds
Marius Neset - Pinball, ACT
Joshua Redman - City Folk, Nonesuch (Warner)
Kamasi Washington - The Epic, Brainfeeder (rough trade)

Kategorie 9: Instrumentalist/in des Jahres national Drums/Percussion
Benny Greb - Moving Parts, Herzog Records
Wolfgang Haffner - Kind Of Cool, ACT
Eric Schaefer - Nachtfahrten, ACT

Kategorie 10: Instrumentalist/in des Jahres international Drums/Percussion
Emil Brandqvist - Seascapes, Skip Records
Bachar Khalifé - Afrodiziak, MPS (Edel)
Kendrick Scott - We Are The Drum, Blue Note (Universal)

Kategorie 11: Instrumentalist/in des Jahres national Bass/Bassgitarre
Omar Rodriguez Calvo - Take Off, IN+OUT Records
Dieter Ilg - Mein Beethoven, ACT
Achim Seifert - ...Noticed My Heart, Art Of Groove (M.I.G.)

Kategorie 12: Instrumentalist/in des Jahres international Bass/Bassgitarre
Avishai Cohen - From Darkness, Rykodisc (Razdaz Recordz)
Lars Danielsson - Just The Two Of Us, ACT
Marcus Miller - Afroodezia, Blue Note (Universal)

Kategorie 13: Instrumentalist/in des Jahres national Blechblasinstrumente/Brass
Frederik Köster - Tension/Release, Traumton Records
Nils Wogram - Nature, nWog
Nils Wülker - Up, Warner Music

Kategorie 14: Instrumentalist/in des Jahres international Blechblasinstrumente/Brass
Lennart Axelsson - All the Things You Are, MustHaveJazz (Membran)
Terence Blanchard - Breathless, Blue Note (Universal)
Ibrahim Maalouf - Kalthoum, Impulse! (Universal)

Kategorie 15: Instrumentalist/in des Jahres national Gitarre
Torsten Goods - Thank You Baby!, ACT
Kalle Kalima - Tenors Of Kalma, yellowbird
Giovanni Weiss - Driving, MPS (Edel)

Kategorie 16: Instrumentalist/in des Jahres international Gitarre
Philip Catherine - The String Project - Live In Brussels, ACT
Gerardo Nunez - Jazzpana Live, ACT
John Scofield - Past Present, Impulse! (Universal)

Kategorie 17: Instrumentalist/in des Jahres Besondere Instrumente
Adam Baldych (Violine) - Bridges, ACT
Hamilton De Holanda (Mandoline) - Bandolim, MPS (Edel)
Wolfgang Lackerschmid (Marimba) - D`Afrique, hipjazz

Kategorie 18: Big Band-Album des Jahres
Django Deluxe & NDR Bigband - Driving, MPS (Edel)
Lars Seniuk & New German Art Orchestra - Pendulum, Mons Records
Sebastian Sternal & Sternal Symphonic Society - Sternal Symphonic Society Vol.2, Traumton Records

Kategorie 19: Newcomer des Jahres
Lorenz Kellhuber - State Of Mind, Blackbird Music
Natalia Mateo - Heart Of Darkness, ACT
Tobias Meinhart - Natural Perception, yellowbird

Kategorie 20: Bestseller des Jahres
Diana Krall - Wallflower, Verve (Universal)

Kategorie 21: Würdigung des Lebenswerkes eines Künstlers/einer Künstlerin
Wolfgang Dauner

Sonderpreis
Brad Mehldau - 10 Years Solo Live, Nonesuch (Warner)

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