Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
Er spielt meisterhaft Haydn, Mozart, Bach und andere große Klassiker. Doch hin und wieder entdeckt der Pianist Alexandre Tharaud auch die Grenzgebiete zum Jazz oder – wie in seinem neuesten Album – zum Chanson. Barbara ist eine faszinierende musikalische Verbeugung vor einer der größten französischen Chanson-Legenden.
Die GRAMMY®-preisgekrönte Sängerin Cécile McLorin Salvant hat in ihrer beruflichen Laufbahn einen bemerkenswerten Aufstieg erfahren und mit ‚Dreams and Daggers‘ (ihrem 3. Album für Mack Avenue Records) macht sie einen weiteren großen Sprung. Diese Veröffentlichung wird zweifellos ein Meilenstein in der Geschichte Mack Avenues sein.
Der Grammy-Gewinner, Entertainer und Komponist Chilly Gonzales ruft ALLE MUSIKER ZUR BEWERBUNG AUF! Trefft Gonzales in Paris und studiert dort am Gonzervatory, einem achttägigen Musik-Performance-Workshop. Sechs ausgewählte Studenten gewinnen eine all-inclusive Reise nach Paris und verleben gemeinsam eine Woche in musikalischer Versenkung, mit intensivem Coaching, Meisterkursen und Proben – gekrönt von einem öffentlichen Konzert unter der Leitung von Chilly Gonzales höchstpersönlich.
Das sechste Album des Wiener Streichquartetts, co-produziert von Bugge Wesseltoft, widersetzt sich jeder Genre-Zuschreibung. Diese Musik hat viele Namen. Musik, kreiert von zwei Violinen, Viola, Cello und der menschlichen Stimme. Künstler machen ungern Schubladen auf, um ihr Schaffen zu kategorisieren, aber das radio.string.quartet hat es getan. Als CrossoverJazzClassicPopFusionRockNewMusicElectronic”-Ding bezeichnen die vier Wiener ihr neues Werk „In Between Silence“.
Seit 20 Jahren prägt der serbische Kontrabassist Nenad Vasilic das Genre des Balkan Jazz. Von Musikkritikern wurde bereits als "Pate des Balkan Jazz" und "The key figure in Balkan Jazz" betitelt. Was aber macht ihn im Balkan Jazz zu einer Schlüsselfigur? Vielleicht sein permanentes Streben einen runden “Band Sound“ zu kreieren, wie ihn etwa Rock und Alternative Bands haben. Oder die Selbstverständlichkeit, mit der er ungerade Rhythmen in modernen Jazz einbindet. Eine Antwort findet man sicherlich auf seinem neuen Album "Live in Theater Akzent".
Den Status als Geheimtipp dürften die "Girls in Airports" mittlerweile verloren haben. Nicht aber den Ruf, eine der interessantesten Bands der aktuellen Dänischen Szene zu sein. Wer jedoch singende Blondinen erwartet, wird von den fünf Herren aus Dänemark höchst angenehm enttäuscht.
“Cheers” in der Tat! Am 10. Dezember 2016 feierte Franco Ambrosetti seinen 75ten Geburtstag. Und gibt es eine schönere Art diesen Anlass zu feiern, als mit einer Recording Session? Das Ergebnis ist Ambrosettis 15. Album, das er seit 1979 für das Label Enja eingespielt hat – für sich genommen schon ein viel versprechendes Ereignis. „Alle Musiker auf diesem Album waren an vorhergehenden Projekten mit Enja beteiligt“, sagt der in der Schweiz geborene Trompeter.
Laurent Coulondre wurde als die Entdeckung in der Kategorie Jazz des französischen Kultusministeriums gefeiert. Der „Victoire de la Musique“ in der Kategorie ist die größte Auszeichnung, die in Frankreich zu gewinnen ist. Coulondre verkörpert dieser neue Generation im Jazz, in der kein Schubladendenken vorhanden ist. Im Fokus steht der Sound, der durch erfrischend neue Kompositions- und Arrangementideen, und einer guten Portion verspielter Leichtigkeit humorvoll umgesetzt wird.
Seit 2011 spielt Kraayenhof neben weiteren Projekten auch mit dem argentinischen Pianisten Juan Pablo Dobal im Duo. Der 1964 in Buenos Aires geborene Wahl-Amersterdamer hat seine Wurzeln im klassischen Piano, befasst sich seit seiner Studienzeit auch und vor allem mit der musikalischen Tradition seines Heimatlandes.
Die in Moskau geborene Pianistin und Komponistin Yelena Eckemoff bezeichnet sich selbst als eine altmodische Romantikerin. Auf In The Shadow Of A Cloud zeigt sie erneut eine ungewöhnliche Lyrik und eine Gabe für Melodie, ihrem bisher optimistischsten und versiertesten Album. Mit einem makellosen Ansatz und einem raffinierten Sinn für Form verbindet sie klassische Elemente mit Jazzimprovisationen in ihren eindrucksvollen Stücken.
Dies ist das Erstlingswerk dreier Schwergewichts–Champions der Improvisierten Musik in Europa. Mit Alexander von Schlippenbach, Rudi Mahall und Kasper Tom vereinen sich drei Generationen, welche dem Motto "Change is the Only Constant" so was von gerecht werden.
Berlin, 19. September 2017 | Kurz vor der Bundestagswahl veröffentlicht die Union Deutscher Jazzmusiker (UDJ) die Antworten der Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke zu Fragen rund um Jazz und Improvisierte Musik. In den Wahlprüfsteinen hatte die UDJ Themen wie Arbeitsbedingungen für Musiker, Mindestgage, öffentliche Förderung, Spielstätten, Bildung oder House of Jazz abgefragt.
Zum dritten Mal unter der Regie des französischen Produzenten Régis Ceccarelli und mit seiner Band erweckt Götz Alsmann hier nun die italienische Schlagergeschichte zu neuem Leben, mit ureigener Sound-Note und eben in deutscher Sprache. Insgesamt 18 Lieder werden auf "In Rom" zu hören sein u.a. "Arrivederci Roma", "Azzuro", "Quando, quando, quando" oder "Nel blu dipinto di blu (Volare)". Titel, die schon bei der bloßen Nennung Melodien auf die Zunge legen. Auch der "Mambo Italiano", "Come prima" und "Marina" (in einer Instrumentalversion) verzaubern.
Mit diesem lebendigen und aufregenden Projekt blickt der in Santiago geborene und in New York lebende Pianist und Komponist David Virelles auf einen Schmelztiegel aus dem Blickwinkel eines anderen. Gnosis, eine weit ausgreifende Arbeit mit tiefen kulturellen Wurzeln, erzählt von Transkulturationsprozessen und Traditionen, und vom komplexen Reichtum der kubanischen Musik – der sakralen, der weltlichen und der rituellen.
Es gibt eine starke Tradition von Solo-Bass-Alben bei ECM, allerdings ist Provenance das erste, das der elektrischen Bassgitarre gewidmet ist. Björn Meyer, in Schweden geboren und in der Schweiz lebend, hat über die Jahre eine unverwechselbare Stimme auf seinem Instrument entwickelt, und das in höchst unterschiedlichen Kontexten: mit der persischen Harfenistin und Sängerin Asita Hamidi, dem schwedischen Nyckelharpa-Spieler Johan Hedin oder dem tunesischen Oud-Meister Anouar Brahem.
Stefano Battaglia spielt sowohl Klavier als auch präpariertes Klavier (teils sogar simultan) – in einem hoch attraktiven Doppelalbum-Programm, das sowohl Eigenkompositionen und Spontanimprovisationen als auch zwei Versionen der traditionellen arabischen Weise »Lamma Bada Yatathanna« enthält.
Dass Lizz Wright eine begnadete Songwriterin und Sängerin ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Aber auch fremden Stücken verleiht sie neuen Glanz. »Grace« heißt der Beweis in Albumlänge.
´Flow`, in der positiven Psychologie auch als ´The Zone` bekannt, ist der geistige Zustand, in dem eine Person, die einer bestimmten Aktivität nachgeht, ganz darin versinkt. Damit bringt es Timuçin Sahin eigentlich schon auf den Punkt: Bei jedem seiner Projekte will er tief in seine Musik eintauchen und eigentlich darin versinken. Doch für den türkischen Gitarristen, der 1992 in die Niederlande ging, an den Konservatorien von Hilversum sowie Amsterdam Jazzgitarre studierte und dann an der Manhattan School of Music in New York klassischen Komposition erlernte, geht der Terminus Flow noch weiter.
Alles was man über Fred Frith wissen muss, kann man auf dieser CD finden. Man hört es in der Musik, in jeder einzelnen improvisierten Note, die live im Theater Gütersloh am 18. März 2018 gespielt wurde, im Trio mit der dänischen Saxophonistin Lotte Anker und dem Schlagzeuger und Percussionisten Samuel Dühsler aus der Schweiz. Improvisation ist ein kompliziertes Unterfangen, das der 68-jährige Gitarrist und Komponist aus Yorkshire, der in Oakland/U.S.A. und in Basel/Schweiz lebt, geradezu verkörpert.
Es gibt sicherlich kaum noch erwähnenswert, dass heute die meisten Jazz-Klaviertrios eng an ein musikalisches Zusammenspiel gebunden sind (diese Tatsache jedoch ist niemals selbstverständlich!). Aber auch in dieser subtilsten, vornehmsten Form des Zusammenspiels gibt es immer eine Person im Trio, die den Part des Primus Inter Pares spielt - der Pianist, natürlich (meist und per definitionem Führer der Gruppe).
Tony Allen meldet sich 2017 mit einem neuen Album zurück: »The Source« heißt die Platte, an der der nigerianische Schlagzeuger und Songschreiber zusammen mit Saxofonist Yann Jankielewicz arbeitete.
Das Hornung Trio, dessen erste CD am 18 August 2017 bei der rennomierten Reihe 'Jazz thing - Next Generation' veröffentlicht wurde, hat viele Gesichter. Mal wild, mal lyrisch, mal frei spielend, mal rhythmische Gerüste auslotend, jedoch immer intensiv und um ein Höchstmass an Kommunikation bemüht, interpretieren die drei Musiker die Kompositionen des Pianisten mit viel Energie und Verve.
Kaiser Augustus teilte die iberischen Gebiete des Römischen Reiches in die südöstliche Provinz Hispania Baetica und die nordwestliche Hälfte Lusitania, die im Wesentlichen aus dem heutigen Portugal und Teilen Westspaniens bestand. Die Macht der antiken Herrscher verblasste, die Bezeichnung aber blieb erhalten und inspiriert bis heute Literaten, Maler, Musiker. „Lusitania“, erklärt Xavier Triviaux, Pianist und Komponist des New Meeting Quartets, „dieser Name ruft Portugal und damit Brasilien in Erinnerung. Lusitanien ist ein Kulminationspunkt Europas, von wo aus man Brasilien sehen, fühlen, hören kann“.
Dieses Album ist ein Juwel. Allein schon die Besetzung ist hinreißend: Am Klavier sitzt Fred Hersch, einer der großen Postromantiker der Jazzmoderne, der wie kaum ein anderer die gestalterische Feinheit von Bill Evans in einen eigenen fließenden, schweifenden Personalstil überführt hat. Am Bass hört man Marc Johnson, auch er ein Weggefährte von Evans und in diesem Fall vor allem ein melodisch feinsinniger Impulsgeber, der sich auf die rhythmische Noblesse und Präsenz von Schlagzeuger Joey Baron verlassen kann.
Was auf "Oracle" ungeschliffen passiert, ist der erste Output einer deutschen Jazz Supergroup. Zunächst wollte man ein unperfektes Spiritual Jazz Album aufnehmen, das Vorbildern aus den Siebzigern fröhnt (Strata East, Black Jazz et cetera), einfach mal der Leidenschaft nachgehen. Und man wollte eine fiktive Band erfinden, die es nicht gab, und rausposaunen, es handelt sich um ein unveröffentlichtes Album von namhaften und beseelten Typen aus den 70ern.
Songs der legendären britischen Band, mit vielen treuen Fans auch in Polen, haben neue, ausgehende energetische Klang gewonnen. Es ist ein Projekt, bei dem zwei scheinbar entfernte Welten - Rock und Symphonie - zusammenkommen, um auch die anspruchsvollsten Zuhörer zufrieden zu stellen. Das Projekt "Dire Straits Sinfonisch" wurde geschaffen durch die Zusammenarbeit und Beteiligung seiner drei Urheber: Krzysztof Herdzin - der Autor brillanter orchestrale Arrangements, Kuba Badach - Sänger mit außergewöhnlicher Stimme und Marek Napiórkowski - ein ungewöhnlicher Gitarrist.
Einfacher gesagt: die Pianistin spielt im Duo mit Jan von Klewitz und stellt ihr neues Album „Poems without Words“ im Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin vor - 31. 08.2017. Ein Bericht von Cosmo Scharmer.
»Another Time: The Hilversum Concert« ist eine seltene und niemals zuvor veröffentlichte Aufnahme des legendären Bill Evans Trios – live eingefangen bei einem Radio-Konzert in Hilversum am 22. Juni 1968.
Drei plus Eins – mit der Sängerin Melane Nkounkolo haben Three Fall Zuwachs bekommen. Neue Klangwelten tun sich auf. Der ohnehin schon vielfältige Sound des Trios wird um weitere Facetten reicher. Neben Jazz, Funk und Hip Hop stecken auf „Four“ ganz neue Pfeile im Köcher: Soul, Reggae und Afrobeat.
Lyambiko ist Deutschlands erfolgreichste Jazzsängerin. Zufällig wiederentdeckte Liebesbriefe aus der Familie inspirierten sie zu neuen eigenen Songs und einer frischen Sicht auf Jazzklassiker wie »Close Your Eyes« und »Stardust«. Nicht zuletzt ihre beiden jüngsten Alben »Sings Gershwin« (2012) und »Muse« (2015) haben gezeigt, dass es die ECHO-Preisträgerin liebt, einen roten Faden durch die Songs ihrer Alben zu spinnen.
„Kind of Spain“ ist, nach den 50s-Cool Jazz- und Bop-Exkursionen auf „Kind of Cool“, Wolfgang Haffners zweites ACT-Album mit einer akustischen Band. Traditionelle spanische Musik meets Jazz – ein über 500 Jahre altes Kulturgut des alten Kontinents trifft auf Blue Notes aus der Neuen Welt, Flamenco und Folklore auf brandneue Kompositionen des Bandleaders.
Seelenvolle Balladen, kammermusikalische, atmosphärische Klänge und Jazzrock-Anmutungen kreieren auf »Far Into The Stars« eine einzigartig schwebende, dabei geradezu kinematographisch wirkende Stimmung.